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Weil aus Eingetragenen Lebenspartnerschaften keine Kinder hervorgehen könnten, lehnt die neue Bundesfamilienministerin eine Gleichstellung mit der Hetero-Ehe ab. Dies erklärte die CDU-Politikerin Kristina Köhler in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

Der 32-jährige Nachwuchsstar der Merkel-Regierung räumte erneut ein, dass auch in homosexuellen Lebensgemeinschaften "oft sehr konservative Werte" gelebt würden: "Ich finde gut, wenn Menschen eine Lebenspartnerschaft eingehen, um lebenslang füreinander Verantwortung zu übernehmen. Das sollte der Staat fördern."

Auf die Frage der "Welt am Sonntag" nach einem Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare antwortete die Ministerin ausweichend. Im Zentrum stehe ausschließlich das Kindeswohl, erklärte die selbst kinderlose Politikerin: "Deshalb haben wir die Stiefkindadoption durch Homosexuelle zugelassen, weil diese Kinder ohnehin schon bei homosexuellen Paaren leben und es dann aus der Sicht des Kindeswohls zu begrüßen ist, wenn der andere Partner Verantwortung übernehmen will." Die Stiefkindadoption wurde 2004 von SPD, Grünen und FDP gegen den Willen der Union beschlossen (queer.de berichtete). Die CDU bezeichnete die Abstimmung über das Überarbeitungsgesetz damals als "traurigen Tag" für Kinder.

Bei der Frage des generellen Adoptionsrechtes für Schwule und Lesben bleibt Schröder hart: Hier stelle sich nach Ansicht der Ministerin "die entwicklungspsychologische Frage, inwiefern das Fehlen von Verschiedengeschlechtlichkeit einen Mangel für Kinder darstellt".

Köhlers Amtsantritt Ende November hatte bei einigen Schwulen und Lesben nicht ganz unberechtigte Hoffnungen geweckt. So ist sie das einzige Unions-Mitglied des Bundeskabinetts, das je an einem Christopher-Street-Day teilgenommen hat: In diesem Jahr fuhr die Bundestagsabgeordnete beim Frankfurter CSD auf dem Wagen der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) mit (queer.de berichtete). Ihr Büroleiter ist der Berliner LSU-Landesvorsitzende Eike Letocha. (cw)



#1 bastapapsta
  • 06.12.2009, 12:22h
  • Das war doch von Anfang an klar. Dass der Auftritt dieser verräterin beim CSD nur pseudo war ist doch für jemand mit klarem Verstand sichtbar. Die ist genauso christlich verkorst, wie die Von der Fuchtel und hat von uns nur Spott und Hohn verdient. Sie befindet sich in bester Gesellschaft mit Kardinal Meißner und hätte eigentlich auch so eine Homo Gurke verdient !

    Jetzt weis man auch, was von diesem LSU Pack zu halten ist. Da der Verein eh nix bringt, würde er am besten wieder aufgelöst werden.

    Man meint eigentlich, dass solche veblendeten leute wie Kristina köhler nur aus Bayern kommen, aber leider gibts auch hier im Rheinland öfter mal solche Deppen.

    Sie prollt mit ihrer Mitgliedschaft in der LSU, lässt sich aber vor den christlich rechten Karren spannen. Die CDU hofft somit, trotzdem auch homosexuelle Wähler an sich reissen zu können. Eine Politikerin, welche die Welt, gerade die schul lesbische nicht gebrauchen kann-im Gegenteil !

    Sollte sie das nächste mal auf dem CSD Wagen sein, bewerft sie mit faulen Eiern !
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#2 FrancAnonym
  • 06.12.2009, 12:30h
  • Was habt Ihr erwartet? CDU = CDU und wird es auch mit Frau Köhler bleiben.
    Frau Ministerin muss doch jetzt konservativ agieren, um in den eigenen Reihen bestehen zu können. Als jüngste Ministerin, ledig und mit CSD-Erfahrung wird sie sicherlich von vielen Parteikollegen kritisch beäugt. Dann lieber erst Mal auf Distanz gehen zu den ach so wertvollen schwulen und lesbischen Partnerschaften.
    Ich kann es langsam nicht mehr hören: Im Prinzip sind alle gleich, aber manche sind gleicher -oder wie? Und dann das "Kinder-krieg"-Argument, um Hetero-Ehen zu bevorzugen! Zum Ko... blöd!
    1.) Schwule und Lesben könnne durchaus Kinder zeugen und kriegen, da ist nur ein wenig Kreativität gefragt :-))
    2.) Wie viele kinderlose Hetero-Paare gibt es heutzutage? Soll man denen den Ehe-Status, verbunden mit allen Vorteilen, aberkennen?
    Eben! Schwachsinn! Also bitte, Frau Ministerin: Packen sie das Kinder-Argument schnell wieder in die verstaubte Konservativen-Truhe von vorgestern. Die Lebenswirklichkeit 2009 sieht anders aus. Ich hatte gehofft, Sie seien ein wenig aufgeklärter... Nun ja, Sie waren schon mit 14 bllühende Kohl-CDU-Fanatikerin. Wie konnte ich so naiv sein und das vergessen...
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#3 mok120Profil
  • 06.12.2009, 12:37hNürnberg
  • Ok, liebe Frau Köhler, dann müssen sie aber auch Nägel mit Köpfen machen und Ehepaaren, bei denen ein Partner unfruchtbar ist, die entsprechenden Privilegien entziehen. Selbstverständlich bedeutet dies auch, dass sämtliche Privilegien entzogen werden, wenn nach den Wechseljahren noch immer kein Kind unterwegs ist.
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#4 LorenProfil
#5 gatopardo
  • 06.12.2009, 12:52h
  • Da sie von Anfang an auch bei Schwulen "gelebte konservative Werte" beschwört hat, ist ihre Gleichstellungsablehnung nur konsequent. Sie kann überhaupt nicht für die Homo-Ehe mit Adoptionsrecht plädieren, wenn sie genau wie ihre Christen-Kollegen die von der herkömmlichen Gesellschaft erfundene künstliche Konstruktion der Ehe zwischen Mann und Frau für gottgewollt halten muss.
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#6 UnitedAntifaAnonym
#7 Good ol friendAnonym
  • 06.12.2009, 13:37h
  • Faschisten bleiben Faschisten und sollten von uns auch endlich als solche benannt werden!

    Wie lange müssen wir uns von diesen selbsternannten Herrenmenschen noch als Untermenschen behandeln lassen???
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#8 KimAnonym
  • 06.12.2009, 13:47h
  • Zitat: "Eine völlige Gleichstellung mit der Ehe lehne ich jedoch ab. Denn ein prinzipieller Unterschied bleibt: Aus einer Ehe können Kinder hervorgehen – aus einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft nicht."

    Da sieht man mal wieder wie ideologiebeladen und unwissenschaftlich die CDU argumentiert und was das dann für transsexuelle Menschen heisst, die ja nach wie vor von diesen Ideologien ebenso stark betroffen sind wie homosexuelle Menschen.

    Wenn eine transsexuelle Frau, die als Mädchen mit Penis und Hoden geboren wurde, bevor sie die gesetzlich angeordnete Zwangssterilisation mit sich machen lässt (ist im Transsexuellengesetz heute so geregelt) um die "richtigen Papiere" zu erhalten, mit einer anderen Frau zusammen lebt und aus dieser Partnerschaft ein Kind hervor geht, dann ist dies ein Kind, das aus einer Partnerschaft hervorgegangen ist zwischen Frau und Frau. Ebenso gibt es auch Männer, die Kinder gebären können und trotzdem Mann sind (z.B. Thomas Beatie)... diese zur Natur gehörenden geschlechtlichen Abweichungen kommen bei der CDU wohl nicht vor - und wenn nur der leiseste Verdacht aufkommt, es könnte ja doch sein, dass es solche Menschen gibt, dann sagt die CDU dazu:

    "Gleichwohl kann auf die grundsätzliche Bedingung dauernder Fortpflanzungsunfähigkeit nicht verzichtet werden. Die vom Geschlecht abhängigen Zuordnungen im Zusammenleben der Gesellschaft sollen gewahrt werden"
    (CDU, April 2009)

    Eine Partei welche mehr Ideologien predigt, anstatt Realitäten wahrzunehmen, und es zulässt, dass diese Ideologien bei Regelungen und Gesetzen federführend sind, anstatt die Realitäten anzuerkennen, begeht somit bewusst Menschenrechtsverletzungen - sei es bei der "Homoehe" als auch bei der Behandlung transsexueller Menschen, die heute noch gesetzlich unsichtbar gemacht werden sollen, indem man sie für geisteskrank erklärt und sie zwangssterilisiert.
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#9 Julek89
#10 Good ol friendAnonym
  • 06.12.2009, 13:57h
  • Antwort auf #7 von Good ol friend
  • Ach ja, verfassungsfeindlich ist ein weiteres treffendes Attribut.

    Denn eben die zitierten verlogenen Pseudo-Argumente zur Herabwürdigung homosexueller Menschen hat ja das Bundesverfassungsgericht vor ein paar Wochen für null und nichtig erklärt.

    Wenn es nicht nur um homosexuelle Untermenschen ginge, dann wäre ein derartiges, verfassungsfeindliches Auftreten kurz nach Ernennung zur Ministerin ein klarer Grund für eine sofortige Absetzung.
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