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Der amerikanische Schauspieler Ron Livingston hat Klage gegen Unbekannt eingereicht, um Wikipedia-Veröffentlichungen über seine angebliche Homosexualität zu unterbinden.

Der 42-Jährige hatte letzte Woche in San Francisco seine Schauspielkollegin Rosemarie DeWitt geheiratet. Auf Wikipedia ist aber seit Mai ein Text online gewesen, in dem ihm eine Beziehung mit einem Mann namens Lee Dennison unterstellt wurde. Diese "Anschuldigung" seien falsch und "bösartig", erklärte Livingston nach Angaben des Klatschportals TMZ. Er gehe davon aus, dass jemand seiner Karriere schaden wolle. Der "Internetbandit" habe Korrekturen an dem Eintrag stets nach kurzer Zeit wieder rückgängig gemacht. Daher sei Livingston keine andere Wahl geblieben, als Klage bei einem Gericht in Los Angeles einzureichen.

Livingston glaubt auch, dass der Täter Urheber eines gefälschten Facebook-Profil ist. Darin wird ebenfalls angegeben, dass sich der Schauspieler in einer schwulen Beziehung befindet.

Der in Iowa geborene Schauspieler ist vor allem durch seine Rolle als Jack Berger in der TV-Serie "Sex and the City" bekannt. Er spielte in acht Folgen einen Liebhaber der Hauptfigur Carrie Bradshaw. Für seine Rolle in der Miniserie "Band of Brothers" wurde er für den Golden Globe nominiert. Sein neuestes Projekt war die von Pro Sieben koproduzierte Science-Fiction-Serie "Defying Gravity", die im Herbst wegen schlechter Quoten in den USA nach 13 Folgen wieder abgesetzt wurde.

In der Vergangenheit sind Schauspieler und Sänger wiederholt gegen Homo-"Anschuldigungen" vorgegangen. Sie argumentierten dabei, dass Homosexualität ihren Fans nicht zu vermitteln sei und ihnen deshalb finanzielle Nachteile entstehen. Mehrere Gerichte haben diese Theorie unterstützt. So verurteilte 2001 ein US-Gericht einen Pornostar zur Zahlung von zehn Millionen Dollar, weil er Tom Cruise als schwul bezeichnet hatte. Auch Robbie Williams erhielt 2005 Schadensersatz in unbekannter Höhe von einem britischen Verlag, der über die angebliche Homosexualität des Sängers berichtet hatte. (dk)



#1 Proud to be gayAnonym
  • 07.12.2009, 11:28h
  • Und wir sollten allmählich Klage gegen jeden einreichen, der in dieser Gesellschaft irgend jemandem unterstellt, heterosexuell zu sein.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 jochenProfil
  • 07.12.2009, 14:55hmünchen
  • Solange (Schauspieler-) Karrieren auch daran hängen, ob man homo- oder heterosexuell ist, finde ich es nicht konstuktiv darüber öffentlich zu tratschen.
    (Es kann schließlich zu gravierenden u. evtl. auch sehr negativen Lebenseinschnitten für den Betroffenen kommen)

    Da gibt es andere Mittel und Wege ein realistisches Bild über Homosexuelle in der Öffentlichkeit zu zeigen.
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#4 GerdAnonym
  • 08.12.2009, 05:28h
  • Ich finde das voll okay, wenn er sich dagegen wehrt.

    Ich möchte auch nicht in der Öffentlichkeit als heterosexuell gelten und würde mich auch dagegen wehren. Also sollten Medien auch nur denjenigen als homo-/bi-//heterosexuell beschreiben, die das auch entsprechend kommuniziert haben.

    Eine Ausnahme mache ich da nur bei verklemmt homo-/bisexuellen Menschen, die bewusst homophob sich verhalten/äußern. Dort darf dann der Journalist durchaus die sexuelle Orientierung offenlegen; insbesondere gilt dies gegenwärtig für römisch-katholische Würdenträger, wo dieses Thema verstärkt aufgegriffen werden müßte. Denn dort herrscht eine offizielle negative Darstellung homosexueller Handlungen in der Kirchenpolitik und wer dann selbst bi-/homosexuell und katholischer Würdenträger ist, der darf meinetwegen auch ruhig geoutet werden. Schliesslich gehen andere Kirchen andere Wege und dort können offen homosexuelle Menschen auch Bischof werden (z.B Lutheraner, Reformierte, Uniierte, Anglikaner, Unitarier).

    Da dies aber mittlerweile auch den katholischen Würdenträgern bekannt ist, dass sie von den Medien/der Gesellschaft unter Beobachtung stehen, "gehen" sie noch versteckter mit ihrer sexuellen Orientierung um, damit sie nicht "auffliegen", wie dies vor einiger Zeit einem argentinischen, katholischen Bischof passiert ist.
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