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Wissenschaftler der Universität Montreal konnten für eine Studie keinen einzigen Mann finden, der noch nie Pornos gesehen hat.

"Wir haben für unsere Untersuchung Männer zwischen 20 und 30 gesucht, die noch nie Pornografie konsumiert haben. Wir konnten aber keine finden", erklärte Professor Simon Louis Lajeunesse gegenüber der Lokalpresse. Die Forscher mussten daher ihre Studie ändern: Statt über die Unterschiede von Porno-Konsumenten und –Nichtkonsumenten, ging es nun vordringlich über die Unterschiede zwischen heterosexuellen Männern mit oder ohne einer Partnerin. Insgesamt konnten sie an Universitäten 2.000 Menschen für ihre Befragung rekrutieren. Auf die Sehgewohnheiten schwuler Männer gingen die Forscher dagegen nicht ausdrücklich ein.

Den Zahlen zufolge schauen heterosexuelle Männer nur noch halb so viel Pornos, wenn sie eine Freundin haben: Single-Männer sehen sich Pornofilme drei Mal die Woche je 40 Minuten lang an, während Männer in Beziehungen nur auf 1,7 Pornoausflüge pro Woche mit einer Länge von je 20 Minuten kommen. 90 Prozent des Konsums findet online statt, die restlichen zehn Prozent leihen sich Filme in der Videothek. Überrascht hat die Forscher insbesondere das frühe Einstiegsalter für Pornografie: Demnach werden Männer durchschnittlich im Alter von zehn Jahren mit den ersten Pornodarstellungen konfrontiert.

Wenig Einfluss aufs reale Leben

Die einschlägigen Filme veränderten aber nicht das Sexualleben der Männer. Auch seien Pornokonsumenten nicht eher Alkohol- oder Drogenkonsumenten, wie es von manchen insbesondere religiösen Gruppen behauptet werde. Insgesamt sei der Einfluss von Pornografie auf die Zuseher eher als gering einzuschätzen, erklärte Professor Lajeunesse: "Wenn Pornos wirklich einen so großen Einfluss hätten, müsste man einem Homosexuellen nur heterosexuelle Filme zeigen, um seine sexuelle Orientierung zu verändern. Das funktioniert aber natürlich nicht."

Amerikanische Forscher haben zuvor herausgefunden, dass Männer aus Bundesstaaten, in den Homo-Rechte besonders umstritten sind, eher Pornos konsumieren als andere (queer.de berichtete). In den USA ergötzen sich demnach die Männer am ehesten im Mormonenstaat Utah an Kopulationsvideos. (dk)



#1 MarstophProfil
  • 07.12.2009, 18:26hBerlin
  • Mahlzeit,
    wieso überrascht mich das jetzt nicht?

    Interessanter ist eher die Frage, wie ihr bei der großen Auswahl von möglichen Pornofilmen ausgerechnet ein Bareback-Cover im Artikel zeigt.

    Persönliche Vorlieben des Redakteurs? Sorry, aber ich finde das etwas unangemessen kurz nach dem Welt-AIDS-Tag
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#2 profilatticoAnonym
  • 08.12.2009, 13:06h
  • Wer außer einem intimen Kenner der Materie wie du weiß schon, ob in dem betreffenden Streifen bareback gevögelt wird?
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#3 XDAAnonym
#4 XDAAnonym
#5 10 StundenAnonym
#6 profilatticoAnonym
#7 jochenProfil
  • 08.12.2009, 20:44hmünchen
  • Manchmal.... so ab und an, -
    kommt es mir so vor, daß auch Porno Opium fürs Volk sein kann.
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#8 xdaAnonym
#9 I.Ramos GarciaAnonym
  • 09.12.2009, 11:41h
  • natuerlich, wann etwas je mehr verboten ist, desto mehr & mehr die Menschen das tun/haben wollen (in Bezug auf Utah)
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