Hamburg: Freund des verletzten Dompteurs festgenommen
Der Freund des am Dienstagabend von Tigern verletzten Dompteurs ist in Hamburg festgenommen worden, weil er offenbar aus Verzweiflung die Tiere erschießen wollte.
Der 28-jährige Tiertrainer Christian W. war am Dienstag vor den Augen von rund 200 Show-Gästen in der Hagenbeck’schen Dressurhalle während einer Show mit drei Bengalischen Jungtigern angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und schwere Verletzungen am Kopf. Die Ärzte mussten ihm außerdem eine Hand amputieren. Sein Zustand ist nach wie vor kritisch.
Jetzt hat die Polizei laut einem Bericht der "Welt" den Lebenspartner von W. auf dem Gelände der Dressurhalle festgenommen. Sie hatten zuvor Berichte erhalten, dass der verzweifelte Mann die verantwortlichen Tiere erschießen wollte. Bei einer Durchsuchung der Wohnwägen fanden sie allerdings keine Waffe. Der Mann ist inzwischen wieder freigelassen worden.
(Fortsetzung nach Anzeige)
Die Veranstalter des "Dinner-Zirkus" haben mitgeteilt, dass die Attacke der Tiger kein böswilliger Angriff gewesen sei. "Ein Unfall ist bei besonderen Spitzenleistungen, mit Tieren, am Trapez oder auf dem Hochseil, eben leider immer möglich", heißt es in einer Pressemitteilung. W. war während der Vorführung gestolpert. Weil er am Boden lag, wollten die Raubkatzen lediglich sehen, was mit ihrem Alpha-Tier geschehen ist. Tiger gehen dabei untereinander äußerst rau vor – was bei dünnhäutigen Menschen zu erheblichen Verletzungen führt.
Die Tiershow läuft trotz des Unfalls weiter. Vorführungen finden noch bis zum 31. Dezember statt.
Ein ähnlicher Unfall ereignete sich 2003 in Las Vegas, als Roy Horn ("Siegfried und Roy") während einer Tigershow einen Schlaganfall erlitt. Hier packte das Tier den Dompteur am Nacken und versuchte, ihn von der Bühne zu schleifen. Dabei verletzte es Horn lebensgefährlich. (dk)
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Das erinnert mich sehr an Siegfried und Roy! Wer jedoch den Beruf des Raubtierdompteurs ausübt, hat ein hohes Berufsrisiko. Wie man sieht, sind die Tiere manchmal unberechenbar!
"Tiger gehen dabei untereinander äußerst rau vor – was bei dünnhäutigen Menschen zu erheblichen Verletzungen führt. "
Was für eine sarkastische Äußerung. Ich glaube, wenn drei Tiger mit ihren Krallen und Gebissen mal "testen, was mit dem Alphatier los ist", wird das wohl niemandem gut bekommen.
Ansonsten:
ich kann genausowenig wie bei Siegfried & Roy beurteilen, ob das wirklich normales Verhalten ist, dass dann halt schlimm ausgeht oder nicht. Ich bin ja kein Verhaltens-Biologe. Aber selbst wenn nicht, würde ich das natürlich als Verantwortlicher auch so darstellen, um die Show nicht zu gefährden.
Letztendlich beweist das nur wieder mal eines:
Wildtiere haben in Circus, Variete, etc. nichts zu suchen. Nicht nur wegen Gefahren für Dompteure und teilweise auch Zuschauer, sondern auch, weil Haltung, ständige Transporte und Dressur niemals artgerecht sein können.
Ein Circus der als Tiernummern nur Pferde/Ponys, Hunde oder andere Haustiere hat ist mir auch sehr viel sympathischer. (und die entsprechenden Unternehmen sind auch erfolgreicher)
Übrigens war der klassische Circus auch ein reiner Pferdecircus, der aus den Pferdemenagerien entstand. Das mit den exotischen Tieren kam erst viel später. Auch wenn entsprechende Unternehmen immer gerne Exoten im Circus als klassischen Circus darstellen, so stimmt das historisch einfach nicht!
Von gatopardo Aus Madrid-Landkreis (Spanien) Mitglied seit 02.05.2008
Als Katzenliebhaber kann ich nachvollziehen, dass sogar ein Stubentiger oft versucht, "seinem" Menschen bei Depressionen oder Krankheiten zur Seite zu stehen. Das äussert sich dann auch schon mal mit keineswegs böswilligem aber kräftigem Biss, um uns aufzumuntern.
Wie ich mich zu erinnern glaube, haben sich damals
Siegfried & Roy auch nicht von der "angreifenden Bestie" getrennt ?
Antwort zu Kommentar #3 von gatopardo: Als unkastrierter Linkshänder noch dieses,
was Du aber bei meiner Wahlbekundung
schon kommentiertest: "Jetzt läßt Du die Katze
aus dem Sack"
28.07.2009 - Natur
Kater sind Linkspföter
Die flinken Jäger erledigen anspruchsvolle Bewegungen mit links – weibliche Tiere bevorzugen dagegen die rechte Seite
Kater sind meistens Linkspföter, während weibliche Katzen schwierige Bewegungsaufgaben meist mit der rechten Pfote bewältigen. Das haben britische Forscherinnen in Tests mit insgesamt 42 Hauskatzen herausgefunden. Wahrscheinlich seien Geschlechtshormone bei den Tieren für die unterschiedliche Prägung der Händigkeit verantwortlich, erklären Deborah Wells und Sarah Millsoppa von der Queen's University in Belfast.
Der Artikel in Die Welt, auf den hier Bezug genommen wird, liest sich aber anders. Da ist nicht von einer Festnahme des Freundes die Rede. Außerdem sei das ganze ein Mißverständnis gewesen.
Tiere haben in Zirkusarenen nichts, aber auch rein garNICHTS zu suchen!
Es ist entwürdigend, erbärmlich und mehr als traurig wenn "Domteure und Domteusen" von Löwen, Tigern und anderen Geschöpfen "Männchen und andere Kunstfiguren" vorführen lassen und dem verblödeten Publikum ihre "Allmacht" über die Kreatur präsentieren - genausowenig ist es in Ordnung, Tiere in Zoos einzusperren - wenigstens ist man zwischenzeitlich dazu übergegangen die Gehege mehr dem natürlichen Umfeld anzupassen´, aber in Ordnung ist es trotzdem nicht
Von gatopardo Aus Madrid-Landkreis (Spanien) Mitglied seit 02.05.2008
Antwort zu Kommentar #6 von anonymus: Das ist auch meine Überzeugung, obwohl ich nicht gewagt habe, sie hier zur Diskussion zu stellen. Ergänzend halte ich jedoch geräumige Gehege in Zoos, wo sie einigermassen artgerecht gehalten werden, vielleicht immer noch besser als die für die Tiere ständig karger werdende freie Natur, wo ihre Überlebenschancen Jahr für Jahr schwinden.
Antwort zu Kommentar #6 von anonymus: hallo!
tiere gehören in den zirkus und erst recht in einem zoo! die welt platzt vor menschen, rückzugsgebiete und lebensraum für tiere schwindet tagtäglich! einige Tierarten wären von der bildfläche längst verschwunden wenn es nicht zoo's geben würde! arten leben zum teil nur noch in zoo's in freier wildbahn hätten diese keine überlebensmöglichkeit! tierschutz ist richtig, aber leider gibt es viel zu viele "tierschutzidioten" die mit den arsch das kaputt machen, was sie mit dem kopf aufgebaut haben! in den zoo gehen viele menschen, weil eine reise zu den lebensräumen( wenn überhaupt noch vorhanden!) nicht bezahlbar ist und sich nicht jeder leisten kann! wollt ihr diesen leuten durch verbot von zoo und zirkus auch noch diese freude nehmen? ein mensch schützt nur das was er kennt! wenn es nicht so traurig wäre müsste man über so viel unkenntnis und blödheit von euch "tierliebhabern & schützer" nur lachen! denkt zum beispiel nur mal an die löwenäffchen aus dem dschungel von brasilien! nur wenige tiere lebten noch in freier natur, so das nur eine zucht in den zoo' weltweit ein überleben ermöglichte! heute kann man dort wo die bedingungen es zu lassen wieder tiere auswildern, dank der zoo-zuchtprogramme! also mal den ball flach halten und hirn einsetzen!
ein begeisteter zoo und zirkusfreund und tierpfleger der in einem so von dir geschilderten zoo-kz arbeitet und gelernt hat!
Von gatopardo Aus Madrid-Landkreis (Spanien) Mitglied seit 02.05.2008
Antwort zu Kommentar #9 von Mirko: Für den Zirkus würde ich nicht plädieren, da ich anerzogene und den Menschen nachempfundene Kunststücke an Tieren für fragwürdig halte. Der Zoo ist dagegen ein letztes und ausgezeichnetes Rückzugsgebiet der verschwindenden Arten, die nirgends mehr einen Lebensraum haben. Etwas anderes machen wir als Katzen- und Hundehalter ja auch nicht, sondern garantieren unseren Vierbeinern ein gesichertes Dasein in Haus und Garten.