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PolitikDeutschland
  • 11.12.2009           7       | | |

Köln: Frau als Vater anerkannt

Erfolg für ein lesbisches Paar: Auch nach einer Geschlechtsanpassung kann eine Frau noch Vater werden.

Das Oberlandesgericht Köln hat das in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden. In dem komplizierten Fall ging es um die Klägerin "Brigitte", die als "Bernd" zur Welt gekommen war (Namen geändert). 1997 unterzog sie sich einer Geschlechtsanpassung, ließ aber ein Spermadepot in einer Samenbank anlegen. 2006 wurde Brigittes Lebenspartnerin mit dem Sperma in Belgien befruchtet; in Deutschland wäre das verboten gewesen. Sie brachte daraufhin Anfang 2007 den gemeinsamen Sohn zur Welt.

Das Kölner Standesamt weigerte sich nach der Geburt, den Namen der Spermaspenderin in die Geburtsurkunde einzutragen, da nur Männer Väter seien könnten. "Brigitte" ist aber schon seit rund zehn Jahren offiziell als Frau anerkannt. Die überforderten Beamten leiteten den Fall daher an die Justiz weiter. Das Oberlandesgericht entschied, dass die Frau als leiblicher Vater des Kindes in die Geburtsurkunde aufgenommen werden müsse und begründete das mit dem Transsexuellengesetz. Demnach muss das Verhältnis einer transsexuellen Person zu ihren Kindern von der Änderung der Geschlechtszuordnung unberührt bleiben solle. Es spiele dabei keine Rolle, ob die betreffende Person zum Zeitpunkt der Zeugung oder der Geburt bereits ihre Geschlechtsanpassung hinter sich habe.

(Fortsetzung nach Anzeige)


Die Richter erklärten auch, dass so die Rechte des Kindes geschützt werden würden, das über seine Herkunft Bescheid wissen müsse. Es sei eine unakzeptable Belastung für Menschen, wenn ihre Abstammung nicht urkundlich festgehalten sei.

Allerdings erklärten die Richter, dass Brigitte mit dem früheren männlichen Namen "Bernd" in die Geburtsurkunde eingetragen werden müsse, "um bei Dritten keinen Anlass zu Spekulationen zu geben und der Gefahr einer Offenlegung der Transsexualität eines Elternteils vorzubeugen". (dk)

(Az. 16 Wx 94/09)


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Tags:  transsexuelle   köln 
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Reaktionen zu "Köln: Frau als Vater anerkannt"


 7 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)


Die ersten:   
#1
11.12.2009
18:06:34


(-9, 9 Votes)

Von Hando

Das arme Kind!

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#2
11.12.2009
18:54:40


(+7, 7 Votes)

Von Autobatterie

Antwort zu Kommentar #1 von Hando:
Es gibt viele Arten armer Kinder.
1. Kind hat nur ein Elternteil = allein(v)erziehend.
2. Kind hat nur Onkel,Tante,Grosseltern, sonst. Blutsverwandte.
3. Kind hat garkeine Eltern und Blutsverwandte.

Oder das Kind hat Eltern als Mutter+Vater.
4. Die Eltern kuemmern sich nicht.
5. Die Eltern sind unfaehig ein Kind gross zu ziehen.
6. Die Eltern misshandeln das Kind.
7. Die Eltern koennen sich finanziell kein Kind leisten.
8. Die Eltern geben das Kind zur Adoption frei oder als Saeugling zur Babyklappe.

Alles arme Kinder, und ab hier beginnen erst die Details. Gesundheitliche Aspekte wie z.B. Behinderung etc. lasse ich der Einfachkeithalber mal weg.

Aber wehe ein Kind waechst bei einem schwulen/transsexuellen Paar auf, dann kommen die Bedenkentraeger aus ihren Loechern, dann gibt es die oben genannten armen Kinder alle nicht. All diese Kinder sind schon lange nicht mehr im Fokus der Aufmerksamkeit. Diese Art Kinderverachtung scheint gesellschaftlich akzeptiert.

Von daher kannst Du Dir "das arme Kind" sparen.

Autobatterie

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#3
11.12.2009
19:11:00


(+3, 3 Votes)

Von goddamn. liberal

Antwort zu Kommentar #1 von Hando:
"Richtet nicht, auf dass Ihr nicht gerichtet werdet!"

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#4
12.12.2009
20:09:31


(+2, 2 Votes)

Von sylviafee
Aus Berlin
Mitglied seit 02.05.2008

Mich würde auch einmal interessieren, warum das Kind ein armes sein soll???
Weil es bei zwei Frauen aufwächst???
Haben die beiden kein Geld????
Weil die eine Mutter einmal Bernd als Namen trug??
Ist das Kind behindert oder warum ist es ein armes Kind????
Oder ist einfach der Verfasser ein armer Mensch weil er wenig Gehirn hat (benutzt)???

Nebenbei war ich zuerst überrascht die Schlagzeile verwirrt ja doch, aber man hier frau sollte immer bis zum Ende lesen und dann urteilen.
Die Entscheidung war richtig und überraschte mich dann nicht mehr, als ich las, dass das LG entschied den Ursprungsnamen in die Geburtsurkunde einzutragen.
Mein Bravo dem Gericht denn so vermeidet das Gericht eine eventuelle Diskriminierung dem Kind gegenüber.
Dies sollten sich alle Ts überlegen bevor sie zuschlagen.

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#5
14.12.2009
11:41:40


(-3, 3 Votes)

Von XDA

Antwort zu Kommentar #2 von Autobatterie:
Nr. 8 ist doch gut, denn in vielen Fällen hat es ein Kind besser, wenn es in einer Adoptivfamilie lebt, als bei Hartz 4 Assis, die nur fressen und ficken.

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#6
15.12.2009
02:26:21


(+1, 1 Vote)

Von Pädagogin

Antwort zu Kommentar #5 von XDA:
Was für eine widerliche sozialrassistische und volksverhetzende Beleidigung!

"Assis" sind diejenigen, die Menschen und deren Kinder in eine solche Situation bringen, während sie sich und ihren mächtigen Freunden die Taschen füllen!

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#7
18.12.2009
17:41:50


(+1, 1 Vote)

Von sylviafee
Aus Berlin
Mitglied seit 02.05.2008

Kann mir eigentlich einmal jemand erzählen, warum Menschen die beleidigen, Volksverhetzende, Diskriminierende Aussagen machen immer anonym schreiben.
Sind Dumme, sorry Doofe, denn für Dummheit können einige nichts, auch noch feige ?

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