Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11526

Ein CDU-Mitglied, das im Ortsverband Meersburg am Bodensee durch homophobe Äußerungen aufgefallen war, hat die Partei verlassen.

Ende November hatte Werner Leicht aus Stetten bei der Hauptversammlung des Ortsverbandes Homosexuelle als "krank" und "pervers" bezeichnet. Er kritisierte, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung Schwule und Lesben im Beamtenrecht gleichstellen will und nannte es "einen großen Fehler, Homosexualität nicht mehr als Krankheit anzusehen". Der Diplom-Ingenieur forderte seine Parteifreunde auf, sich bei "Mandatsträgern" zu beschweren.

Nun hat Leicht nach Angaben der "Konstanzer Zeitung" seine Partei verlassen. Allerdings wolle niemand in der Partei Stellung zu den Hintergründen des Austritts nehmen.

Bei der Hauptversammlung hatte laut "Südkurier" nach Leichts Auslassungen eine Debatte über Homosexualität stattgefunden. Dabei musste Leicht - neben vereinzelter Zustimmung - auch herbe Kritik einstecken. So warf ein 19-jähriges Parteimitglied ein: "Ein Grund, warum es weniger Zulauf zur christlichen Partei gibt, ist diese Intoleranz." Für den Schüler war aber schon das Ende der Intoleranz in Sicht: "Die Meinung stirbt mit ihm aus", so Adrian Künstler.

In der Union kommt es immer wieder zu homophoben Äußerungen von Einzelnen, obgleich viele Homo-Hasser wie Martin Hohmann die Partei inzwischen verlassen haben. Für die CSU im Bundestag sitzt allerdings weiter Norbert Geis, der erst letzten Monat in einer Fernsehshow Homosexualität als "Fehlentwicklung" bezeichnet hatte (queer.de berichtete).

Zuletzt sorgte Christoph Bergner, ehemaliger Ministerpräsident Sachsen-Anhalts und gegenwärtig CDU-Staatssekreatär im Innenministerium für Schlagzeilen, als er schwulen und lesbischen Jugendlichen eine "massive Persönlichkeitsstörung" attestierte (queer.de berichtete). (dk)



22 Kommentare

#1 TimmAnonym
  • 14.12.2009, 16:31h
  • Homo-Hasser haben in der CDU nichts verloren. Wer so denkt, hat in der CDU keine Heimat und das dürften ihn wohl Angela Merkel, Ole von Beust und die homosexuellen Mitglieder der LSU entsprechend klarmachen.

    Solche Leute sollen bei den Republikanern oder bei der NPD mitmischen, aber in der CDU sind diese Leute fehl am Platz.

    Übrigens hat jetzt die christdemokratische ÖVP in Österreich der Eingetragenen Partnerschaft zugestimmt.

    Wer sich als Homo-Hasser zeigt, steht rechts und außerhalb der CDU. Und solche Leute sollten einmal auch das aktuelle CDU-Grundsatzprogramm lesen. Ich finde es gut, dass die CDU solchen Leuten letztlich keinen Platz in der CDU gibt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 jorgosAnonym
#3 MarekAnonym
  • 14.12.2009, 17:08h
  • Antwort auf #1 von Timm
  • Wenn es wirklich so wäre, wie von Dir beschrieben, müsste die Union aber alle Homohasser aus ihren Reihen entfernen. Auch die, die nicht so peinlich auffallen und die Sache geschickte angehen. Und nicht nur die, die sich zu solchen Äußerungen hinreißen lassen und die Partei Stimmen kosten.

    Aber nein, dann würde die Union ja um 90% schrumpfen...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SchnappiAnonym
#5 tobear
  • 14.12.2009, 17:37h
  • es wäre sicherlich interessant mal zu untersuchen, was dieser Herr Leicht (diplom.Ingineur) aus Meersburg, für Leichen im Keller hat.

    so christlich rechtschaffen ist der wohl auch nicht, wenn er eine lokalpolitische Veranstaltung dazu nutzen muß sich über einen Teil der Gesellschaft negativ auszulassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 bastapapsta
  • 14.12.2009, 17:46h
  • Antwort auf #1 von Timm
  • Auch wenn es wenige im Bezug auf das Thema Akzeptanz gegenüber Homos gesehen Vernünftige Mitglieder gibt, die man an der Hand abzählen kann, ist die CDU eine Brutstätte für Homo Hasser.
    Warum ist Mappus zB. immer noch im Amt ?
    Mappus muss gestürtzt werden !

    Über Kristina Köhler, die gegen eine völlige Gleichstellung ist und gegen Ausländer hetz, habe ich hier schon zu genüge geschrieben- siehe meine anderen Kommentare.

    Hoffentlich wird die Kriegspartei CDU in 4 Jahren abgewählt.....
  • Antworten » | Direktlink »
#7 UnitedAntifaAnonym
  • 14.12.2009, 17:49h
  • @timm: Und wer soll dann noch in der CDU sein? Wenn Du alle Homohpoben, Rassisten, Rechten aus der CDU wirfst, dann kannste den Laden auch dicht machen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TimmAnonym
  • 14.12.2009, 18:51h
  • @Marek

    Diese Ansicht und Vermutung teile ich in dieser von dir angegebenen Größenordnung nicht.

    Auch in der CDU finden gesellschaftliche positive Fortschritte statt und das aktuelle Parteiprogramm zur Akzeptanz homosexueller Paare ist auch nicht "aus Zufall" einfach mal entstanden.

    Nein das bewerte ich da anders; sicherlich ist die CDU nie ein Vorreiter homopolitischer Rechte gewesen; aber auch dort ändern sich die Zeiten und die Anzahl der Homo-Hasser dort dürfte viel, viel niedriger liegen, als du unterstellst.

    Da verwechselst du dann die CDU in ihrer Zusammensetzung mit der NPD.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 MarekAnonym
  • 14.12.2009, 19:38h
  • Antwort auf #8 von Timm
  • "Auch in der CDU finden gesellschaftliche positive Fortschritte statt und das aktuelle Parteiprogramm zur Akzeptanz homosexueller Paare ist auch nicht "aus Zufall" einfach mal entstanden."

    1. Richtig, "aus Zufall" nicht, sondern aus Kalkül.

    2. Akzeptanz wäre, wenn man uns völlig gleichstellen würde. (inkl. Eheöffnung, Adoptionsrecht, Art. 3 GG)

    3. Sie gestehen uns nur das zu, wozu sie (z.B. durch Wahlergebnisse, Gerichtsurteile, etc.) gezwungen werden (was sie ja sogar noch zugeben).

    4. Wenn die Zahl der Homohasser in der Union tatsächlich so gering wäre, wieso lassen sich dann all die anderen von dieser Minderheit eine rückständige, unmenschliche und Wählerstimmen kostende Politik vorschreiben?

    5. Gehe mal zu den Versammlungen der Ortsverbände, etc. und höre mal, wie die über Schwule denken. Natürlich können die Parteiführer sehr schön drum rum reden und das ganze so verpacken, dass es nicht mehr so schlimm klingt.

    Aber selbst bei denen sollte eines auffallen: wenn die wieder mal beteuern, dass sie ja gar nichts gegen Schwule hätten, hören alle diese Sätze mit einem "ABER" auf. Und dieses ABER bestimmt dann auch die reale Politik außerhalb irgendwelcher Reden.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 AxelAnonym