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Der Heilige Stuhl verurteile alle Formen von Gewalt und Diskriminierung gegenüber Schwulen und Lesben, erklärte der Vertreter des Vatikans bei den Vereinten Nationen in einer Stellungnahme.

Wie "Radio Vatikan" berichtet, verurteile der Kirchenstaat insbesondere Menschenrechtsverletzungen wie Folter und Exekutionen von Homosexuellen, wie sie in einigen Ländern gang und gäbe sei. "Mord und Misshandlung von homosexuellen Menschen müssen auf allen Ebenen bekämpft werden, speziell wenn die Gewalt vom Staate ausgeht", erklärte der vatikanische UN-Repräsentant Philip J. Bené. "Die Ansichten des Heiligen Stuhles über die Konzepte der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität sind bekannt, aber wir rufen alle Staaten und Personen auf, die Rechte von allen Menschen zu respektieren und deren angeborene Würde zu schützen."

Die Stellungnahme wurde bei einer Podiumssitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen anläßlich des Tages der Menschenrechte eingebracht. Indirekt ging der Vatikan damit auch auf die geplante Todesstrafe für Schwule in Uganda ein, die von anderen Vertretern während der Debatte mehrfach erwähnt wurde. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bezeichnet die Stellungnahme als bahnbrechend, auch wenn der Vatikan sich inhaltlich mehrfach ähnlich geäussert habe.

Politisch bekämpft der Vatikan stets die Gleichbehandlung von Homosexuellen, etwa im Eherecht. Im derzeit gültigen Katechismus der Katholischen Kirche aus dem Jahre 1992 wird festgehalten, dass Schwule und Lesben "gegen das natürliche Gesetz" verstießen: "Homosexuelle Handlungen" seien "in keinem Fall zu billigen", heißt es weiter. Allerdings könnten Homosexuelle manchmal ihre Veranlagung nicht wählen. Daher müsse ihnen mit "Achtung, Mitleid und Takt" begegnet werden.

"Schwule kommen nicht in den Himmel"

Die Repräsentanten des Vatikans gehen allerdings selbst häufig verbal gegen Schwule und Lesben vor. Erst vor zwei Wochen erklärte etwa Kardinal Javier Lozano Barragán, dass Schwule und Lesben "niemals" in den Himmel kämen (queer.de berichtete).

Immer wieder bringt die Kirche auch Homosexuelle mit Kinderschändern in Verbindung: So erklärte Erzbischof Silvano Tomasi im Oktober, dass Schwule an den Pädo-Skandalen der katholischen Kirche schuld seien (queer.de berichtete).

Dagegen seien Eingetragene Partnerschaften, in denen sich Schwule und Lesben Treue schwören, nach Ansicht von Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen "abartig" (queer.de berichtete).

Auch Papst Benedikt XVI teilt gerne aus: bei seinem Jahresrückblick 2008 erklärte er, dass Menschen mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen "Gottes Werk" vernichten würden (queer.de berichtete). In einer niederländischen TV-Show wurde der Papst wegen Aussagen wie dieser der Diskriminierung von Homosexuellen für schuldig befunden (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

36 Kommentare

#1 HandoAnonym
  • 15.12.2009, 17:35h
  • Das Problem ist Joseph Ratzinger selbst, der krank vor (Selbst-)Hass auf Schwule ist. Die ihm unterstellten Kleriker haben verstanden, wie man zur Zeit in der katholischen Kirche Karriere bzw den Papst auf sich aufmerksam macht - durch verbales Einschlagen auf Schwule und Lesben! Solange Ratzinger lebt, wird sich die Situation nicht ändern.
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#2 MeersburgerAnonym
#3 KonstantinEhemaliges Profil
  • 15.12.2009, 18:03h
  • ... und das von DEM Verein, der historisch das meiste Blut vergossen hat? Sorry, wenn ich herzhaft lachen muss!
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#4 Liedel
  • 15.12.2009, 18:29h
  • Alan Poseners Streitschrift "Benedikts Kreuzzug" muss ja Spuren hinterlassen haben
    Erst jüngst betonte Benedikta gegenüber Hotte Köhler, dass die Bundesrepublik und mit ihr die "westliche Gesellschaftsordnung" ja nun doch "ein Beweis für die Vorzüge der westlichen Gesellschaftsordnung gegenüber dem Kommunismus sei".
    (Posener wirft ihm vor, anders als sein Vorgänger, beide Systeme zu verdammen, während die "westliche Gesellschaftsordnung" für Polen-Paule das kleiner Übel dargestellt habe...).

    Und nun diese Erklärung. Na ja. Warten wir mal ab, wie sich die Menschenrechtsstandards auf UN- Ebene weiterentwickeln. Vor allem welche Rolle der Vatikan einnimmt, wenn es mal wieder um das Merkmal "sexuelle Orientierung" als integralen Bestandteil der Menschenrechte geht.
    Jede Wette! Die hier zitierte Erklärung wird vergessen sein und die "unheilige Allianz" wieder auftauchen: der Vatikan Hand in Hand mit Saudi- Arabien, der Vereinigten arabischen Emirate, Mauretanien, Nigeria, Sudan, Jemen, dem Iran. Und schwuppdiwupp ist die nächste UN- Resolution gescheitert. Wie 2003, 2004 und zuletzt 2008...

    "Mord und Misshandlung von homosexuellen Menschen müssen auf allen Ebenen bekämpft werden, speziell wenn die Gewalt vom Staate ausgeht". Harrharr!

    Vor dem Hintergrund des bisherigen Verhaltens des Vatikan im Bündnis mit diesen Staaten: hohle Phrasendrescherei
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#5 KimAnonym
  • 15.12.2009, 18:44h
  • Es ist doch ganz einfach, was die Kirche sagt: Schwule und Lesben dürften nicht menschenverachtend behandelt werden, man solle sie anstatt dessen lieber therapieren und ihnen mit Gottes Hilfe dann wieder zurück zum heterosexuellen Lebensstil verhelfen. Frei nach dem Motto: Gott liebt auch diejenigen, die krank im Geiste sind, und wir, die Kirche müssen diesen Kranken helfen.

    Mein lieber Gott, sag ich da nur...
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.12.2009, 18:45h
  • Der Vatikan spricht mit gespaltener Zunge! Zuerst ist er gegen Schwule und Lesben in seiner Kirche und dann verurteilt er deren Diskriminierung! Wie paßt das nur zusammen? Tja, den Seinen gibts der Herr im Schlaf!
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#7 bastapapsta
  • 15.12.2009, 18:59h
  • "Der Heilige Stuhl verurteile alle Formen von Gewalt und Diskriminierung gegenüber Schwulen und Lesben, erklärte der Vertreter des Vatikans bei den Vereinten Nationen in einem Brief."

    Wieder wird deutlich, dass der vatikan nur aus Lügnern und Heuchlern besteht. dank dem Vatikan ist eine UN Erklärung gescheitert, welche die Ächtung und Todesstrafen gegenüber Homos verboten hätte.

    www.queer.de/detail.php?article_id=9725

    "Daher müsse ihnen mit "Achtung, Mitleid und Takt" begegnet werden."

    Gegenüber den armen, kranken Vatikananhängern habe ich echt nichts anderes als Mitleid übrig.....

    "Schwule kommen nicht in den Himmel"
    War einer von den besagten "Spezialisten" schonmal im Himmel oder der Hölle ?
    Die plappern nur tote alte Schriften nach und glauben, wenn sie brav Papagei spielen haben sie die Weisheit mit Löffeln gefressen ! Diese Geistlichen können uns also getrost am ARSCH vorbei gehen auch wenn sie sich daran insgeheim am liebsten belustigen würden....

    "Immer wieder bringt die Kirche auch Homosexuelle mit Kinderschändern in Verbindung: So erklärte Erzbischof Silvano Tomasi im Oktober, dass Schwule an den Pädo-Skandalen der katholischen Kirche schuld seien"

    Da wird schnell der Spieß umgedreht: Wir sind also schuld an den Mißbrauchsfällen, wo Geistliche sich an ihren "Schafen" vergreifen ?
    Was für ein schizophrener geistiger Müll aus dem Vatikan kommt. Man will nicht warhaben, dass der Zölibat nicht funktioniert ( gegen die Natur ist ) . Dadurch kommt es zu perversen Mißbrauchsfällen in der Kirche, wo auch körperliche Gewalt und gegenüber "Schützlingen" angewendet wird, wie sich jüngst wieder bestätigte :

    www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/1285759/details_8.
    htm


    Das wird wenn es innerhalb der Kirche rauskommt von dieser unter den Teppich gekehrt und Opfer durch Erpressung zum Schweigen gezwunegn.

    "Dagegen seien Eingetragene Partnerschaften, in denen sich Schwule und Lesben Treue schwören, nach Ansicht von Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen "abartig" (queer.de berichtete [3]). "

    Mit welchem Recht mischen diese machtbesessenen Neurotiker in die Politik ein, welche versuchen, auch andersgläubige zu denunzieren ?

    "Auch Papst Benedikt XVI teilt gerne aus: bei seinem Jahresrückblick 2008 erklärte er, dass Menschen mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen "Gottes Werk" vernichten würden"

    Davon abgesehen, dass dieser Mann der größte Heuchler ist, ist es lächerlich, was diese Person
    wohl für schwache Gehirnwindungen hat die solch einen geistigen Müll hervorbringen...

    Meiner Meinung nach gleicht der Vatikan einer Psychiatirie in der aber die Psychiater fehlen und die Patienten sich selbst überlassen sind....

    Katholische kirche, Vatikan, ein einziger, destruktiver Machtapparat...

    Für alle, die aus der Kirche austreten möchten, hier findet ihr anschauliche Infos zu diesem Vorgang :
    Link zu www.kirchenaustritt.de

    Zu empfehlen ist eine interessante Page, welche über die Verbrechen der Kirche informiert :

    Link zu www.theologe.de

    Die Beichte der Päpste :

    www.youtube.com/watch?v=RoXpqPTIIXU

    Zum Auflockern was Lustiges :

    www.youtube.com/watch?v=Dd4frGTooaw

    www.youtube.com/watch?v=DgjSE6wntGo
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#8 puru:ravasAnonym
#9 LorenProfil
  • 15.12.2009, 19:46hGreifswald
  • "Achtung, Mitleid und Takt" - es lebe das Wortgeklingel! Na ja, ist ja Weihnachtszeit.
    Im Neuen Jahr dann wieder feste druff .
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#10 Kristian
  • 15.12.2009, 19:55h
  • "Immer wieder bringt die Kirche auch Homosexuelle mit Kinderschändern in Verbindung: So erklärte Erzbischof Silvano Tomasi im Oktober, dass Schwule an den Pädo-Skandalen der katholischen Kirche schuld seien"
    Missbrauch ist ja immer schlecht und Sex zwischen Priestern und unter 18-jährigen ja auch meistens Missbrauch. Warum aber Sex zwischen einem Priestern und 15-18 jährigen Jungen Kinderschändung sein soll und vor allem pädophil motiviert, erschließt sich mir einfach nicht. Klar kann man dumme Klassifikationen wie in den USA (alle Leute unter 18 Jahren sind Kinder) übernehmen. Das macht aber nicht alle diese Priester zu Pädophilen, wäre ja auch noch schöner...
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