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Bis April 2010 soll ein neues Ehegesetz in Portugal in Kraft treten, mit dem auch Hochzeiten von gleichgeschlechtlichen Paaren legalisiert werden sollen.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, gehört ein neuer Gesetzesentwurf zu den Prioritäten der sozialistischen Regierung unter Ministerpräsident José Sócrates. Es soll voraussichtlich im kommenden Monat im Parlament beraten werden. Eine Mehrheit im Parlament gilt dank der Stimmen von Mitte-links-Parteien als sicher.

Verabschiedet das Parlament die Ehe-Öffnung, kann Präsident Aníbal Cavaco Silva von der konservativen sozialdemokratischen Partei das Gesetz unterschreiben oder sein Veto einlegen. Er könnte die Liberalisierung allerdings nur für kurze Zeit blockieren, da das Parlament ein Veto des Präsidenten überstimmen kann.

Homo-Ehe vor Benedikt-Besuch?

Sollte der Entwurf problemlos die gesetzlichen Hürden nehmen, könnten im April die ersten gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen werden – wenige Wochen, bevor Papst Benedikt XVI das katholische Land vier Tage lang besuchen wird. Im Vorfeld der Parlamentswahlen vom September 2009 hatte die katholische Kirche wegen dem Thema Homo-Ehe in den Wahlkampf eingegriffen: Ein Kirchensprecher hatte erklärt, dass das Land durch die geplante Ehe-Öffnung "bedroht" sei, und die Wähler aufgefordert, konservative Parteien zu wählen (queer.de berichtete). Dennoch setzte sich eine Mitte-links-Regierung durch.

Portugal wäre das sechste Land in Europa, das Schwule und Lesben im Eherecht gleichbehandelt. Bisher haben der Nachbar Spanien, die Niederlande, Belgien, Schweden und Norwegen die Regenbogenehe eingeführt. 13 weitere europäische Länder, darunter auch Deutschland und ab Januar Österreich, erlauben die Registrierung von Partnerschaften, verbieten Schwulen und Lesben allerdings zu heiraten. (dk)



11 Kommentare

#1 JoonasAnonym
  • 18.12.2009, 13:56h
  • Bravo!

    Ich fürchte zwar, dass die Ewiggestrigen auch jetzt wieder alles aufbieten werden und mit allen schmutzigen Tricks arbeiten werden, um das noch zu verhindern - hoffe aber, dass das nicht gelingt und die Ehe in Portugal nächstes Jahr komplett geöffnet wird....

    Das wäre dann der 6. Staat in Europa!

    Das zeigt aber auch mal wieder wie rückständig Deutschland ist. Und mit Schwarz-Gelb wird sich da auch die nächsten 4 Jahre nichts dran ändern.

    Herzlichen Glückwunsch Portugal für den Schritt ins 21. Jahrhundert! Das wird Portugal nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich, politisch und kulturell weit nach vorne bringen.
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#2 gatopardo
  • 18.12.2009, 14:41h
  • Antwort auf #1 von Joonas
  • Unsere portugiesischen Nachbarn haben das ganze Theater der hetzerischen Propaganda des national-katholischen Arms noch vor sich, bevor die Homo-Ehe über die Bühne gehen kann.Wir haben das hier schon alles hinter uns und wissen, in welche altbekannten Mottenkisten diese Heuchler zu greifen imstande sind, um ihre Macht zu sichern. Noch frische jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Klerikalfaschisten auf der Iberischen Halbinsel schärft die Sinne !
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#3 Timm/GerdAnonym
  • 18.12.2009, 15:17h
  • Das wäre eine sehr schöne Nachricht und würde mich für Portugal sehr freuen. Hoffentlich klappt das in Lissabon....

    Und der katholische Klerus sollte endlich hinzulernen und deren Zwangszölibat aufgeben, an den sich "sowieso" viele katholische Priester nicht halten und heimlich eine Freundin ("die getarnte Haushälterin") oder einen Freund haben.

    Sehr schön wenn dies 2010 in Portugal Erfolg hätte.
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#4 Julek89
  • 18.12.2009, 15:19h
  • Tja...die Sozialisten eben...

    mag nicht jeder...aber naja...deren Ansichten sprechen für uns :)

    In dem Sinne...

    Ich hoffe es wird was...denn, je mehr Länder die Ehe öffnen werden...desto mehr Druck herrscht auf den anderen ...
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 GarotaoAnonym
  • 18.12.2009, 17:23h
  • "Der Text wurde nicht nur von der konservativen Opposition, sondern - aus anderen Gründen - auch von Homosexuellenverbänden kritisiert. Man wolle eine "Ehe zweiter Klasse" einführen, meinte die Bewegung "Rosarote Panther". Der Entwurf sei wegen der Adoptionsfrage "diskriminierend"."

    Let's go the whole hog!
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#7 TimotheusAnonym
  • 18.12.2009, 18:49h
  • Antwort auf #6 von Garotao
  • Ist das so mit der Adoption? Ich finde Dein Zitat im Artikel nicht, könntest Du eine Quelle nennen?

    Wenn das echt so ist, ist das doch noch eine Ehe 2. Klasse. Andererseits wird es dann wohl auch nur eine Frage der Zeit sein, bis auch in diesem letzten Punkt die Vernunft siegt.

    Ansonsten:
    Hoffentlich klappt das! Je mehr Staaten zeigen, dass die Eheöffnung nicht die Welt untergehen lässt, sondern sogar Vorteile (für alle, nicht nur Betroffene) bringt, desto mehr gehen des Konservativen der Welt die Argumente aus.
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#8 GarotaoAnonym
#9 TimotheusAnonym
  • 18.12.2009, 21:47h
  • Antwort auf #8 von Garotao
  • In Deutschland haben wir ja leider gar keine Eheöffnung, weder eine komplette noch eine zweiter Klasse ohne Adoptionsrecht.

    In Deutschland haben wir ja nach wie vor nur diese eingetragene Lebenspartnerschaft. Vielleicht kann man das dann wirklich als Ehe 3. oder 4. Klasse bezeichnen.
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#10 Simon ACAnonym
  • 20.12.2009, 15:17h
  • Es ist schade, dass das Adoptionsrecht außen vor bleibt. Nicht nur, weil es dadurch dann doch wieder (wie von Homoverbänden kritisiert) eine Ehe 2. Klasse bleibt, sondern gerade auch des Kindeswohls wegen.

    Aber vielleicht kommt das ja auch noch, wenn die Ehe erst mal geöffnet ist. Wollen wir hoffen, dass nicht auf den letzten Metern noch was dazwischen kommt. Langsam gehen den Gegnern immer mehr die Argumente aus.

    Und besser als diese eingetragene Lebenspartnerschaft aus Deutschland ist es allemal...
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