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Der Staat Kalifornien erwägt, künftig Kondome in neu produzierten Pornofilmen gesetzlich vorzuschreiben.

Wie eine dem Gesundheitsministerium unterstellte Behörde mitteilte, prüfe man gegenwärtig ein Barebackverbot in allen im Bundesstaat produzierten Pornofilmen umzusetzen. Die Aids Healthcare Foundation, eine Aidshilfe-Gruppe aus Los Angeles, hatte zuvor eine Petition an die Behörde übergeben. Die Aktivisten kämpfen bereits seit Jahren für die Kondompflicht. Die Produktion von kondomfreien Pornos müsste nach deren Meinung verboten werden, um die Darsteller zu schützen und keinen Nachahmeffekt bei den Käufern hervorzurufen. Die verantwortliche Behörde hat zugesagt, innerhalb von zwei Monaten Stellung zum Thema zu nehmen.

"Die Pornoindustrie hat sich bislang geweigert, ihre Angestellten vor Krankheiten zu schützen", erklärte Michael Weinstein, Chef der Aids Healthcare Foundation. "Das hat dazu geführt, dass tausende Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten angesteckt wurden." Tatsächlich stecken sich Darsteller nach Zahlen der Gesundheitsbehörde von Los Angeles zehn Mal eher mit sexuell übertragbaren Krankheiten an als die Durchschnittsbevölkerung. Von 2003 bis 2007 hat die Behörde 2.013 Fälle von Chlamydien und 965 Fälle von Tripper unter Pornodarstellern registriert.

Gerade in der schwulen Pornografie sind Bareback-Sexfilme umstritten, obwohl sie in den letzten Jahren ihren Marktanteil deutlich steigern konnten. In Europa halten sie zirka 60 Prozent des Marktes. Vereinzelt weigern sich Sex-Shops dennoch, kondomfreie Filme anzubieten (queer.de berichtete). Vor zwei Jahren kam es beim Kölner CSD zu einer emotionsgeladenen Auseinadersetzung, als ein Bareback-Label mit einem eigenen Paradewagen am Cologne Pride teilnahm (queer.de berichtete).

n Deutschland spricht sich einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr zufolge knapp die Hälfte der Bevölkerung für ein Verbot von Bareback-Filmen aus (queer.de berichtete). (dk)



22 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.12.2009, 16:56h
  • Eine vernünftige Regelung. Fragt sich nur, ob sie auch umgesetzt wird. Ich glaube nicht, daß damit die Barebackfilme gänzlich verschwinden werden.
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#2 Benedictus
#3 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 18.12.2009, 18:08h
  • Antwort auf #2 von Benedictus
  • Die magst Du geiler finden, aber sie sind für die, die sie drehen, nicht weniger risikobehaftet. Ob wer aus finanziellen Gründen bareback fickt, oder ob er's aus Lust an der Freude tut, wo siehst Du da einen Unterschied? Und komme mir niemand mit dem Märchen: "Amateur-Bareback-Ficker gleich Freundespaare gleich sexuelle Treue gleich nix an Risiko."
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#4 PrignitzerEhemaliges Profil
#5 jochenProfil
  • 18.12.2009, 18:55hmünchen
  • Einerseits wird beim Thema Barebacking noch diskutiert man, ob man es verbieten soll, während die Verbote für Raucher immer strikter bis blödsinnig werden(Rauchverbot auch da wo es niemanden stört) und die Stimmung gegen Raucher teilweise regelrecht hysterisiert wird.

    Es ist doch klar, dass EIN EINZIGER Barebackfick weit gefährlicher sein kann als eine Zigarette.

    Da stimmen die Verhältnismäßigkeiten doch ncht mehr.

    Was so breite Massenkampagnen ( wie z. B gegen das Rauchen) doch alles bewirken können in unserer Welt des mündigen und aufgeklärten Bürgers.
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#6 UnitedAntifaAnonym
#7 UnitedAntifaAnonym
  • 18.12.2009, 19:25h
  • Das dürfte schwierig durchzusetzen sein, denn erstens sind heutig Amateurvideokameras schon fast so gut wie Profigeräte, das Internet dient als Absatzmarkt und in Zeiten von Wirtschaftskrise und einer damit verbundenen hohen jugendarbeitslosigkeit finden sich auch locker Darsteller, die für wenig Geld mitmachen.

    Geld das über den Vertrieb via Internet schnell wieder drin iss.

    Oder die Produzenten weichen von allein aus - zum Beispiel nach Südosteuropa, dort dürften sich auch noch Darsteller für Barebackpornos finden.
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#8 Benedictus
  • 18.12.2009, 20:28h
  • Antwort auf #5 von jochen
  • Mündig? Aufgeklärt? Interessante Schlagworte. Was interessiert mich, was erwachsene, volljährige, mündige und aufgeklärte Menschen mit "ihrem", ich wiederhole es gerne ... mit "ihrem" Leben machen?!

    Meinetwegen können Sie nach Erreichen Ihrer Volljährigkeit durch Kettenrauchen Ihre Lunge schädigen, durch Binge Drinking / Komasaufen Ihre Leber vergiften, durchs maßlose Fressen an ihrer Fettleibigkeit ersticken, als freiwillige Bundeswehrsoldaten im Kunduz Ihr Leben lassen, durch Risikosportarten ihre Glieder zerfetzen, durch Drogen ihr Hirn wegbruzzeln, und was ihnen sonst noch alles so einfällt, was sie mit ihrem Leben machen könnten.

    Aber sie sind volljährig, mündig. Sie können mit ihrem Leben tun, was sie wollen. Sie können auf ihre eigenen Kosten ihr Leben führen wie sie es für richtig halten, mit Erreichen der Volljährigkeit haben Sie nun das Recht dazu erworben, dies zu tun, genauso wie die Gesetze, an die sie sich nun zu halten haben. Und solange ihr Recht auf freie Selbstbestimmung ihres Lebens nicht gegen geltende Gesetze verstößt, solange habe ich mir nicht anzumaßen, einen erwachsenen, volljährigen "Mann", ich wiederhole "Mann" zu bevormunden.

    Die Erziehung war nach Kindergarten, Hort und Schule abgeschlossen. Alle Informationen liegen vor. Sie können lesen, sie können schreiben, sie können Auto fahren, sie können in den Krieg ziehen, sie können Kinder zeugen, sie können also auch bare ficken, und Bare-Pornos konsumieren sowieso. Vermutlich haben Leute, die es sonst immer safe halten sowieso nötiger Barepornos zu konsumieren, denn Bareficker haben ihren eigenen Bareporno und leben das aus, was andere nur anzuschauen wagen. Vermutlich der selbe Effekt wie bei Gewaltfilmen oder Gewaltcomputerspielen. Die Männer, die überwiegend von Frauen zu friedfertigen, ständig über sich selbst reflektierenden, Softies erzogen worden sind, die sich ständig anzupassen haben, auf der Arbeit dem Chef in den Arsch kriechen und sich auch sonst überall artig benehmen müssen und niemals austicken dürfen, Männer die umgeben sind von Pädagogen, Möchtegernerziehern, Moralaposteln, Bevormundern, Weltverbesserern, diese Männer brauchen einen Ausgleich für ein Leben, dass sie nur für die Gesellschaft und für die Arbeit aber nicht für sich selbst leben. Und diesen Ausgleich finden Sie in Dingen, in denen ihnen ihre Frauen, Politiker, Erzieher, und alle anderen Stock-Im-Arsch-Menschen nicht reinreden können. Und genau deswegen gehen einige Männer zum Fußballspiel, nicht um Fußball zu schauen, sondern um sich ihre Köppe einzuschlagen. Deswegen dröhnen sie sich ihre Birne mit Alkohol oder anderen Drogen zu, deswegen ficken einige schwule Männer völlig hirnverbrannt ohne Gummi durch die Gegend, sowohl hetero als auch homo. Und sie haben Spaß dabei. Es muss sie also keiner dazu zwingen, sie tun es freiwillig. Das Verlogene ist nur, dass sie nicht Manns genug sind, hinterher zu sagen: "Tja, ich wusste was ich tat, die Konsequenzen waren mir von Anfang an bewusst, und wenn nciht, dann hätte ich vorher jemanden befragen können. Hat mich aber vorher nicht interessiert!"

    - BUMM -

    Aber mal eine andere Sache. Wenn Bareback sich so gut verkaufen lässt, und Euch allen tatsächlich sooooo viel an den hübschen, jungen Darstellern gelegen ist, dann frage ich mich doch, warum es in der ganzen Hetero- und Homo-Sex-Welt keine Pornos gibt, wo die Darsteller kurz innehalten, um ihr Kondom, wie in einer Zahnpasta-Werbung in die Kamera lächelnd, mit Liebe überzustreifen und während des Akts fast spruchbandreif zu sagen "Ich ficke gern mit Kondom", und als Ticker unten drunter eingeblendet "sponsored bei AIDSHILFE"

    Wie geil wäre das denn?

    Oder entwickelt eigene Pornos, investiert etwas Geld in die Film-, Schnitt- und Tricktechnik, so dass Safesex-Pornos so aussehen wie BareSex-Pornos. Hey, wenn Baresex, blanke Schwänze und Cum in der Fotze halt geiler auf dem Bildschirm rüberkommt als sterile Gummidildos die an HIV, Krankheit und Tod erinnern (blende kurz etwas ein und die Menschen können selbst in der kurzen Sequenz eine Menge hineinassoziieren), dann muss man mit der Zeit gehen und die Filmkonsumenten etwas verarschen und versuchen, ihnen etwas Phantasie zu verkaufen, die nicht echt ist. Hollywood lässt grüßen.

    Aber eigentlich ist das Thema echt durchgekaut und zäh. Lass sie doch machen, was sie wollen. Es hat niemand diese Barebackdarsteller gezwungen, dieses Risiko einzugehen. Und es war ein Risiko. Jeder Test, sei er noch so aktuell, beleuchtet nur den Zeitraum vor dem Test. Theoretisch hätte jeder kurz vor oder nach der Blutabnahme schon wieder bare ficken können. Also haben solche HIV-Tests NULL Aussage. Und bei sexuell aktiven Männern sowieso nicht. Und wie verlogen Treueschwüre in der Beziehung sind, wissen wir ja von Statistiken, die belegen, dass sich ein nicht unerheblicher Anteil der jetzt HIV-Positiven in solchen Vertrauensverhältnissen angesteckt haben. Also auch kein Argument mehr, sich als Opfer darzustellen. Können die nicht einfach zugeben, dass es ihnen einfach mehr ohne Gummi Spaß macht, als sich zu winden und zu lügen bis sich die Balken biegen.

    Es sind auch keine armen schutzwürdigen Frauen, die einen Zuhälter hinter sich haben. Es sind Männer, die mit 18 ihre Rechte einfordern, also kann man auch von ihnen verlangen, zumindest ihre Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Und kommt mir nicht mit dem Spruch, ja aber sie schaden nicht nur sich selbst sondern auch andere. Jeder, der sich dazu entschließt, Barebacksex zu machen, trägt in meinen Augen eine Verantwortung für sich selbst. Dh. keiner von denen kann die Verantwortung einfach so elegant abgeben und sich als Opfer darstellen. Denn zwischen dem steht immer die Entscheidung, die man getroffen hat. Und diese Entscheidung wurde niemanden von denen aufgezwungen. Jeder von denen hätte auch bei Mc Donalds arbeiten können, um Knete zu verdienen.

    Und Ihr hier, die ganz empört über Barepornos den Kopf schütteln (Die sind sowieso die Schlimmsten...), ich kann Euch zwar nicht nachweisen, dass Ihr auch nur Menschen seid, auch wenn ihr immer so tut, als wärd ihr Übermenschen, die über allem stehen, aber die hohen Verkaufszahlen von Barebackpornos (hetero- und homoweit) werden sich sicher nicht von alleine so ergeben. Also entweder sind zählen nur wenige Männer zu Übermenschen oder die wenigen verbliebenen Übermenschen lassen sich über Queer.de berichten, was in der Schwulenwelt da draußen so angesagt ist und posten in solchen einsamen Internetforen ihre Empörung darüber hinaus in die Welt, auf dass sie jemand erhöre...

    Und jetzt schlagt ruhig, tretet um Euch, spuckt Galle, aber wenn Ihr in Euch geht, erkennt ihr, dass ich sowieso Recht hab. :-)
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#9 Benedictus
  • 18.12.2009, 21:00h
  • Antwort auf #5 von jochen
  • "Einerseits wird beim Thema Barebacking noch diskutiert man, ob man es verbieten soll, während die Verbote für Raucher immer strikter bis blödsinnig werden...und die Stimmung gegen Raucher teilweise regelrecht hysterisiert wird.

    ...SCHNIPP...

    Da stimmen die Verhältnismäßigkeite n doch ncht mehr."

    Aber das Prinzip Eigenverantwortung stimmt auch nicht. Jeder Beteiligte des Barebacksex kann sich bewusst dafür oder dagegen entscheiden. Niemand ist gezwungen Baresex zu machen. Wenn Du Dich aber entscheidest, eine Zigarette anzuzünden, entscheidest Du praktisch für mich und alle umstehenden mit, ob wir gemeinsam Dein Nikotin inhalieren wollen oder nicht. Genauso wie letztens der Typ an der Bushaltestelle, der gleich für mich und alle anderen Wartenden, die sich vor dem Schnee ins Bushäusschen zurückgezogen haben, entschieden hat, dass wir alle seinen Qualm atmen und passiv mitrauchen, genauso wie rauchende Mütter, die für ihre Kinder entscheiden, und wenn das Kind noch im Mutterleib ist, dann auch darüber, ob das Kind möglicherweise schwerbehindert zur Welt kommt oder nicht...

    Also defacto geht die Dummheit eines rücksichtslosen Rauchers, und davon gibts viele, auch wenn alle immer von sich sagen, sie wären anders..., über die Selbstschädigung hinaus und setzt sich über andere hinweg. Der Barebacker dagegen findet immer einen freiwilligen zweiten, der es auch will.
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#10 DaDeAnonym
  • 19.12.2009, 02:44h
  • Niemand sollte aus wirtschaftlichen Gründen dazu gezwungen werden Barebacksex zu haben - von daher ist das Verbot zu begrüßen.

    Andererseits sind Pornos nunmal Phantasien und nicht mehr - es spiegelt nicht die Realität wieder.
    Mir ist es auch lieber, wenn die Leute diese Phantasie haben und sie durch das Schauen dieser Filme befriedigen, als wenn sie es wirklich machen.
    Pornos sind im Allgemeinen unrealistisch..
    Das spricht eher dagegen.

    Es ist eine Frage, die nicht politisch gelöst werden muss. Vielmehr sollten die Pornokonsumenten darauf achten keine Barebackfilme zu kaufen, damit würde es sich vielleicht von alleine regeln.

    Auch müsste man dann konsequent darüber nachdenken, ob man alle Filme mit risikobehafteten Praktiken verbietet, also auch einen Cumshot in den Mund, Fisten ohne Handschuh oder mit nur einem Handschuh für mehrere......und dann stellt sich auch die Frage, ob man vielleicht einfach nur Pornos mit Wixxen zeigen sollte, da passiert definitiv nichts. Es ist also auch eine Frage der Grenze...
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