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47 Prozent der Amerikaner denken, dass sich Schwule und Lesben aus freiem Willen für ein homosexuelles Leben entscheiden – eine knappe Mehrheit spricht sich auch gegen die Homo-Ehe aus.

Nur 34 Prozent glauben dagegen, Homosexualität sei angeboren. Rund ein Fünftel weiß auf die Frage keine Antwort. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 1.001 Amerikanern durch das Meinungsforschungsinstituts Angus Reid. Besonders Kirchen in Amerika beharren darauf, dass Homosexualität eine "frei Wahl" sei. Deshalb dürften Schwule und Lesben keine "Sonderrechte" wie Eingetragene Partnerschaften erhalten, weil sie ebenso gut heterosexuell heiraten könnten.

Die Umfrage zeigt auch eine gespaltene Gesellschaft bei der Frage der Homo-Ehe auf: 43 Prozent sprechen sich für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule aus, während 46 Prozent das ablehnen. Damit stehen die US-Amerikaner der Homo-Ehe genauso kritisch gegenüber wie EU-Bürger. Einer Umfrage der Europäischen Union zufolge lehnt eine knappe Mehrheit auch hierzulande die Gleichberechtigung in der Ehe-Frage ab (queer.de berichtete). In Europa ist die Ablehnung unter Osteuropäern besonders hoch, während in den USA vor allem ein Stadt-Land-Gefälle zu verzeichnen ist.

Heterosexuelle Eheleute oder Geschiedene gegen Homo-Ehe

Heterosexuelle, die selbst eine Ehe eingegangen sind, wollen Schwulen und Lesben dieses Recht am ehesten verweigern: So unterstützen nur 34 Prozent der Verheirateten oder getrennt Lebenden die Ehe-Öffnung. Unter Geschiedenen liegt die Zustimmung bei nur 38 Prozent. Dagegen unterstützen 65 Prozent der Bürger in "wilder Ehe" die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben in dieser Frage; unter nie Verheirateten würden immer noch 56 Prozent die Ehe-Öffnung befürworten.

Mehrheit für Eingetragene Partnerschaften

Eine Mehrheit der Amerikanier spricht sich jedoch für Eingetragene Partnerschaften mit gleichen Rechten und Pflichten aus: 53 Prozent befüworten "Civil Union", 37 Prozent lehnen diese ab.

In den USA ist die öffentliche Meinung für Schwule und Lesben entscheidend, da dort Gesetzesinitiativen zur Ehe-Öffnung oder zur Einführung von Eingetragenen Partnerschaften oft regional über Volkentscheide abgesegnet werden müssen. Homo-Aktivisten haben zuletzt im Bundesstaat Maine eine Niederlage erlitten: Dort lehnte eine knappe Mehrheit die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht ab (queer.de berichtete).

Derzeit haben fünf der 50 US-Bundesstaaten die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Kalifornien hat im vergangenen Jahr dagegen nur für wenige Monate die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt, bevor sie nach einem Volksentscheid wieder verboten wurde. Neun Staaten bieten Eingetragene Partnerschaften an, die teilweise weniger Rechte beinhalten als die (heterosexuelle) Ehe. (dk)



29 Kommentare

#1 Good ol friendAnonym
#2 hwAnonym
  • 21.12.2009, 13:04h
  • only for your eyes !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Eine Mehrheit der Amerikanier spricht sich jedoch..
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 hipocracyAnonym
  • 21.12.2009, 14:14h
  • [quote]47 Prozent der Amerikaner denken, dass sich Schwule und Lesben aus freiem Willen für ein homosexuelles Leben entscheiden[/quote]

    Das impliziert doch, dass diese Menschen ihre 'Wahl' getroffen haben! Was wiederum impliziert, dass für ebensolche auch die Option Homosexualität im Raum stand.
    MMn nach können diese Menschen nicht glücklich sein, aufgrund enormer Verdrängung ungewollter Charaktereigenschaften. Was sich wiederum in extremer Intoleranz gegenüber Menschen äußert, die sich selbst gegenüber ehrlicher sind bzw. zu sich stehen.
    Just my 50 Pfennig.
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#5 stephan
  • 21.12.2009, 15:31h
  • Antwort auf #4 von hipocracy
  • Genau das denke ich und frage ich mich auch:

    Wenn 47% der Amerikaner davon ausgehen, dass man sich aus freien Willen für ein homosexuelles Leben entscheide, dann impliziert das eine ganze Menge:

    1. Entweder haben sie empirische Gründe für diese Annahme oder sie äußern einfach nur Unsinn, für den es keine Grundlage gibt, d.h. sie sind blöd und ihre Meinung ist eigentlich indiskutabel.

    2. Wenn diese Personen aber Gründe für ihre Meinung haben, durch was sollten diese Auffassung gerechtfertigt sein: Diese Personen haben offenbar an sich selber diesen Entscheidungsprozeß erlebt und sie müssen - wenn man von einer vorherigen Festlegung der sexuellen Orientierung ausgeht - zumindest bisexuell sein. Kein Mensch wird doch von der freien Auswahl der Augenfarbe ausgehen, wenn er diesen Wahlprozess nicht erlebt hat. An die Willensfreiheit des Menschen glaube ich doch auch nur deshalb - weil es mir zumindest so vorkommt - als könne ich mich jetzt entscheiden, ob ich einen Kaffee oder Tee trinken möchte.

    3. Weiter ist zu folgern, dass diejenigen, die an eine frei Entscheidung glauben und dies aus Gründen tun, die Auffassung vertreten, man könne dem Mainstream folgen und relative konfliktfrei heterosexuell leben oder selbstgewählt ein schwierigen Weg als Minderheitsvertreter gehen. (Damit ist a priori noch keine Wertung verbunden. Ich befürchte nur, dass diese Wertneutralität nicht wirklich vorliegt, sondern dass Minderheiten immer als Störer des gesellschaftlichen Friedens angesehen werden, ohne die der Rest so schön ohne Hinterfragungen leben könnte.)
    Auch da hast Du recht: Wenn diese Menschen ihre homosexuellen Anlagen nur deshalb nicht ausleben, um möglichst konfliktfrei ihr Leben zu meistern, dann können sie nicht wirklich glücklich sein.

    Und ein letzter Punkt: Wenn die Akzeptanz der Homoehe bei Menschen mit heterosexuellen Eheerfahrungen besonders gering ist, so klingt das für mich nach "Ich hab die Scheiße erlebt, mich angepasst etc., dann sollen die anderen das auch! Warum soll es anderen besser gehen!"
    Kein besonders gutes Zeichen für eine heteronormierte Gesellschaft!

    Alle diese Gedanken seien aber mit der notwendigen Vorsicht geäußert, da ich die Tragfähigkeit und wissenschaftliche Redlichkeit der genannten Studie nicht beurteilen kann.
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#6 fred_americaAnonym
#7 seb1983
  • 21.12.2009, 17:27h
  • Naja, in einem Land, in dem ein Großteil der Bevölkerung überzeugt ist, dass Gott die Welt in 7 Tagen erschuf, Hitler aber nie gelebt hat, kaum verwunderlich...
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#8 amerikanerfreundAnonym
  • 21.12.2009, 17:39h
  • ca. 200 amerikanische familien halten eine gesellschaft im dumpfsinn und der ellenbogerei.

    man wird nicht dumm gboren,
    dumm wird man gemacht.

    aber auch hier ist
    weg vom dumpfbackler zum bachelor kurz.

    ein teil der gallischen oberschicht mochte rom sehr,ein anderer teil eher nicht.

    um beide wuselte und fuselte mittelschicht.
    hofend und bangend. geht es dem herren gut,
    so mir vielleicht auch.

    aber das reicht ihnen nicht.

    Daß ein Mensch im Glück dem minder Glücklichen gegenüber sich nicht mit der Tatsache jenes Glücks begnügt, sondern überdies auch noch das “Recht” seines Glücks haben will, das Bewußtsein also, es im Gegensatz zu dem minder Glücklichen “verdient” zu haben – während dieser sein Unglück irgendwie “verdient” haben muß -, dieses seelische Komfortbedürfnis nach der Legitimität des Glückes lehrt jede Alltagserfahrung kennen, mag es sich um politische Schicksale, um Unterschiede der ökonomischen Lage, der körperlichen Gesundheit, um Glück in der erotischen Konkurrenz oder um was immer handeln.
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#9 a-freund ffAnonym
  • 21.12.2009, 17:42h
  • Antwort auf #8 von amerikanerfreund
  • (Weber, Max, Wirtschaft und Gesellschaft, Paderborn, oJ, p. 466)

    oder anders

    „Für Sarrazin wie seine Parteigänger aus allen Parteien sind Leistungsträger nicht Krankenpfleger und Kindergärtnerinnen, sondern Leute mit einem Jahresgehalt von hundert- bis fünfhunderttausend Euro netto, in sozial wertvollen Berufen wie dem des Investmentbankers und seines Insolvenzverwalters. Der bürgerliche Zwangscharakter nämlich verachtet noch als Greis, wundgelegen in seiner Scheiße, den Pfleger, der es zu nichts Besserem gebracht hat als zu seinem Wohltäter.“ (aus Gremlizas Kolumne in KONKRET 11/2009)

    gilt auch für die kleineren maßstäbe
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#10 UnitedAntifaAnonym