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Eine Kaffee-Kette animiert per Flashmob Menschen zum gemeinsamen Singen von "All You Need Is Love" und spendet dabei Geld für den Kampf gegen Aids.

Von Carsten Weidemann

Menschen über das Internet zu einer öffentlichkeitswirksamen Aktion zusammenrufen und anschließend über diese Aktion im Web berichten, das sind die wesentlichen Elemente eines Flashmobs. Waren es ursprünglich eher Spaßaktionen oder politische Happenings von engagierten Internetnutzern, bedienen sich heute auch Firmen dieser Aktionsform. So zuletzt die Starbucks Coffee Company, die weltweit im Franchise System in gleich aussehenden Läden teuren Kaffee in Pappbechern verkauft.

Mit dem "Starbucks Love Project" luden die Kaffeebrauer ihre Kunden dazu ein, am 7. Dezember zeitsynchron den Beatles-Song "All you need is love" anzustimmen. Laut Angaben des Unternehmens folgten in 156 Ländern Sänger und Musikgruppen dem Aufruf, und brachten ihre Version des Songs vor der Videokamera zu Gehör. Die Aufnahmen waren anschließend auf einer eigenen Website zur Aktion als Stream zu sehen. Ein Zusammenschnitt zeigt die besten und begabtesten Gruppen.

Mit dem Flashmob wollte man auf das drängende Aids-Problem in Afrika aufmerksam machen. Vorbei ist das Love-Project jedoch noch nicht. So kann sich derzeit noch jeder weiterhin daran beteiligen. Wer eine Videokamera hat, kann seine eigene Interpretation von "All you need is love" hochladen. Ob instrumental, solo oder in der Band, als Karaoke- oder auch als Vollplayback-Version: Das Unternehmen spendet Geld pro hochgeladenem Song an das Aids-Project RED. Und wer denkt, dass die eigene Stimme nicht für den Beatles-Song taugt, der kann auch eine "Liebes-Zeichnung" einsenden.



#1 SaftschubseAnonym
#3 NachdenkenAnonym
  • 23.12.2009, 14:51h
  • Social Washing eines Franchising Unternehmens, dessen einziges Ziel es ist, mehr Gewinn zu erwirtschaften.

    Weitere Beispiele:
    + Danone: Volvic-Trinkwasserinitiative
    + Krombacher: Regenwald-Project
    + Haim Saban: ProSieben Red Nose Day

    Das Letzte, was Starbucks repräsentiert, ist ein Unternehmen, das guten Kaffee in einer einladenden Atmosphäre für einen fairen (oder gar "fair trade") Preis anbietet und gleichzeitig noch den Erzeugern, der Umwelt oder AIDS/HIV-Kranken helfen möchte!

    Starbucks lebt in Europa von dem "Hype", den um die Marke gemacht wird, sonst nichts. In Italien, dem Land des Espresso, traut sich Starbucks nicht in den Markt vorzustoßen. Diese Tatsache allein spricht Bände über die Qualität der Starbucks Produkte.

    Darüberhinaus ist Starbucks Kaffee nur zu 1% "fair trade", daher sollte man sich davon auch nicht täuschen lassen. Siehe dazu:

    www.globalexchange.org/campaigns/fairtrade/coffee/starbucks.
    html
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#4 SebiAnonym
  • 23.12.2009, 14:59h
  • Nach all diesen Zeitverschwendungen für Nerds endlich mal ein sinnvoller Flashmob.

    Der Schlüssel liegt in der Aufklärung!! Gerade auch in Regionen, wo Menschen immer noch blind glauben, wenn ihnen jemand Lügen über Kondome erzählt.

    Aber auch hierzulande verstehe ich z.B. nicht, wieso an Schulen nicht gratis Kondome verteilt werden. Gerade in der Zeit, wo man anfängt sexuell aktiv zu werden, hat man ja auch häufig wechselnde Partner und experimentiert auch mal mit beiden Geschlechtern. Und gerade in dem Alter sind viele zu feige, um Kondome kaufen zu gehen. Oder haben nicht das Geld dafür. Und selbst wenn man noch keinen Sex mit anderen hat und deswegen noch keine Kondome kauft, ist es ganz hilfreich, wenn man dann schon mal bei der Selbstbefriedigung den Umgang mit Kondomen üben kann...
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#5 seb1983
  • 23.12.2009, 16:12h
  • Antwort auf #3 von Nachdenken
  • Aber genau so funktioniert modernes Marketing. Die öde Werbung im TV will doch keiner mehr sehen, aber mit solchen Aktionen schafft man es für kleines Geld in dutzende Foren und Zeitungen.

    Ergebnis: Die Leute bekommen ein wie auch immer geartetes "positives Gefühl" bezüglich des Unternehmens, und im Artikel wurde 2 mal der Name Starbucks erwähnt. Und zwar in einem positiven Zusammenhang!!

    Das Beste:
    Sieht aus wie ein neutraler Artikel, ist aber eigentlich pure Werbung, was die Leser gar nicht mitbekommen!

    Zum Produkt:
    Hast du völlig Recht wie ich finde, war in der Türkei mein erstes und erstmal letztes mal bei Starbucks, der einzige Ort wo man in der Türkei etwas halbwegs wie Kaffee schmeckendes bekommt, sonst nur so eine Nescafe Brühe.
    Ergebnis: Geschmack naja, Preis selbst dort abartig hoch.
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#6 TilAnonym
  • 07.01.2010, 21:41h
  • all we need is love, soweit okay.

    all that millions of Africans need is access to ARVs and malaria treatment.

    Ohne staatlich suventionierte und allgemein zugängliche Medikation stirbt die Mitte der Gesellschaften Afrikas, Mütter und Väter, in deren Händen es eigentlich läge, die Zukunft des Kontinents aufzubauen. Stattdessen steigt die Zahl der elternlosen Familien, in denen sich ältere Geschwister um die jüngeren kümmern, oder Familien aus Großmüttern und Enkeln ohne die mittlere Generation.
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