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Erstmals hat in Lateinamerika ein schwules Paar geheiratet: Nach juristischen Scharmützeln gaben sich zwei argentinische Homo-Aktivisten das Ja-Wort.

Der 39-jährige Sozialarbeiter Alex Freyre und der 41-jährige Soziologe José María di Bello heirateten am Montag in einem Standesamt im südargentinischen Ushuaia. Das Paar hatte bereits am 1. Dezember erfolglos versucht, in Buenos Aires den Bund der Ehe einzugehen. Zuvor hatte ein Verwaltungsgericht erklärt, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben diskriminierend sei. Allerdings hat eine Richterin damals in letzter Sekunde das Urteil außer Kraft gesetzt (queer.de berichtete).

Die Ehe wurde jetzt ermöglicht von Fabiana Ríos, der Gouverneurin der Provinz Tierra del Fuego. Die 45-jährige sozialliberale Politikerin hat das Standesamt angewiesen, die Ehe anzuerkennen.

Freyre und di Bello, die sich bereits seit Jahren als Aktivisten für die Gleichbehandlung von Homosexuellen und HIV-Positiven einsetzen, haben sich zuvor an die Gouverneurin gewandt: "Wir wussten, dass sie unser Anliegen verstehen würde", so di Bello. "Damit ist ein weiterer Schritt getan, dass jede Frau und jeder Mann in Argentinien gleichbehandelt wird." Noch ist allerdings unsicher, ob die anderen Regionen Argentiniens dem Beispiel von Tierra del Fuego folgen werden. Es hängen allerdings noch mehrere Verfassungsklagen bei Gerichten an.

Erst vor wenigen Tagen hatte Mexiko-Stadt als erste Gemeinde in Lateinamerika die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet (queer.de berichtete). Bereits jetzt sind in mehreren Teilen des Kontinents Eingetragene Partnerschaften möglich. Lediglich Uruguay bietet seit 2007 landesweit die "Ehe-Light" an, die weitgehend mit den gleichen Rechten und Pflichten verbunden ist wie die (heterosexuelle) Ehe (queer.de berichtete). Die Ehe geöffnet haben auf dem amerikanischen Kontinent aber nur die Staaten im Norden: Kanada sowie fünf Bundesstaaten der USA erlauben bereits heute die Eheschließung zwischen Menschen des gleichen Geschlechts. (dk)



#1 JoonasAnonym
  • 29.12.2009, 17:30h
  • Bravo!!

    Ein Sieg für Demokratie, Vernunft und Menschenrechte!!

    Jetzt ist es nötiger als je, weltweit den Kampf für unsere Rechte zu verstärken. Dass die Konservativen uns immer mehr bekämpfen, ist ein Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind! Wenn wir jetzt nicht nachlassen, sondern unsere Aktivitäten sogar noch verstärken, werden wir siegen!
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#2 SaftschubseAnonym
  • 29.12.2009, 17:31h
  • Herzlichen Glückwunsch, daß es gegen Ende dieses Jahres für die beiden Schnuckels noch ein gayles Happyend gibt! Gut, daß die Katholische Kirche da nichts gegen machen konnte! Deren enttäuschte Gesichter hätte ich gerne gesehen!
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#3 Julian ACAnonym
  • 29.12.2009, 22:04h
  • Das freut mich wirklich sehr!

    Mit jeder weiteren Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern und mit jedem weiteren Land, das die Ehe öffnet, wird der Umgang mit Schwulen und Lesben selbstverständlicher und unsere völlige Gleichstellung normaler. Und den Gegnern wird jedesmal ein wenig mehr Wind aus den Segeln genommen!

    Insofern ist sowas immer auch ein Sieg für alle Schwulen und Lesben weltweit; und nicht nur in dem betreffenden Land! Und selbst für diejenigen, die selbst nicht heiraten wollen ist sowas immer ein Sieg, weil es ein Stück auf dem Weg zu völliger Gleichstellung für uns alle ist!
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