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Zehntausende Katholiken sind am Sonntag in Madrid auf die Straße gegangen, um gegen das Eherecht für Schwule und Lesben und das Recht auf Abtreibung zu protestieren.

In Reden warnten mehrere hochrangige Vertreter der römischen Kirche davor, dass Europa aussterben könnte, wenn bei der Homo-Ehe und Abtreibungen nicht gegengesteuert werden würde. Das spanische Parlament hatte erst vor rund zwei Wochen das Abtreibungsrecht liberalisiert. Künftig gilt in dem mehrheitlich katholischen Land eine Fristenregelung. Bereits 2005 hatte die sozialistische Regierung gegen den erbitterten Widerstand der Amts-Christen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben durchgesetzt (queer.de berichtete).

In einer auf mehreren Großleinwänden in der Madrider Innenstadt übertragenen Botschaft erklärte Papst Benedikt XVI, dass eine Familie ausschließlich auf der "Ehe zwischen Mann und Frau" basiere, weil "das von größter Wichtigkeit für die Gegenwart und die Zukunft der Menschheit" sei. Der Madrider Erzbischof Antonio Rouco warnte zudem davor, dass "Europa praktisch ohne Kinder" sei, wenn die spanischen Gesetze Schule machten.

Nach der Öffnung der Ehe vor vier Jahren schwappte bereits eine große Protestwelle durch das Land. Die katholische Kirche wollte mit mehreren Großdemonstrationen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht verhindern (queer.de berichtete). Die Regierung lehnte allerdings jegliche Änderung des Gesetzes ab. Daraufhin unterstützte der Vatikan bei den Parlamentswahlen 2008 offen die oppositionellen Konservativen. Die Regierung bezeichnete die Einmischung der katholischen Kirche damals als "politischen Terrorismus" (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

37 Kommentare

#1 Katrin
  • 29.12.2009, 17:09h
  • Eigentlich hat die Katholische Kirche sehr gute Argumente für ihre Sache. So hatte Gottes Ehefrau Ashera 70 Kinder mit ihm, alles kleine Götter und Göttinen. Anstatt dies jetzt als Vorbild zu setzen dem es nachzueifern gilt, es gab auch eine Familienministerin die es bis auf die Glücks-7 brachte, faseln die frauen- und freudenlosen Kuttenträger von Kondomen und Abtreibungen, alles Sachen, die in der Bibel, ihrer Haupternährungs- und Stammesanleitung, garnicht behandelt werden. Und Bene spricht sogar vom Großbildschirm runter, den es auch nicht in der Bibel gab. Jesus kam immer persönlich und zwar nicht im Papamobil, sondern auf dem Esel. Das sollte Bene auch mal machen anstatt aus dem fernen Rom zu geifern. Man muss Vorbilder setzen anstelle von Verboten. Das wusste bereits Jahwe als er das zweite Mal heiratete und noch mehr Götter und Göttinnen machte.
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#2 gatopardo
  • 29.12.2009, 17:14h
  • Sollen diese Heuchler nur Massendemos veranstalten, denn sie nützen rein gar nichts !
    Homo-Ehe und Fristenregelung werden auch bei einem Wahlsieg der Konservativen 2012 nicht mehr abgeschafft. Gleichwohl will die konservative Madrider Lokalregierung die Stadt als europäische Schwulenmetrole hochpäppeln ( QUEER berichtete unter "Madrid will Top-Gay-Destination werden").
    Dem sozialistisch regierten Gay-Mekka Barcelona hat sie bereits in Umfang und Veranstaltungen längst den Rang abgelaufen. Das soll bei einem zentralspanischen Extremklima mit unerträglicher Hitze ohne Strand und Palmen im Sommer und Temperaturen um den Gefrierpunkt im Winter doch schon eine ganze Menge heissen, wenn sich hier immer mehr schwule Mitteleuropäer wohlfühlen ?
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#3 JoonasAnonym
  • 29.12.2009, 17:28h
  • "Der Madrider Erzbischof Antonio Rouco warnte zudem davor, dass "Europa praktisch ohne Kinder" sei, wenn die spanischen Gesetze Schule machten."

    Aha, die Öffnung der Ehe wird also dafür sorgen, dass Heteros plötzlich keine Lust mehr auf Sex haben oder was?

    Was ich nur komisch finde:
    weder in Spanien, noch in Belgien, den Niederlanden, etc. sind die Geburtenraten dramatisch zurückgegangen. Aber mit Fakten hatten diese Leute es ja noch nie so... Die würden ja am liebsten heute noch den Leuten weis machen, die Erde sei eine Scheibe.

    Ansonsten:
    es wird allerhöchste Zeit, nochmal deutlich zu machen, dass es in Demokratien eine strikte Trennung von Politik und Glaube gibt / geben muss....

    Und was ich mich auch frage:
    Wann hören diese Leute endlich auf, Glaube zu missbrauchen, um Liebe zu verdammen und Hass zu schüren?!
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#4 Frankyboy
  • 29.12.2009, 17:35h
  • "In Reden warnten mehrere hochrangige Vertreter der römischen Kirche davor, dass Europa aussterben könnte, wenn bei der Homo-Ehe und Abtreibungen nicht gegengesteuert werden würde."

    Ja klar, nur weil es die Homo-Ehe gibt, werden jetzt auch alle schwul.... So ein Schwachsinn! Wie dumm doch die Katholiken sind.
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#5 SaftschubseAnonym
  • 29.12.2009, 17:36h
  • Das war wieder klar, daß die Katholen in Spanien gegen die Homoehe wettern! Warum gabs keine Gegendemonstration pro Homoehe? Ist doch wahr!
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#6 gatopardo
  • 29.12.2009, 17:52h
  • Antwort auf #5 von Saftschubse
  • Wenn man die totale Gleichstellung erreicht hat, wird man leider demonstrierfaul. Ausserdem wären die Katholen nur noch eine Gefahr für uns, wenn die konservative PP gemeinsame und grundsätzliche Positionen mit dieser Kirche einnehmen würde. Das wäre aufgrund der noch frischen Diktatur-Erfahrung, als der Klerus mit dem Regime kooperierte, ein strategischer Fehler, der sie Stimmen grosser Bevölkerungsteile kosten würde.
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#7 JoonasAnonym
  • 29.12.2009, 18:23h
  • Antwort auf #2 von gatopardo
  • @madridEU:

    Aber selbst wenn die Konservativen bei einem Wahlsieg die erreichten Fortschritte nicht rückgängig machen könnten (ich hoffe, da behälst Du recht, so sicher bin ich mir da nämlich noch nicht), haben sie es für ihre kritische Haltung und ihre ständige Missachtung von Gleichstellung verdient, die Wahl haushoch zu verlieren.

    Alleine auch schon, damit nochmal deutlich gemacht wird, dass die Mehrheit der Spanier eine Trennung von Glaube und Politik will und es nicht toleriert, wenn Parteien solche Allianzen eingehen.
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#8 DidiAnonym
  • 29.12.2009, 18:25h
  • Antwort auf #6 von gatopardo
  • Dass die katholische Kirche als wahrscheinlich größte Schwulenorganisation der Welt sich immer so komisch verhalten muss. Man könnte meinen, die seien alle durchgeknallt. Ist wahrscheinlich auch so. Übrigens, wenn alle nicht schwulen Priester und Mönche kräftig mit allen nicht lesbischen Nonnen rummachen würden, sagen wir mal 7 Kinder pro Paar, dann würde Europa wahrscheinlich deutlich weniger aussterben, als wenn man die Schwulen-Ehe verbieten würde. Schwule sind und waren von dem Institut der Ehe sicherlich unabhängig schwul und werden nicht zu Heten, wenn man die Schwulenehe abschafft.
    Diese Oberhüter der katholischen Kirche sind alle unglablich dumm, haben in Biologie und Psychologie offensichtlich nicht zugehört. Oder geht es denen um macht und Unterdrückung?...
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#9 mok120Profil
  • 29.12.2009, 18:56hNürnberg
  • Ubestechliche katholische Logik: Wenn Schwule nicht heiraten dürfen, pflanzen sie sich automatisch heteroexuell fort.

    Ich stelle auch einfach mal eine wilde These in den Raum: Wenn weniger Menschen auf religiöse Fanatiker hören würden, wäre diese Welt ein schönerer Ort.
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#10 AxelAnonym
  • 29.12.2009, 18:57h
  • Na ich denke das ist ihr gutes Recht zu protestieren.
    Und wenn wir ehrlich sind, Familie ist eben das höchste gut, also Vater Mutter und Kinder und auch das beste. Ohne geht es nicht, auch wenn viele Schwuppen das nicht Verstehen wollen.

    also hat der Papst auf jedenfall recht. Ist halt doch der beste was wir zurzeit haben in der katholischen Kirche.

    Was diese "Karin" schreibt na ja ich weiß nicht, soll man das ernst nehmen . Ich denke nicht, ich bin ja immer dafür das sich die Kirche in solche belangen immer einzumischen hat in die jeweilige Politik.
    Dies sollte sie auch stärker hier in Deutschland tun!!!!!!!!!!!
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