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In Schottland geht ein schwuler Mann an die Öffentlichkeit, weil er seiner an Leukämie erkrankten Mutter kein Blut spenden durfte.

Die 47-jährige Mutter des jetzt 21-jährigen Studenten Dij Bentley starb im August letzten Jahres in Glasgow. Sie erlitt kurz zuvor eine Infektion im Gehirn, was eine Bluttransfusion nötig machte. Die Ärzte befragten dazu die Verwandten der Frau. Wegen seiner sexuellen Orientierung war Bentley aber selbst mit dem Einverständnis seiner Mutter verboten worden, Blut zu spenden. Wenige Tage später war sie tot.

"Die haben meinen Onkel, meinen Bruder und alle Kollegen gefragt, ob ihr Blut kompatibel ist", erklärte Bentley. "Ich war ja in einer stabilen, monogamen Beziehung. Es gab also keine HIV-Gefahr". Die Klinik lehnte aber selbst einen Bluttest mit Verweis auf die gegenwärtige Gesetzgebung ab. Bentley will sich nun dafür einsetzen, dass das generelle Homo-Verbot beim Blutspenden aufgehoben wird: "Schwule sollten das Recht haben, Blut zu spenden."

In Großbritannien sind - ebenso wie in Deutschland - Schwule wie Prostituierte oder Drogenabhängige als Risikogruppe abgestempelt und dürfen daher kein Blut spenden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie sich beim Sex risikoreich verhalten. Einige Länder gehen aber bereits neue Wege: So hob Thailand bereits 2008 das Homo-Verbot auf und fragt jetzt bei Hetero- und Homosexuellen nach "risikoreiches sexuelles Verhalten" oder "Drogengebrauch" als Ausschlusskriterien (queer.de berichtete). Im März diesen Jahres fällt auch das Blutspendeverbot in Schweden: Dort müssen Schwule allerdings ein Jahr lang enthaltsam leben, bevor sie spenden dürfen (queer.de berichtete). In Italien und in spanischen Militärkrankenhäusern dürfen Schwule schon seit einigen Jahren spenden, ebenso in Portugal. Durch neue Testverfahren sei das Risiko, eine HIV-infizierte Transfusion zu erhalten, ohnehin praktisch gleich null, erklärte ein Sprecher der Blutspendenbehörde damals.

Auch in Deutschland bemühen sich Aktivisten, das generelle Verbot zu beenden. So engagiert sich etwa Erik Dienel-Reese, mit einer Online-Petition den Bundestag auf das Problem aufmerksam zu machen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.01.2010, 17:43h
  • Die Aktion des jungen Mannes kann man doch nur unterstützen! Die Bürokratie hat seine Mutter auf dem Gewissen und das ist ein Skandal!
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#2 wutAnonym
  • 05.01.2010, 18:15h
  • Charakterlose, feige Schweine.

    Schweine, die vermutlich auch jederzeit bereit wären Impftote in Kauf zu nehmen, wenn es der eigenen Karriere dient.
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#3 Tobi CologneAnonym
  • 05.01.2010, 19:01h
  • Das ist wirklich ein medizinischer Skandal!!

    Ärzte haben nicht nur die moralische und ethische, sondern auch die rechtliche Verpflichtung Leben zu retten!! Hier wurde bewusst der Tod billigend in Kauf genommen, weil man sich lieber sklavisch an Gesetze hält. Und das, obwohl die Mutter zugestimmt hatte, das Blut ihres eigenen Sohnes zu bekommen und auch ein HIV-Test möglich gewesen wäre.

    Das Gesetz ist irgendwann mal entstanden, um Menschenleben zu retten (obwohl auch damals klar war, dass auch Heteros sich infizieren können und eh alle Blutkonserven geprüft werden.) Aber jetzt hat eben dieses Gesetz und verantwortungslose Mediziner dafür gesorgt, dass ein Mensch gestorben ist, der vielleicht noch eine gute Überlebenschance gehabt hätte!!

    Ist der Tod der Patienten für die Mediziner wirklich ethisch vertretbarer als eine Blutspende ihres schwulen Sohnes (die man auch hätte testen können)?

    Ich finde es sehr gut, dass ihr Sohn sich jetzt über die Medien an die Öffentlichkeit wendet und hoffe, dass ihn viele unterstützen und eine Diskussion über diese Praxis losgetreten wird...
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#4 rütliAnonym
  • 05.01.2010, 20:25h
  • Antwort auf #2 von wut
  • Darum haben sich in Deutschland, soweit ich weiß, auch nur 5-6 % mit Rumsfelds Glaxo Smith Kline impfen lassen.

    Die Chefin der staatlichen amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (»Centers for Disease Control and Prevention«), der für Impfungen und die Bekämpfung von Pandemien zuständigen Behörde, ist 2009 zurückgetreten und übernimmt einen leitenden Posten beim führenden Pharmaunternehmen »Merck«. Sie wird Leiterin der Abteilung Impfstoffe. Dieser Schritt ist eine neuerliche Bestätigung für enge und korrupte Beziehungen zwischen der WHO, dem CDC und staatlichen Instituten wie dem Robert-Koch-Institut oder dem Paul-Ehrlich-Institut in Deutschland und der gewinnorientierten Pharmaindustrie bestehen, die von der Politik der genannten Behörden und Einrichtungen profitiert.

    Skrupellose Gier.

    Manchmal ist das Volk doch klüger, als es sein Wahlverhalten bei Bundestagswahlen vermuten lässt. Da konnten die Experten in schillerndsten Farben Katastrophenbilder entwerfen, Politiker mit Sorgenfalten auf der Stirn zum Impfen aufrufen und BILD-Redakteure zu menschlichen Pharmatestern mutieren – das Volk blieb stur und die teuer bezahlten Impfstoffe stapeln sich nun in den Zentrallagern der Bundesländer. Nur fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung haben sich bis dato gegen die Schweinegrippe impfen lassen und es ist nicht anzunehmen, dass diese sich diese Zahl noch signifikant erhöhen wird. Warum auch? Schließlich haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums auch nur 15% der Ärzte impfen lassen – und die kommen berufsbedingt ständig mit Grippeinfizierten in Kontakt.

    Der frisch gebackene Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel verdankt der Schweinegrippe zumindest sein erstes Erscheinen in den Medien. Niebel will afrikanischen Staaten 13 Millionen Euro Entwicklungshilfe für deren Schweinegrippeimpfprogramme zur Verfügung stellen. Gerade so, als ob es in Afrika keine dringlicheren Probleme und keine gefährlicheren Krankheiten als die Schweinegrippe gäbe. Man könnte von dem Geld ganze Landstriche gegen Diphterie, Tetanus oder Keuchhusten impfen. Einem geschenkten Gaul schaut man aber nicht ins Maul – da kann man nur abwarten, wann Niebel endlich einen nationalen Hilfsplan zur Bekämpfung von Adipositas für Afrika südlich der Sahara aufstellt.
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#5 BernhardAnonym
#6 stromboliProfil
  • 06.01.2010, 12:08hberlin
  • Antwort auf #5 von Bernhard
  • wieso? der beitrag vom rütli verdeutlicht was sache ist: dummheit und ignoranz beherrschen uns , unsere gesundheit und wohlbefinden!
    Dumme , korrupte politiker , die sich kaufen lassen mit zukunftsarbeitsplätzen und verwaltungsratspöstchen!
    Halsstarrige medizinalverwalter, die sich hinter seuchengresten und "fallbeispielen" aus der vorindustrialen medizinwelt verschanzen ; so und nicht anders das spendeverbot von "risikogruppen"!

    Die trostlosigkeit der uns verwaltenden politiker und verbände incl. lobby sollte öffter thema sein!
    Desto klarer im bewusstsein , desto mehr möglichkeiten des sich wehrens dagegen!

    Das der nibel, jener langzeitgediente diener seiner herren, den ramsch nichtverbrauchten spritzenmaterials in die dritte welt anzuschieben sucht, ist nichts neues; dass machen wir mit den übergebliebenen aidsmedikamenten ebenso! Was wir dann als humanistische großleistung verkaufen...
    Ich finde, da schliesst sich der Themenkreis perfekt!
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#7 BjoernX
  • 07.01.2010, 09:20h
  • Das ist wirklich heftig. Hat mich den ganzen Tag beschäftigt. Solange so etwas noch passiert, sind wir nicht in der Gesellschaft angekommen.
    Der Fall sollte vor allem in den Ohren der Leute klingen, die immer behaupten, dass wir gleichberechtigt wären und alles erreicht hätten.

    Besonders ist ja an diesem Fall auch noch, dass es die eigene Mutter ist, die selbst einverstanden war und dann wird nicht mal mit einem Test der VERSUCH unternommen, sie zu retten.
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#8 kaysiProfil
  • 10.01.2010, 19:52hBangor
  • Antwort auf #3 von Tobi Cologne
  • Ich möchte auf keinen Fall die taten der Mediziner unterstützen ganz im gegenteil, allerdings muss man sich da etwas mehr mit der Materie befassen.

    All Britischen Krankenhäuser gehören dem NHS (National Gesundheits Service). Diese Ärzte sind vom Prinzip Beamte - Was sie getan haben war Britisches Recht - sie hätten nie die genehmigung (die man für solche dinge braucht, gegeben und ich bezweifle ganz stark das da jetzt noch was großes passiert da im moment Wahlkampf ist. - Die Ärzte haben von ihrem Standpunkt aus richtig gehandelt. In GB hat ein Patient bei solchen sachen nichts zu melden, da konnte die Mutter so einverstanden sein wie sie wollte es wäre einfach nicht gegeangen ohne das zick Leute ihren Arbeitsplatz verloren hätten. Das ist noch lange kein Grund und auch keine Endschuldigung aber leider ist es so.

    Ich hoffe das diese Dinge in Deutschland wie auch bei mir geregelt werden.
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