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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat dem ostafrikanischen Staat Malawi vorgeworfen, ein schwules Paar als "politische Gefangene" festzuhalten und forderte die sofortige Freilassung.

Der 20-jährige Tiwonge Chimbalanga und der 26-jährige Steven Monjeza sind vor gut einer Woche festgenommen worden, weil sie sich in einer symbolischen Zeremonie das Ja-Wort gegeben haben (queer.de berichtete). Beide plädierten bei ihrem ersten Auftritt vor Gericht auf "nicht schuldig". Die malawischen Behörden wollen nun mit einer Zwangsuntersuchung nachweisen, dass das Paar Anal-Sex hatte.

"Der Versucht, diese Menschen zu einer analen Untersuchung zu zwingen, ist abstoßend", erklärte Kate Allen von Amnesty. "Solche Praktiken - wie auch die Kriminalisierung von Homosexualität - sollten sofort beendet werden." Derzeit stehen nach altem britischen Kolonialrecht 14 Jahre auf Homosexualität.

Nach Misshandlungen des Paares durch andere Gefangene werden Chimbalanga und Monjeza nun besonders geschützt, melden die Behörden. Bisherige Anträge auf Entlassung gegen Kaution haben die Gerichte bislang abgelehnt. Ein Richter stellte allerdings die vorläufige Freilassung bis Sonntag in Aussicht, falls die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen abgeschlossen hat. Ein Prozess könnte dann am 15. Januar beginnen.

Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar (70 Eurocent) am Tag. Der 15,2 Millionen Einwohner zählende Staat hängt von finanziellen Zuschüssen des IWF, der Weltbank und von Spendernationen ab. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 08.01.2010, 20:03h
  • Dass immer die ärmsten Länder (die eigentlich am solidarischsten sein sollten) am intolerantesten sind.

    Da sieht man wieder mal, dass mangelnde Bildung in Folge von Armut oft zu Intoleranz führen kann.
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