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In einer Umfrage des US-Portals "After Elton.com" wurde der offen schwule Schauspieler Neil Patrick Harris ("Doogie Howser M.D.", "How I met your mother") mit deutlichem Abstand zum Schwulen des Jahrzehnts gewählt.

61 Prozent der rund 80.000 Umfrage-Teilnehmer sprachen sich für den 36-jährigen Seriendarsteller aus. Mit 32 Prozent kommt der schottisch-amerikanische Sänger und Schauspieler John Barrowman auf den zweiten Platz. Driiter wird Schauspieler Sir Ian McKellen ("Herr der Ringe").

Harris hat auch die Wahl zum bedeutendsten Coming-out des Jahrzehnts mit 59 Prozent für sich entschieden. Er habe es laut "After Elton" vor allem jungen Schwulen leichter gemacht, sich zu ihrer Homosexualität zu bekennen. Mit 14 Prozent wird Adam Lambert Zweiter. Der Teilnehmer der Casting-Show "American Idol" sorgte zuletzt mit einem freizügigen Auftritt im US-Fernsehen für Empörung (queer.de berichtete). Ihm folgt Schauspieler George Takei ("Sulu" aus "Raumschiff Enterprise") sowie der ehemaligen N'Sync-Sänger Lance Bass und der australischen Schwimmer Matthew Mitcham.

Harris ist ein ehemaliger Kinderstar, der Anfang der 90er Jahre als Doogie Howser erfolgreich war. In der Serie spielt er ein Wunderkind, das bereits mit 14 Jahren als Doktor praktiziert, aber gleichzeitig seine (heterosexuelle) Pubertät durchlebt. Seit 2005 ist er einer der fünf Hauptfiguren der CBS-Comedyserie "How I met your mother", die im deutschsprachigen Sendegebiet bei Pro Sieben und ORF 1 zu sehen ist.

Ein Jahr nach dem Start der Serie hatte Harris im Magazin "People" sein Coming-out (queer.de berichtete). Er erklärte später, er habe privat immer offen gelebt, aber wollte zunächst Medienrummel vermeiden. Nach dem Erfolg von "How I met your mother" hätte er eine Medienhatz befürchtet – und machte sein Privatleben öffentlich (queer.de berichtete). Seit dem Coming-out hat sich Harris auch wiederholt in die politische Diskussion um die Homo-Ehe eingemischt und sich etwa gegen Proposition 8 in Kalifornien ausgesprochen.

Das Coming-out hatte kaum Einfluss auf die Einschaltquoten der Serie, die jetzt im vierten Jahr läuft und jede Woche im Durchschnitt neun Millionen US-Zuschauer anzieht. In "How I met your mother" spielt Harris den selbstbewussten heterosexuellen Single Barney Stinson, der praktisch in jeder Folge One-Night-Stands absolviert. Zwischen 2007 und 2009 wurde er für seine Darstellung drei Mal in Folge für den Emmy nominiert.

Harris ist seit 2004 mit dem Theater-Schauspieler David Burtka liiert. Das Paar ist seit Harris' Coming-out immer wieder zusammen in der Öffentlichkeit aufgetreten – bislang Hollywood-untypisch noch völlig ohne Skandale. (dk)



14 Kommentare

#1 Rosette NoirAnonym
  • 11.01.2010, 18:23h
  • Wieso spielen offen schwule Schauspieler wie Neil Patrick Harris und Rupert Everett in den Filmen und Serien meistens Hetenrollen? Das wirkt sehr unglaubwürdig. Wenn Heten Schwule spielen ist das noch okay. Vielleicht hätte Herr Harris lieber in "The Big Gay Sketch Show" als in "How I met your mother" mitspielen sollen!
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#2 hurtzAnonym
  • 11.01.2010, 18:29h
  • das wird er machen,weil er wie du und ich und zahlreiche anderen menschen geld verdienen muss und er ist schauspieler. mit how i met your mother wird er sicher sein sümmchen gemacht haben...
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#3 gehtdichnixanAnonym
  • 11.01.2010, 19:47h
  • also wie dumm is denn das jetzt schon wieder? ihr mault allen ernstes darüber, dass neil patrick harris eine hete spielt? wieso denn bitte nicht? massenmörder werden bitte auch nur noch von massenmördern, nonnen nur noch von nonnen und transsexuelle-noch-nicht-umoperierte-lesbierinnen nur noch von.. (ihr wisst schon) gespielt oder wie??!?! wenn ne hete einen schwulen spielt bekommt er sofort nen oscar, dabei spielen viel mehr schwule heten! aber wenn ja jetzt schon schwule es als verrat ansehen, dass harris (sehr überzeugend) ne hete spielt.....!!! wo bleiben eigentlich die rosafaschos mit ihren heteronormativen verschwörungstehorien?!? ick freu mir für neil patrick harris und finde es hätte viel viel viel viel schlimmer kommen können!!!
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#4 eMANcipationAnonym
  • 11.01.2010, 20:05h
  • Antwort auf #1 von Rosette Noir
  • Es gibt weder eine quantitativ noch qualitativ angemessene Repräsentation schwuler Jungs und Männer in Film- und Serienproduktionen, sprich: es gibt zu wenige Rollen und noch weniger gute!

    Wir wissen doch, wie das läuft: Man schafft vielleicht die (Neben-) Rolle eines Alibi-Schwulen, die der selbsternannten Normgesellschaft dazu dient, sich von Schwulen abzugrenzen, oder man bettet schwule Charaktere in die Hetero-Hauptstory ein, damit diese ein wenig abwechslungsreicher wird. Schwule Liebe, schwulen Sex und schwule Partnerschaft als solche und tiefergehend darzustellen, ist etwas, das vielleicht alle paar Jubeljahre mal vorkommt oder eigentlich gar nicht.

    Und in der Tat liegt das auch an den vielen (oftmals versteckt) schwulen Schauspielern, Produzenten u.a. im Film- und Fernsehgeschäft (und natürlich auch in der Musikindustrie), die sich lieber für die übliche heteronormative bis -sexistische Einfalt, die insbesondere das (Unter-) Bewusstsein junger Menschen immer aggressiver manipuliert, einspannen lassen, als letzterer etwas Originelles und wirklich Attraktives entgegenzusetzen.
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#5 LorenProfil
#6 Liedel
  • 11.01.2010, 23:35h
  • "Neil Patrick Harris spielte zwischen 1989 und 1993 den hochbegabten Tennager Doogie Howser."

    Wie gewöhnlich. In Amiland sind doch alle Kids "hochbegabt"
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#7 alexander
  • 12.01.2010, 08:22h
  • #.1.
    stell dir vor, manche dieser jungs und mädels haben einen beruf gelernt nämlich : SCHAUSPIELER !

    p.s. in theaterkreisen gilt seit jahrzehnten, dass heteros auf der bühne und im film die besseren homos geben, weil homosexuelle darsteller meistens zu überzogen wirken !
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#8 MarekAnonym
  • 12.01.2010, 16:15h
  • Antwort auf #1 von Rosette Noir
  • 1. Und warum spielen Hetero-Schauspieler Schwule und Lesben?

    Ganz einfach: es sind Schauspieler. Sie spielen auch Außerirdische, Wissenschaftler, Verbrecher, Vampire, Zauberer, Astronaut oder was auch immer, ohne das selbst zu sein.

    Das ist ihr Job!!

    2. Würden Schwule und Lesben tatsächlich nur noch entsprechende Rollen spielen, würden wir maulen, dass man sie auf ihre Sexualität reduziert!

    3. Neil Patrick Harris hat durchaus auch schon schwule Rollen gespielt, z.B. in "Next best thing" mit Madonna.

    4. Immerhin lebt er nicht versteckt, sondern ist offen schwul!

    5. Gerade, dass Film/Serien-"Hetero"-Idole offen schwul sind, trägt bei deren Heterozuschauern mehr zur Akzeptanz bei als Serien wie Queer as folk, die kaum ein Hetero-Zuschauer ansieht.

    6. Wenn ich Schauspieler wäre, würde ich alles daran setzen, nicht auf einen Typ festgelegt zu werden, sondern alles mögliche zu spielen.
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#9 gniwerjProfil
  • 13.01.2010, 11:01hdortmund
  • Antwort auf #1 von Rosette Noir
  • unglaubwürdig? um ehrlich zu sein wusst ich gar nicht dass er schwul ist, bis ich diesen artikel gelesen hab. meiner meinung einer, wenn nicht DER witzigste charakter bei "how i met your mother" und unglaubwürdig geschauspielert mal gar nicht ...wenn sowas bei comedy überhaupt zur debatte steht.
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#10 David2Anonym
  • 07.09.2010, 09:12h
  • Pfft, ich hab nach Neil Patrick Harris gegoogelt und dabei nur durch die automatische Ergänzung das 'schwul' dazu gesehen und hier gelandet.

    Ich find den Typ einfach cool seit Starship Troopers.

    Das er schwul ist, ist weder ein plus noch ein minus :)

    Nachtrag: Die Debatte um Heten als Schwule und Schwule als Heten find ich witzig :) Vielleicht ist das ja wirklich so, dass der jeweils andere das besser spielen kann...
    Aber wenn ich mir etwas ansehe, denk ich da nicht drüber nach und möchte das auch nicht.
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