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Er schafft unvergessliche Filme wie "Der Rosenkönig" und inszeniert opulente Dramen für Oper und Theater. Dafür wird er während der Berlinale von der Community geehrt.

Von Christian Scheuß

Am 19. Februar 2010 ist es wieder soweit: Im Rahmen der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin vom 11. bis 21. Februar 2010 wird der weltweit bedeutendste Queer Film Award verliehen. Ein Empfänger der Auszeichnung steht bereits fest.

Der Special Teddy geht 2010 an den Filmemacher Werner Schroeter, dem radikalen Experimentierer und großen Außenseiter des Neuen Deutschen Films. Seit Mitte der Sechzigerjahre arbeitet Schroeter an seinem Werk und verteidigt seitdem eine singuläre Position in der internationalen Filmlandschaft. Er wurde neben Fassbinder, Herzog oder Wenders zu einem der wichtigsten Exponenten des aufstrebenden jungen deutschen Kinos.

Sein Werk umfasst bislang an die 20 Langfilme und ebenso viele kurze bis mittellange Kinoarbeiten sowie mehr als 70 Opern- und Theaterinszenierungen. Die französische Zeitung Libération schrieb über ihn: "Schroeter ist der Cocteau unserer Zeit. Das Kino von Werner Schroeter ist reinste Magie, es erfindet eine neue Welt, eine neue Zeit, voller Künstlichkeit und Schönheit. Bilder aus einem Reich des Imaginären, in dem alles erlaubt ist."

Youtube | Werner Schroeters aktuellster Film "Diese Nacht" - Trailer

Schroeter selbst erklärt, was ihn seit Jahren antreibt: "In meinem gesamten kinematografischen Werk - und teilweise auch in meiner Arbeit für das Theater - suche ich die elementaren Kräfte der Liebe, des Todes und des Lebens mit Hilfe vielfältiger Phantasmagorien oder utopischer Formen zu ergründen." Der 1945 geborene Künstler, der bereits im Alter von fünf Jahren den Wunsch geäußert haben soll, Filmregisseur zu werden, hat auf der Teddy-Gala Gelegenheit, dem Publikum zu erzählen, wieweit seine Ergründung der menschlichen Existenz gediehen ist.

Youtube | Szene aus Schroeters "Der Rosenkönig" (1986)

Eine besondere Hommage widmet der 24. Teddy Award übrigens einem weiteren Ausnahmekünstler, dem 1996 verstorbenen Sänger, Komponisten, Texter und Schauspieler Rio Reiser, zu dessen 60. Geburtstag. Rio Reiser war der erste deutsche Sänger, der sich öffentlich als schwul geoutet hat. Zusammen mit seiner Band "Ton Steine Scherben" schuf er nicht nur den Soundtrack der 68er- Generation sondern auch den Soundtrack der beginnenden deutschen Schwulenbewegung, als er gemeinsam mit den Theatergruppen "Brühwarm" und "Transplantis" und den "Ton Steine Scherben" in den 1970er Jahren die ersten schwulen Musicals produzierte und auf die deutschen Bühnen brachte. 1977 bekam Rio Reiser für seine erste Filmrolle in dem Film "Johnny West" den Bundesfilmpreis in Gold.

Galerie:
Der Rosenkönig (1986)
4 Bilder


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