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In "Friendship!" tritt Matthias Schweighöfer mit Co-Star Friedrich Mücke strippend in einem schwulen Club auf. Queer.de sprach zum Kinostart mit den beiden über Freundschaft, Erotik und schwule Fans.

Von Peter Fuchs

Deutschland, 1989: Die Mauer fällt. Der junge Ossi Veit (Friedrich Mücke) will mit seinem Begrüßungsgeld nach San Francisco, zum westlichsten Punkt der Welt. Sein bester Freund Tom (Matthias Schweighöfer) begleitet ihn. Doch das Begrüßungsgeld reicht nur bis New York... Der neue Film "Friendship!" ist ein Road-Trip quer durch die USA. Um an Geld zu kommen, treten Tom und Veit auch in einem schwulen Club auf. Dabei entledigen sie sich als "The Leningrad Stallions" strippend ihrer russischen Uniformen.

Hat sich der Strip als "Leningrader Hengste" für Euch sexy angefühlt?
Friedrich: Also ich fand mich dabei unglaublich sexy. Ich fand Matthias auch sehr sexy!
Matthias: Ja? Ich fand dich auch richtig sexy, Friedrich.

Wie schön. Seid Ihr privat befreundet?
Matthias: Ja, wir kennen uns schon seit zwölf Jahren.
Friedrich: [schaut erstaunt und lacht] Das stimmt so nicht ganz. Wir kennen uns erst seit dem Casting für "Friendship!"
Matthias: Ok, dann seit einem Jahr. Aber Friedrich passte sofort schablonenartig zu mir. Das habe ich so noch nie erlebt. Ich verbinde mit ihm auch die ganzen emotionalen Momente beim Dreh in Amerika. Ich kannte das bisher nicht, dass mir ein anderer Mensch so viel von den Lippen abliest, wie es bei Friedrich der Fall ist.
Friedrich: Wir haben uns auch privat getroffen und einander Vertrauen geschenkt. Die lange Freundschaft zwischen Tom und Veit zu spielen, fiel dadurch ziemlich leicht.

Da seid Ihr für den Striptease ja gut eingespielt gewesen. Hat Euch ein Coach bei der Szene unterstützt?
Matthias: Nein, ich komme ja ursprünglich aus der Strip-Szene und habe damit mein Studium finanziert. [Friedrich schaut wieder erstaunt] Nein, Scherz, wir haben uns an drei Wochenenden mit einem Choreografen zusammengesetzt. Wir entwickelten eine Choreografie, um anhand dieser Choreografie wie Amateure zu improvisieren. Es sollte etwas Festes sein, an dem wir uns orientieren.
Friedrich: Es hat viel Spaß gemacht, vor allem, weil wir beim Strippen unsere eigenen Ideen einbrachten. Ich will nicht zu viel verraten, aber dieser Russenkreis kam von uns.

Gibt es beim Strippen einen Unterschied, ob man als Mann eine Frau oder einen Mann antörnen will? Was glaubt Ihr?
Matthias: Ich finde Männer, die sich dehnen, immer unglaublich blöd. Ich weiß nicht, warum, aber bei einer Frau finde ich es selbstverständlich, dass sie sich gut dehnen kann. Wenn ein Mann ein paar fiese Tanznummern, die eigentlich gedehnt aussehen müssen, vor einer Frau ausübt und sie dabei antanzt, finde ich es ziemlich unerotisch. Allerdings beantwortet das die Frage nicht. Vielleicht müsste man da eine Frau fragen.
Friedrich: Ich finde es eher niedlich, wenn ein Mann dann auch noch versucht, sich seine Schuhe aufzubinden und nicht runter kommt.

Habt ihr die Szene in einer schwulen Bar gedreht?
Friedrich: Nein, das war im Studio mit Komparsen.

Es wäre interessant gewesen, wie ein authentisch schwules Publikum euren Striptease aufgenommen hätte...
Matthias: Ja, das hätte ich ziemlich spannend gefunden.
Friedrich: Aber die Leute, die da begeistert klatschen, die waren schon heiß.
Matthias: Eben. Da brannte die Hütte! Und das hat gerochen – mein lieber Mann!

Bekommt Matthias Schweighöfer auch schwule Fanpost?
Matthias: Kürzlich lobte mich ein Mann für meine Arbeit im Gästebuch meiner Homepage. Zum Abschluss schreibt er "Und wie wir Homos gerne sagen: Kann denn sooo was nicht mal schwul sein? Ich wünsch dir alles Gute für deine Familie", oder so. Ich geh mal davon aus, dass er schwul ist.

Schmeichelt dir das?
Matthias: Klar, das Kompliment nehme ich gerne an. Es gab auch mal die Ausgabe einer Schwulenzeitschrift, bei der ich auf dem Cover war. Die war deshalb ausverkauft. Ausverkauft! Wahnsinn!

Youtube | Preview der heißen Strip-Szene


#1 XDAAnonym
#2 eMANcipationAnonym
  • 13.01.2010, 22:41h
  • Es gibt unzählige schwule Männer, die da sehr viel geiler rübergekommen wären.

    Und dann müssten wir uns auch nicht dummes Gerede darüber anhören, was bei Männern im Gegensatz zur unwiderstehlichen Weiblichkeit angeblich "unglaublich blöd" oder "unerotisch" herüberkommt.

    Männer dürfen übrigens auch Männer "antanzen", auch wenn Vorzeige-Heteros sich von der Gesellschaft das Gegenteil haben eintrichtern lassen.
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#3 Liedel
  • 14.01.2010, 00:29h
  • Dauernd dieser Schweighöfer. Im untergegangenen "Front"- Mag geisterte der doch auch schon mal rum.

    Schweighöfer, Prototyp des "Wimpsters".
    Im ZDF- Morgenmagazin verriet er neulich, dass er früher ein dickes Kind war (und daher von den Frauen eher übersehen wurde). Das macht ihn dann doch irgendwie sympathisch.
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#4 antos
#5 Benedictus
  • 14.01.2010, 06:36h
  • Matthias Schweighöfer: "Wir tun alles für den Film, weil wir den Film lieben und ihn unterstützen..."

    Benedictus: "Ist mir nicht entgangen. Aber als Schwuler gehe ich bestimmt nicht wegen einer einzigen "pseudoschwulen" Szene in den Film. Wenn der Film wirklich so überzeugend wäre, müsstet Ihr nicht diese eine Szene seperat vermarkten. Aber Ihr tut ja alles für den Film ;-)"
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#6 bananasEhemaliges Profil
  • 14.01.2010, 08:01h
  • Sicher ähnlich witzig gemacht wie "Sonnenallee" oder "NVA". Solche Filme liebe ich.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 AndyAnonym
  • 14.01.2010, 09:36h
  • So isses.

    Der Film wird nicht dadurch aufgewertet dass die beiden in einem völlig überzogenen und peinlichen Gay Club tanzen. Schwule werden hier mal wieder zu einer Lachnummer reduziert. Viel mehr als ein Lachen will diese Szene ja auch nicht erreichen...
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#9 walterAnonym
  • 14.01.2010, 10:11h
  • Einfältige Werbung. Welcher Schwule muß ins Kino gehen, wenn er wirklich erotische Männerszenen sehen will?
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#10 stromboliProfil
  • 14.01.2010, 11:09hberlin
  • XDA schreibt am 13.01.2010, 21:44:42 Uhr:
    Bestimmt ein cooler Film!
    Matt7CSI schreibt am 14.01.2010, 09:28:17 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #6
    Auf jeden Fall anschauen!
    WARUM: Auf grund der mageren inhaltsangabe oder wegen dem steiß von scheighöfer

    schweighöfer und kein ende...
    hübscher kerl mit netter visage und knackigem hintern ersetzen nicht gute unterhaltung.
    Gut, den film nicht gesehen und unschlüssig, ob er in meiner lebensplanung eine bedeutende stellung einnehmen sollte.
    Mir geht mehr das halbseidene auf den wecker... dieses kokettieren mit dem schwulen "flair" ..."Ich kannte das bisher nicht, dass mir ein anderer Mensch so viel von den Lippen abliest, wie es bei Friedrich der Fall ist.
    Friedrich: Wir haben uns auch privat getroffen und einander Vertrauen geschenkt."... aber was solls: hetentussis beim erproben einer ihnen unbekannten rolle; schlechte besetzung weil bessere schauspieler es zuvor schon besser machten!

    Was aber ebenso nervig , ist das ständige hinterherlaufen unsererseits, hinter jeder nur angedeuteteten homoerotischen zweisamkeit einsamer schwanzträger etwas auf uns hinweisendes heraus zu deuten. Als wäre es ausdruck höchster weihen , wenn mal 2 männer miteinander mehr machen, als sich über die schwellkörper und drüsen der weiber zu unterhalten.
    Das ist mir bei der besprechung des neuen sherlock holmes ebenfalls begegnet: hinein interpretation unserer seits in die beziehung Holmes/Watson, und die prompte gegenreaktion eines ausgewiesenen homophoben wie regisseur ritchie, der jegliche emotionalität zwischen 2 männern ebenso zu reduzieren sucht, wie wir sie aufbauschen...
    Da haben 2 denkmuster sich gesucht und gefunden!
    Wie wärs denn mal mit der überschrift : Robert Stadlober legt von zeit zu zeit im schwutz als DJ auf.
    Der macht das ohne hintergrund und faxen,
    fühlt sich dabei wohl und basta... alle haben ihren spass.
    So unkompliziert würd ich mir den umgang mit prominenz und schwanzträgern vorstellen
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