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Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) demonstriert Normalität: Bei seiner Antrittsreise in Japan und China ist er mit seinem Partner Michael Mronz unterwegs.

Der 43-jährige Lebensgefährte ist erstmals auf einer längeren Auslandsreise von Westerwelle als Bundesminister dabei. Als der FDP-Chef vergangene Woche den Nahen Osten besuchte, blieb Mronz zwar noch zu Hause, denn Westerwelle besuchte mit Saudi-Arabien und dem Jemen zwei Staaten, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft werden kann (queer.de berichtete).

In Japan und der Volksrepublik China wird Mronz seinem Partner allerdings bis bis Samstag begleiten. So nahmen sie in Tokio gemeinsam an einer Neujahrszeremonie im Meiji-Schrein teil. Auch im offiziellen "Damen-Programm" wird Mronz geführt. So besuchte er etwa ein Museum, als sein Lebenspartner politische Gespräche mit japanischen Regierungsvertretern führte.

Homosexualität in japanischer Politik "tabu"

Allerdings gab es nach Angaben der "Bild"-Zeitung in Japan Vorbehalte: So sagte eine Protokollbeamtin des japanischen Außenministeriums: "Homosexualität in Künstlerkreisen – das geht in Japan. In Wirtschaft und Politik ist das aber ein Tabu."

Mronz sieht die Irritationen locker: "Wir sind früher auch schon zusammen gereist. Jetzt hat Guido einen neuen Job – nicht ich…", erklärte der 43-jährige Sportmanager. Er hatte den Außenminister bereits zu zwei Kurzbesuchen nach Rom und Stockholm begleitet.

Nach seinem "stillen Coming-out" vor fünfeinhalb Jahren hat Westerwelle seinen Freund offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt (queer.de berichtete). Über sein Privatleben spricht der liberale Politiker allerdings selten. Er hatte das damals so begründet: "Ich bleibe bei der Erkenntnis, wenn man die Medien einmal in sein Schlafzimmer einlädt, bekommt man sie dort nie wieder heraus." (dk)



55 Kommentare

#1 TimmAnonym
  • 14.01.2010, 16:13h
  • Gute Entscheidung von Westerwelle seinen Lebenspartner nach Ostasien mitzunehmen und ihn offen zu zeigen...

    In diesen Ländern Ostasiens, wo homosexuelle Handlungen legal sind, geht es mittlerweile um die Stärkung der Sichtbarkeit homosexueller Paare. Das finde ich gut so.

    Was das Fernbleiben im Nahen Osten angeht, da kann man drüber streiten. Verstehen kann ich die Entscheidung Westerwelles...andererseits vielleicht wäre doch ein wenig mehr Courage von Westerwelle im Nahen Osten genausogut. Gerade dort bedarf es verstärkter Anstrengungen europäischer Diplomatie.
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#2 Yes to TaiwanAnonym
  • 14.01.2010, 17:01h
  • Antwort auf #1 von Timm
  • Finde ich auch gut, allerdings sollte Herr Mronz bei dem Besuch Westerwelles in China lieber in Japan oder in einem Luxushotel in China bleiben, bis der Besuch vorbei ist. Ehrlich gesagt, würde ich in der Rolle als Außenminister(in) China nie einen Besuch abstatten, sondern die Machthaber nach Berlin in die chinesische Botschaft zitieren. Außerdem soll Deutschland seine diplomatischen Beziehungen zum Reich der Titte (Verzeihung: Mitte) erst dann wieder aufnehmen, wenn die Menschenrechte im bevölkerungsreichsten Land der Erde nicht mehr mit Füßen malträtiert werden! Außerdem sollten Firmen, die nach China exportieren, sanktioniert werden!
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#3 TommAnonym
  • 14.01.2010, 17:25h
  • Also - hätte ich dem Westerwelle echt nicht zugetraut, das er so viel "Arsch in der Hose" hat, und seinen Lebenspartner zu offiziellen Auslandsreisen mitnimmt ... cool :-)

    Hut ab !! :-)
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#4 XDAAnonym
#5 ThorbenAnonym
  • 14.01.2010, 18:22h
  • Klar, wenn unser Operettenminister Spaßkanzler Guido I. schon auf Staatskosten durch die Welt jetten kann, darf sein Freund natürlich nicht fehlen - aber auch nur da, wo es nicht zu gefährlich wird.

    In dem Moment, wo er seinen Freund unabhängig vom Land mitnimmt und auch in allen Ländern Homorechte anmahnt, finde ich es in Ordnung. Aber so wie er sich mit fadenscheinigen Argumenten zurückzieht (oder glaubt wirklich irgendwer, dass es sich auch nur ein Staat leisten könnte, einen westlichen Außenminister wegen seines Partners gefangen zu nehmen), hat er keinen Respekt verdient.

    Wie immer bei der FDP: reine Schau-Politik, aber bei der realen Politik mangelt es dann.
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#6 antos
#7 BenAnonym
  • 14.01.2010, 20:18h
  • "Paragraf-175-Fan Konrad Adenauer würde sich im Grab umdrehen, wenn er von der Partnerwahl von aktuellen Bundesministern wüsste."

    Achso, mhm, wer war noch mal unter Adenauer Außenminister?

    Wie lautet nochmal das Gesetz in Saudi-Arabien wonach man wegen "Homosexualität" verhaftet werden kann?

    Top recherchiert, Glückwunsch!
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#8 Liedel
  • 14.01.2010, 20:41h
  • Schwarz-gelb 2010. Angie verschanzt sich im Kanzleramt (wie olle Helmut) und sitzt aus. Gulldo jettet durch die Welt und strahlt. So wie er schon früher durch Deutschland jettete (Guidomobil, Big Brother). Und Rösler bereitet die schleichende Übernahme seines Ministeriums durch Pharmaindustrie und private Krankenversicherung vor.

    Gulldo hat doch eine "geistig-politische Wende" von der neuen Bundesregierung gefordert (wie war das doch mit Kohls geistig- moralischer Wende?). Statt viel Show und leeren Versprechungen könnte diese "Wende" sich tatsächlich vollziehen, und zwar mit Hilfe des Showbusiness.

    Mronz? Mross? Stefan Mross und Stefanie Hertel!
    Warum lassen wir die beiden eigentlich nicht nach Saudi- Arabien, Japan und die VR China reisen? Zum Show machen sind die doch tausendmal besser und kreativer als Gulldo mit seinem Tennis- und Segelmronz. Und wer steht mehr als die beiden für den "Standort Deutschland"?
    Da fragt keener, ob der Mross nu die Hertel oder umgekehrt mitnehmen darf oder nicht. Und außenpolitische Akzente können weder die beiden noch Gulldo setzen.

    Genauso wie in der Entwicklungspolitik.
    Carmen Nebel statt Dirk Niebel!
    Aus'm Osten, dazu Botschafterin der UNICEF und des Roten Kreuz. Zudem war sie im Jahr 2002 als so genannte „Bootschafterin“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aktiv.

    Wer könnte das deutsche Volk, seine Kanzlerin und ihren Außenminister besser repräsentieren als diese Herrschaften? So wüsste wenigstens jeder woran er ist. Es wäre halbwegs spaßig, also nicht FDP- spaßig, denn das ist nicht mal kreativ und so leicht zu durchschauen.
    Und man könnte die noch verbleibenden knappen 3 Jahre und 10 Monate schwarze Dunkelheit mit gelegentlichem gelben Flackern einigermaßen ertragen
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#10 Mister_Jackpot
  • 15.01.2010, 00:42h
  • Ja also da wo es legal ist ist das ja wohl nichts besonderes wenn er seinen Partner mitnimmt. Sorry aber wer das jetzt als Erfolg für Homorechte verkauft, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Hätte er ihn in den nahen Osten mitgenommen wäre ich beeindruckt.....da hätte er wirklich ein Zeichen setzen können. Aber nach Asien? Naja...er geht halt immer lieber den leichten Weg...was solls...?
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