Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11637

Proposition 8 und kein Ende: In Kalifornien verhandelt ein Gericht darüber, ob das Referendum für ungültig erklärt wird, weil es einzig aus Hass gegen eine Minderheit auf den Stimmzettel kam.

Das ist eines der Argumente von Homo-Aktivisten beim Verfahren um das 2008 beschlossene Ehe-Verbot. Damals stimmte eine knappe Mehrheit der Kalifornier für die Abschaffung der gleichgeschlechtlichen Ehe im Bundesstaat (queer.de berichtete). Für die Verhandlungen in dem Bundesbezirksgericht (District Court) sind drei Wochen angesetzt.

Der Anwalt Theodore Olson argumentierte für die Homo-Aktivisten, dass Schwule und Lesben nur aus Hass das Eherecht wieder entzogen wurde. Das sei aber nach einer Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofes aus dem Jahre 1996 verboten: Damals entschieden die Verfassungsrichter mit sechs gegen drei Stimmen, dass ein Artikel in der Regionalverfassung von Colorado verfassungswidrig sei, weil er nur aus Hass gegen Homosexuelle eingefügt wurde. Mit Amendment 2 hatte 1993 eine Mehrheit der Wähler in Colorado einem Volksentscheid zugestimmt, der Homosexuelle ausdrücklich von Antidiskriminierungsgesetzen ausschließt.

Youtube | Bericht im NBC-Frühstücksfernsehen

"Proposition 8 und die irrationale Auslegung der Ehe in der kalifornischen Verfassung liegen nicht im Interesse des Staates Kalifornien", erklärte Anwalt Olson. "Es brandmarkt Schwule und Lesben lediglich als anders, minderwertig und ungleich". Er rief mehrere Experten in den Zeugenstand, die u.a. aussagten, dass die Homo-Ehe der kalifornischen Wirtschaft nütze und das Verbot eine besondere Härte für die Betroffenen darstelle.

Live-Übertragung vom Verfahren verboten

Die Ehe-Befürworter setzten sich dafür ein, dass das Verfahren live im Internet übertragen wird. In einer Eilentscheidung wurde dies aber von Obersten US-Gerichtshof mit fünf gegen vier Stimmen untersagt. Homo-Gegner hatten geklagt, dass sie bei einer Live-Übertragung erkannt und diskriminiert werden könnten. Gegen sie seien bereits wiederholt Todesdrohungen eingegangen. Die Mehrheit der Verfassungsrichter erklärte, dass durch das Streamen im Internet ein "nicht wieder gut zu machender Schaden" entstehen könne.

Das in einigen Wochen erwartete Urteil des Bezirkgerichts wird mit Sicherheit nicht das letzte Wort in dieser Frage sein. Homo-Aktivisten erklärten, sie würden durch alle Instanzen bis zum Obersten Bundesgerichtshof klagen. Würde dieser zu ihren Gunsten entscheiden, stünden auch Ehe-Verbote für Schwule und Lesben in anderen Bundesstaaten auf der Kippe. (dk)

Youtube | George Takei ("Sulu") und sein Ehemann in einem Interview über Proposition 8


#1 TimotheusAnonym
  • 15.01.2010, 16:32h
  • "Homo-Gegner hatten geklagt, dass sie bei einer Live-Übertragung erkannt und diskriminiert werden könnten."

    Haha, ausgerechnet diese Hetzer, die uns diskriminieren wollen, haben Angst vor angeblicher "Diskriminierung" und wollen nicht erkannt werden. Das zeigt, wie verquert die denken.

    Und wie immer bei diesen Leuten: schön unerkannt bleiben und aus der Anonymität heraus hetzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Franky_EyesProfil
  • 15.01.2010, 16:40hBerlin
  • Ist schon hart diese Ironie der Zeit.
    Da haben sich welche so eine Mühe gemacht um der Nachwelt den Hass zu erhalten und nun wirds zu Lebzeiten wieder gekippt weil wenigstens einige Gesetze da drüben schon in der Gegenwart angekommen sind.

    Ob sich da ein paar von den Radikal-Christen vor Wut in den Hintern gebissen haben als diese Meldung raus war!?!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 TimotheusAnonym
  • 15.01.2010, 17:14h
  • Antwort auf #2 von Franky_Eyes
  • "Ob sich da ein paar von den Radikal-Christen vor Wut in den Hintern gebissen haben als diese Meldung raus war!?!"

    Hihi!

    Sie haben sich wahrscheinlich wie Silas im Da Vinci Code mit irgendwelchen Ketten und Peitschen selbst gegeißelt, weil sie es vielleicht doch nicht schaffen, ihren Hass gut genug zu verbreiten.

    Das ist wenigstens der Trost bei solchen Hetzern:
    die hassen sich selbst so sehr und werden so von ihrem Selbsthass zerfressen, dass die unser Leben gar nicht so schlecht machen können, wie ihr eigenes verpfuschtes Leben ist!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 MarekAnonym
  • 15.01.2010, 17:19h
  • Mal eine "technische" Frage:

    dieses "Support Gay Marriage"-Bild mit Ernie und Bert von der Titelseite (im Artikel selbst fehlt es leider): gibt es das irgendwo in groß und ohne das Drumherum? Also nur das Motiv selbst ohne Schatten?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Gay Sex AddictAnonym
  • 15.01.2010, 17:21h
  • Hoffentlich wird das Eheverbot gekippt, damit die renitenten fundamentalistischen Christen endlich mal einen vor den Latz bekommen!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 goddamn. liberalAnonym
  • 15.01.2010, 17:41h
  • Antwort auf #2 von Franky_Eyes
  • Wieso sollte der homophobe Volksentscheid durch US-Gerichte gekippt werden? V. a. das oberste Gericht ist mehrheitlich mit Richtern besetzt, die von Reagan, Bush. sen. und Bush jun. auf Lebenszeit ernannt wurden. Da hat man eine Rechtsauffassung, die nicht nur 'konservativ' ist, sondern hierzulande klar verfassungswidrig wäre. Es war schon ein Wunder, dass die 2003 das Verbot von Homosexualität in vielen US-Staaten gekippt haben. Eine Gesetzgebung, die anderswo seit 200 Jahren nicht mehr existierte...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TimotheusAnonym
#8 Liedel