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  • 17. Januar 2010, noch kein Kommentar

Das Electro-Duo kommt endlich nach Deutschland: An sechs Terminen gibt es neben Klassikern neue Songs aus der CD "Love 2".

Von Jan Gebauer und Thomas Hammerl

Mit ihrem Debüt "Moon Safari" (1998) und den Soundtracks zu "The Virgin Suicides" und "Lost In Translation" gelangte das geniale französische Electro-Duo zu Weltruhm. Anfang 2010 kommen Air, die hierzulande schon lange nicht mehr gastierten, auf Deutschland-Tour. Im Programm hat das um einen Schlagzeuger erweiterte französische Elektropop-Duo neben seinen Klassikern wie "Sexy Boy", "Cherry Blossom Girl" oder "Kelly Watch the Stars" auch ein neues Album. Für "Love 2" gab es zahlreiche gute Kritiken: "Air schreiben plötzlich richtige Songs mit Strophen und Refrains, mit Melodien und Texten, die man mitsingen kann. Alles natürlich weiter im typischen Air-Rahmen, sprich: weich und gehaltvoll, verträumt und atmosphärisch, warm und in Momenten gewollt kitschig", urteilte das Fachblatt "Visions". Zudem stellte der "Prinz" fest: "Air klingen mit Gitarren, Drums und Krautrockeinschlag rauer und impulsiver. So aufgeweckt hat man die Franzosen noch nie gehört."

Youtube | Air live: ''Sexy Boy''

"Wir waren erst Hype, dann Trend, dann erlebten wir erfolgsmäßig einen tiefen Fall. Und jetzt geht es weiter". Mit diesen Worten umriss Jean-Benoît Dunckel (Gesang, Keyboards) die bisherige Karriere der Gruppe, zu der noch Nicolas Godin (Gitarre, Gesang) gehört. 1995 gegründet, veröffentlichten die beiden Architektur- und Mathematik-/Physik-Studenten ihr Debüt drei Jahre später. Das schwermütige "Moon Safari" verkaufte sich binnen zwölf Monaten über eine Million Mal und bescherte dem Duo einen Blitzstart. "Die Lieder auf dieser CD sind wie Träumereien, denn wir wollen der Wirklichkeit entfliehen", sagte Dunckel über jenes Werk, das seitdem als Referenzgröße im Ambientpop gilt. Anno 2000 steuerten die Zwei, deren Bandname nach eigener Aussage für Amour, sprich: Liebe, Fantasie und Traum steht, die Filmmusik zu Sofie Coppolas "The Virgin Suicides" bei. Ihr dort eingeschlagener Weg, düster und experimenteller zu klingen, bestätigt sich auf der CD "10.000 Hz Legend" (2001). Mit "Talkie Walkie" indes gingen Air 2004 wieder auf eingängigen Softpop-Kurs. "Pocket Symphony" (2007) ist so melancholisch wie minimalistisch und wurde mit diversen Gastmusikern eingespielt.

Auf "Love 2" machten sie dagegen weitgehend alles selber, wenngleich von Anfang an ein Schlagzeuger dabei war. Durch Joey Waronker sind Air nicht nur zum Trio mutiert, sondern wirken stellenweise sehr rhythmisch. Das kraftvolle "Do The Joy" ist dafür ein guter Beweis. "Im Angesicht eines kollabierenden Planeten fordert es auf, sich trotz des drohenden Endes zu amüsieren" (Amazon). Gleichzeitig bewahren Air in diversen Tracks aber den für sie typischen intimen, nie belanglos wirkenden Lounge-Pop mit Easy-Listening-Esprit. Textlich haben sie, die 2005 vom französischen Kulturministerium mit dem "Orden der Künste und Literatur" ausgezeichnet worden sind, ebenfalls etwas zu sagen: "So Light Is Her Footfall" wurde von Oscar Wildes "Das Gespenst von Canterville" inspiriert, während für die erste Single-Auskoppelung "Sing Sang Sung" Englischunterricht die Vorlage bildete. An seine bevorstehenden Deutschlandkonzerte geht das Trio, wie Jean-Benoît Dunckel im "Melodie & Rhythmus"-Interview verriet, ganz im Einklang zum Titel ihres aktuellen Albums: "Dieser symbolisiert die Sehnsucht nach Gefühl, nach Liebe. Und gleichzeitig nach der großen Kunst, solch ein Gefühl mit der Einfachheit zu verschmelzen."

Tour-Daten:

25.1. Stuttgart, Theaterhaus
26.1. Leipzig, Haus Auensee
27.1. Berlin, Huxleys
29.1. Köln, Palladium (E.: 18.30, B.: 20 Uhr)
30.1. München, Tonhalle
01.2. Mainz, Phönixhalle
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Karten zu 30,- Euro (zzgl. Gebühren) an den Vorverkaufsstellen und bei www.ticketonline.com (Hotline: 01805.4470 – 0.14 €/Min.) sowie www.ticketmaster.de, www.eventim.de