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  • 22.01.2010           37      Teilen:   |

Luxemburg will Ehe öffnen

Noch in diesem Jahr wird Luxemburg die Ehe für Schwule und Lesben öffnen, erklärte Justizminister François Biltgen in einer Parlamentsdebatte.

Wie das Luxemburger "Tageblatt" berichtet, soll das Gesetz noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Biltgen ist Mitglied der Christlich Sozialen Volkspartei (CSV) von Premierminister Jean-Claude Juncker, die bisher der Ehe-Öffnung kritisch gegenüber stand. Seine Parteifreundin Christine Doerner erklärte in ihrer Rede zwar, dass für die Partei zwar nach wie vor die heterosexuelle Ehe an erster Stelle stehe, sie sich aber einer Öffnung der Zivilehe nicht in den Weg stellen würde. Allerdings lehne sie eine völlige Gleichbehandlung von Homo-Paaren beim Adoptionsrecht ab. Möglich sei lediglich die Stiefkindadoption.

Die Debatte um Homo-Rechte war von den Grünen und Liberalen beantragt worden. Fünf der sechs im Parlament vertretenen Parteien sprachen sich für eine Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe aus. Einzig die rechtsgerichtete Alternativ Demokratische Reformpartei (ADR), die bei den Wahlen im vergangenen Jahr acht Prozent der Stimmen erhielt, ist gegen eine Reform. ADR-Sprecher Fernand Kartheiser, verwies darauf, dass es angeblich viele Studien gebe, "die für das traditionelle Familienbild sprechen". Ehe-Öffnung und Adoptionsrecht seien daher gefährlich. Einzig eine Reform der "Legalen Partnerschaften" sei mit der Partei zu machen. Diese wurden 2004 im Großherzogtum nach dem Vorbild der französischen PACS eingeführt. Hier werden gleich- oder verschiedengeschlechtlichen Paaren viele eheähnliche Rechte gewährt.

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Auch "Ehe-Light" soll erhalten bleiben

Diese Ehe-Light soll nach dem Willen der Parlamentarier auch nach einer Ehe-Öffnung weiter erhalten bleiben. So erklärten Politiker mehrerer Parteien, dass es bei den "Legalen Partnerschaften" in erster Linie um materielle Fragen gehe, während bei der Ehe sentimentale, gesellschaftliche Fragen im Vordergrund stünden. Der liberale Xavier Bettel und der grüne Félix Braz mahnten an, dass Luxemburg ohnehin ein Schlusslicht in der Gleichstellung sei. "Selbst tiefkatholische Länder sind heute weiter", erklärte Braz.

Trotzdem gehört das rund eine halbe Million Einwohner zählende Luxemburg traditionell zu den fortschrittlicheren Ländern in Fragen der Homo-Rechte. So hat das Land Homosexualität bereits vor 216 Jahren legalisiert (Deutschland vor 41 Jahren). Eine deutliche Mehrheit der Luxemburger befürwortet mehreren Umfragen zufolge die Ehe-Öffnung.

In Europa hat zuletzt Portugal die Gleichbehandlung im Ehe-Recht beschlossen (queer.de berichtete). Bereits Gesetz ist dies in den Niederlanden, Belgien, Spanien, Norwegen und Schweden. (dk)

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Tags: luxemburg, homo-ehe
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 37 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

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Die ersten:   
#1
22.01.2010
13:19:49


(+4, 4 Votes)

Von Mister_Jackpot
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Find ich gut...Bravo an die Luxemburger...mehr lässt sich dazu eigentlich nicht sagen....nur vielleicht noch eins: ARMES DEUTSCHLAND! :-)


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#2
22.01.2010
13:39:23


(+2, 4 Votes)

Von Michael H


Das sind ähnliche Zustände wie im Iran

"Seit 2008 ist es auch möglich, dass zwei Personen des gleichen Geschlechts in Deutschland nach deutschem Recht eine Ehe führen, allerdings nur wenn ein Partner während einer bisher heterosexuellen Ehe sein Geschlecht ändert. Die Ehe darf ungeschmälert fortgeführt werden nach der ersatzlosen Streichung des § 8 Abs. 1 Nr. 2
Transsexuellengesetz."

Quelle :

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Gleichgeschlechtliche_Ehe


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#3
22.01.2010
13:39:23


(-3, 7 Votes)

Von Gerd


Eine sehr schöne Meldung aus dem benachbarten Luxemburg; damit folgt dieses Land seinen Nachbarstaaten Belgien und Niederlande.

In Deutschland haben die Grünen übrigens auch einen solchen Gesetzentwurf bereits in der letzten Legislaturperiode eingebracht und wurden in ihrer Forderung von der Linkspartei unterstützt.

*
Link:
dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/135/1613596.pdf


Das interessante daran ist, dass die Überarbeitung des § 1353 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) nicht einmal der Zustimmung des Bundesrates bedürfte. Der Gesetzentwurf der Grünen ist nicht im Bundesrat zustimmungspflichtig.

Wenn es also Niederlande, Belgien, Luxemburg, Spanien, Portugal, Norwegen und Schweden dieses Jahr geschafft haben , dann sollte auch Deutschland dies endlich umsetzen !!!

Wird aber in Deutschland wahrscheinlich nur Erfolg haben, wenn die Grünen oder die Linkspartei auf Bundesebene mitregieren !!! Und solange das nicht der Fall ist, wird halt zumindest die Lebenspartnerschaft weiter ausgebaut. Ich frage mich, wohin die FDP unter Westerwelle tendieren wird...


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#4
22.01.2010
13:44:41


(+5, 5 Votes)

Von goddamn. liberal


Ja, in den USA ist Homosexualität seit 7 Jahren überall legal (Herr Bush bedauerte damals übrigens dieses Entscheidung des obersten Gerichtshofs), in Deutschland seit 41 Jahren und in Luxemburg seit 216 Jahren...

Das zeigt ja wohl, wo der Hammer hängt...

Denn: Wem haben wir und die Luxemburger diese frühe Legalisierung zu verdanken? Herrn Ludigs bösen und schröcklichen Jakobinern!


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#5
22.01.2010
14:03:13


(+4, 4 Votes)

Von Tour d'Amour


Ein Hoch auf das Großherzogtum!


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#6
22.01.2010
14:15:42


(+5, 5 Votes)

Von Marek


Ein weiterer EU-Staat, der fortschrittlicher als Deutschland ist.

Das freut mich sehr für Luxemburg. Schade ist nur, dass das Adoptionsrecht nicht auch voll gleichgestellt wurde; das ist vor allem für betroffene Kinder schade, denn da geht es nicht nur um die schwulen und lesbischen Paare, sondern gerade vor allem um die Kinder!

Aber das kommt dann vielleicht auch irgendwann später.

Der erste Schritt ist jedenfalls gemacht! Und die Ewiggestrigen müssen von Tag zu Tag mehr sehen, dass ihre lächerlichen Argumente falsch sind und keinen mehr hinterm Ofen vorlocken.

Noch was zur Bemerkung, das könne die Ehe zwischen Heteros entwerten:
Es gibt keine begrenzte Menge an Liebe. Und nur weil Schwule und Lesben endlich gleichgestellt werden, heißt das nicht, das Heteros schlechter gestellt werden; es geht um Gleichstellung, nicht Besserstellung. Eigentlich ist Gleichheit auch ein demokratisches Grundprinzip. Nur in Deutschland haben das Union und FDP noch immer nicht erkannt oder wollen es nicht wahrhaben.


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#7
22.01.2010
14:21:36


(+5, 5 Votes)

Von mezzo


Irgendwie lässt der prophezeite Untergang des Abendlandes durch die Schwulenehe mittlerweile ziemlich lange auf sich warten...;-)
Obwohl immer mehr Länder die Ehe gleichstellen tanzt Satan weder in Madrid oder Kapstadt, noch in Stockholm durch die Straßen.


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#8
22.01.2010
14:27:28


(+3, 3 Votes)

Von Loren
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #6 von Marek


Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.


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#9
22.01.2010
16:25:33


(-2, 6 Votes)

Von Hando


Die heterosexuelle Ehe wird nicht dadurch geschwächt, dass sie auch für Schwule und Lesben geöffnet wird. Die heterosexuelle Ehe wird durch die "Ehe light" gefährdet, die jetzt in Luxemburg weiter bestehen bleiben soll.
Diese war, wie das französische Pacs, seinerzeit kein schlechter Gedanke und ja eigentlich für Schwule und Lesben gedacht. Dann aber übernahmen immer mehr Heteros diese Form der "Ehe", weil sie sich nicht endgültig binden wollten. Man kann aber keine Ehe auf Probe oder eine Ehe light führen. Wer sich für einen Menschen entschieden hat, sollte dann auch ohne Wenn und Aber zu ihm bzw zu ihr stehen.


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#10
22.01.2010
17:05:54


(0, 2 Votes)

Von anonymus
Antwort zu Kommentar #2 von Michael H


Michael! Bei allem Verständnis ... aber das ist unsachlich! Wir werden n i c h t ins Gefängnis gesteckt, wir werden n i c h t ausgepeitscht und uns droht auch kein Galgen!


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