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Der Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain muss in einer Pressemitteilung die Ablehnung der Homo-Ehe bekräftigen, während seine Frau und seine Tochter in der Kampagne für die Ehe-Öffnung aktiv sind.

In der amerikanischen Politik sind Ehefrauen und Töchter von Senatoren und Präsidenten meist nur gut geschminkte Statisten - besonders bei den "familienfreundlichen" Republikanern. Bei einem Thema beziehen John McCains Ehefrau Cindy und seine 25-jährige Tochter Meghan nun aber Stellung: Sie sind Mitglied der NOH8-Kampagne, die gegründet wurde, nachdem die Kalifornier vor 14 Monaten in dem Volksentscheid "Proposition 8" Schwulen und Lesben das Eherecht wieder entzogen (queer.de berichtete). "NOH8" bedeutet "No Hate" (Kein Hass).

Die Kampagnenfotos zeigen Mutter und Tochter mit der Aufschrift "NOH8" auf ihrer Backe und einem Isolierband, das über ihren Mund geklebt wurde. Cindy gibt sich dazu patriotisch und legt ihre Hand ganz amerikanisch auf ihr linke Brust über das Herz.

John: Ehe ist heilig

Ihr Ehemann musste sich für diese in seiner Partei unpopuläre Meinung bereits rechtfertigen. Sein Büro erklärte trotzig: "Senator McCain glaubt, dass die Ehe einen besonderen Stellenwert hat und als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert wird." Der Republikaner galt vor seinem Präsidentschaftswahlkampf als einer der liberalen Köpfe seiner Partei, pflegte aber während der Kampagne seine konservative Wählerschaft. So unterstützte er - anders als sein Kontrahent Obama - den Volksentscheid Proposition 8 (queer.de berichtete).

Die "NOH8"-Kampagne zeigte sich erfreut über die Hilfe der weiblichen McCains: "Das ist eine der bekanntesten republikanischen Familien der Gegenwart. Dass Frau McCain zu uns gekommen ist, um uns zu unterstützen, bedeutet uns deshalb sehr viel", heißt es in einer Stellungnahme auf der Kampagnen-Website. Insbesondere Fernsehstars wie Kathy Griffin werben dort für eine Gleichbehandlung im Eherecht.

Derzeit verhandelt ein Gericht in San Francisco darüber, ob das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in Kalifornien gegen die Verfassung verstößt (queer.de berichtete). (dk)



#1 MarekAnonym
  • 22.01.2010, 16:49h
  • Zwei intelligente, starke Frauen!

    Und wie sehr muss eine ewiggestrige Partei ihre Mitglieder mit ideologischer Propaganda abrichten, damit sie ihrer eigenen Familie dermaßen in den Rücken fallen...
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#2 Liedel
  • 22.01.2010, 17:16h
  • Kennt eigentlich noch wer diesen grottigen, schmalzigen Schlager von Margot Eskens?
    "Cindy, oh Cindy, dein Herz muss traurig sein, der Mann den du geliebt, ließ dich allein".

    Nicht, dass die Homo- Ehe die Ehe der beiden noch zerstört. Das wäre bei McCain dann schon das zweite mal. Wie unmoralisch Das muss er dann lebenslänglich "wegbeten"
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#3 anonymusAnonym
#4 Mr. XTCAnonym
  • 23.01.2010, 10:53h
  • Streit gibt es in den besten Familien - warum soll die McCain-Sippe davon ausgenommen sein?
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#5 IngoAnonym
  • 26.01.2010, 11:43h
  • Der Mann tut mir irgendwie leid.

    Ich hatte schon während des Wahlkampfes 2008
    oft den Verdacht, dass der Mann Meinungen
    vertreten muss, die nicht seine sind.

    Naja, aber die Seiten wechseln gilt bei den
    Konservativen vermutlich als unmännlich
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