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Das Branchenmagazin DWDL.de berichtete am Mittwoch, dass eine schnelle Abschaltung von TIMM drohe.

Am Dienstag wurde erst bekannt, dass der TIMM-Betreiber, die Deutsche Fernsehwerke GmbH (DFW), Insolvenz angemeldet hat (queer.de berichtete). Die Lage ist nun offenbar hochdramatisch: Wegen ausstehender Zahlungen soll der Satellitenbetreiber Astra damit drohen, die Verbreitung umgehend einzustellen. Ebenso hätten mehrere Kabelnetzbetreiber Fristen für Zahlungen gesetzt.

Mit dem Insolvenzverfahren will die DFW die Einstellung des Programms verhindern: DWDL.de erfuhr über den "Flurfunk", dass nun die Aufrechterhaltung des Sendebetriebs oberste Priorität habe. Insolvenzverwalter Jürgen Wallner könnte sich dann nach neuen Investoren umsehen, die dem Sender eine Zukunftsperspektive geben. Zuletzt hatte der Sender im November neue Investoren gefunden (queer.de berichtete). Immerhin sei TIMM bereits eine bekannte Marke in der Zielgruppe, schreibt DWDL.de. Es sei allerdings fraglich, "wie ein kostengünstigeres Programm effektiver beim Publikum und Werbekunden ankommen könnte".

Unter den TIMM-Mitarbeitern soll die Stimmung derzeit sehr schlecht sein. Die Dezembergehälter sollen noch ausstehen. Von der Insolvenz erfuhren die meisten aus den Medien.

Die DFW selbst hat sich bislang zu den Hintergründen der Insolvenz noch nicht geäußert, beim Sender wollte man auf Anfrage von queer.de keinen Kommentar abgeben. Man werde sich erst in der nächsten Woche äußern. Die Timm.de-Website wird inzwischen auf die DFW-Seite weitergeleitet, das Programm wird weiter ausgestrahlt.

TIMM-Chef Frank Lukas hatte sich stets überzeugt gezeigt, dass ein schwuler TV-Sender auch in Deutschland erfolgreich sein kann. TIMM war am 1. November 2008 als erster deutscher Schwulensender gestartet. In seinem 24-Stunden-Programm hat der Sender auch Akzente mit Eigenproduktionen wie "TIMMousine" oder der Datingshow "Homecheck" gesetzt. Zudem wird mit "TIMM Today" eine tägliche Nachrichtensendung aus schwuler Perspektive produziert. (dk)



#1 dantonAnonym
  • 27.01.2010, 12:55h
  • Die website von Timm ist seit gestern auch nicht mehr erreichbar. Kein gutes Zeichen ...
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#2 splattergayAnonym
  • 27.01.2010, 13:11h
  • Dann wird wahrscheinlich bald ein Katholen-oder Evangeliken-Sender den Platz belegen, die sind ja auf dem Vormarsch.

    Vielleicht "Vatikan-TV", der wäre dann wenigstens genau so schwul.
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#3 darkon
  • 27.01.2010, 13:12h
  • Die TIMM-Seite ist durchaus noch erreichbar. Sie ist nur komplett überlastet, weswegen ab und an der Server halt nicht mehr erreichbar ist.

    Ist ja kein Wunder, da nun etliche Leute die Seite aufrufen um zu gucken ob da was neues steht.

    Heute Nacht konnte man sie gut aufrufen und ich habe heute morgen noch problemlos im Forum schreiben können.
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#4 Liedel
  • 27.01.2010, 13:27h
  • Irgendwie muss ich immer, wenn ich gerade jetzt etwas von TIMM lese, an einen gewissen Ex- Nachrichtenchef des Senders denken.
    Hat wohl rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen...
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#5 beobachterAnonym
  • 27.01.2010, 13:30h
  • Die haben vorgestern nacht einen Film ohne Vorankündigung eine halbe Stunde zu früh gesendet, so daß man ihn nicht vollständig aufnehmen konnte.
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#6 XDAAnonym
#7 Frankyboy
#8 dummfugAnonym
  • 27.01.2010, 14:38h
  • Ich empfand es als das allergrößte Manko, das sie ihr eigenes Programm so schlecht beworben hatten. Die beste Programminfo bekam man nicht auf ihrer eigenen Webseite, da musste man doch x mal klicken und irgendwie Flash-Fenster schieben, um endlich mal etwas lesen zu können über das aktuelle Programm. Videotext wurde ja auch nicht ausgestrahlt, ganz zu schweigen vom EPG. Die beste Programmübersicht hatte man immer noch hier auf queer.de -> TV-Tipps. Dann haben sie zuletzt eine neue Webseite gestartet, aber außer bunten Farben war wieder nichts dahinter - das Programm konnte man nicht einfach mal auf einer Seite vollständig sehen, dabei kann so eine reine Textseite doch wirklich nicht so schwer sein. Genauso sind sie mit den Zuschauern verfahren - wie andere hier auch beschreiben - einfach mal früher oder später senden - ja so verprellt man doch Kunden! Oder wie fühlt Ihr Euch, wenn Eure Stammkneipe einfach um 9:45 schließt und eine private Geburtstagsfeier hat ohne Vorankündigung? Das geht doch gar nicht!

    Natürlich ist es schwer, preisgünstig gute Inhalte zu kaufen oder selbst zu produzieren. Aber eine gewisse Verlässlichkeit muss auch da sein - und eine saubere Programmplanung und Veröffentlichung kostet noch das wenigste Geld. Wenn man etwas auf die Beine stellen will, dann muss man solide anfangen. Gibt es Probleme - back to the roots. Und wenn man Inhalte braucht, dann lädt man abends mal live ein paar Gäste ein und macht regelmäßig einen Talkabend zu interessanten Themen. Klar nerven die ständigen Jingles -Morgen: Dienstag usw. aber so haben sie das Programm auch etwas gestreckt. Das ärgerlichste war jedoch, das man kaum etwas aufnehmen oder sehen konnte - und auf gut Glück schalte ich die Kiste normalerweise selten ein.

    Dann wäre es mir viel lieber gewesen, sie hätten eben nur nachmittags und nachts gesendet und nicht rund um die Uhr. So hätte man bestimmt Transponderzeit sparen können. Ich hoffe wirklich, das der Insolvenzverwalter ein sauberes Konzept aus der Tische zieht und den Sender auf Vordermann bringt, damit TIMM nicht verschwindet.
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#9 snoopyAnonym
  • 27.01.2010, 14:40h
  • Also bei dem Programm kein Wunder das es wenige sehen wollten. So häufig wenn ich da reingeschaltet habe kamen irgendwelche langweiligen Serien deren Hauptzielgruppe sich wahrscheinlich an Frauen richtet und mit so was können die meisten jungen Schwulen nix anfangen.
    Die älteren und vor allem die davon in der Medienbranche sitzen sollten mal von ihrem Klischeedenken wegkommen
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#10 TIMMAnonym
  • 27.01.2010, 15:55h
  • Wir arbeiten an der Behebung der Serverprobleme. Vermutlich führt ein fehlerhaftes Skript zur Überlastung des Servers.
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