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Die amerikanische Dating-Website eHarmony muss 500.000 Dollar (350.000 Euro) Entschädigung an Schwule zahlen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung keinen Partner auf der Plattform suchen durften.

Insgesamt hatten 150 Kalifornier gegen das in Pasadena ansässige Unternehmen geklagt. Die von einem evangelikalen Christen betriebene Internetfirma hat sich mit den Klägern außergerichtlich geeinigt. Teil der Vereinbarung ist, dass eHarmony kein Fehlverhalten eingesteht. Zusätzlich muss die Datingsite für die juristischen Scharmützel 1,5 Millionen Dollar (1,2 Millionen Euro) in Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Ein Richter muss der Vereinbarung noch zustimmen; der Gerichtstermin ist für den 3. Februar vorgesehen.

eHarmony hatte stets argumentiert, dass die Seite das Ziel habe, Menschen in den Hafen der Ehe zu führen. Allerdings seien in den meisten Bundesstaaten gleichgeschlechtliche Ehen verboten. "Wir wollen daher nicht bei etwas mitwirken, das illegal ist", hatte das Portal im Vorfeld des Prozesses erklärt. Die Kläger beriefen sich statt dessen auf die kalifornische Verfassung, die besagt, das Schwule und Lesben gleich behandelt werden müssen.

eHarmony startet externe Datingsite für Lesben und Schwule

Bereits letztes Jahr hat eHarmony mit "Compatible Partners" eine Datingseite für Schwule und Lesben eingeführt. Die Seite geht zurück auf eine Klage des Generalstaatsanwalts von New Jersey, der ebenfalls die Diskriminierung von Schwulen und Lesben kritisierte. Wer jetzt auf eHarmony nach einem gleichgeschlechtlichen Partner sucht, wird automatisch auf die neue Seite umgeleitet.

Die private Website eHarmony wurde 2000 gegründet. Bislang hatte sie rund 20 Millionen Mitglieder und gilt damit als erfolgreichste Datingsite in den USA. Laut einer Untersuchung von Harris Interactive heiraten täglich 236 Heterosexuelle, die sich über eHarmony kennengelernt haben. Das macht rund zwei Prozent aller Ehen in den USA aus. (dk)



#1 Mr. XTCAnonym
#2 JanBLNProfil
  • 28.01.2010, 18:56hBerlin
  • Ich verstehe die Klage ehrlich gesagt nicht. Nach der Logik könnten auch Frauen klagen, weil sie bei uns nicht in die Darkrooms kommen. Oder Leute mit "falschen" Klamotten können einen Laden mit Dresscode verklagen usw.
    Ich bin ja ansonsten glühender Verfechter für Homorechte, aber bei Datingportalen seh ich eigentlich kein Problem..
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#3 Date CrasherAnonym
  • 28.01.2010, 23:19h
  • Wie heißt doch noch einmal die bekannteste, je in einem Datingportal veröffentlichte Anzeige? Ganz einfach: Einsamer sucht Einsamen zum Einsamen!
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#4 dummfugAnonym
  • 28.01.2010, 23:46h
  • Das Rechtssystem in den USA ist eben ein anderes. Da muss ja auch auf den Superman-Kostümen draufstehen, das man damit NICHT fliegen kann. Und bei Mikrowellen gab es doch mal den Witz, dass in der Bedienungsanleitung darauf hingewiesen werden muss, das man darin keine Tiere trockenfönen kann.

    Aber die Strafe zahlt die Website doch gern... 236 Paare täglich, da haben die doch genug Einnahmen!
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