Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11701

Evangelische Mitglieder der CDU haben scharfe Kritik an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) für die Unterstützung des "bewusst obszönen" CSDs geübt.

Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Baden-Württemberg erklärte nach Angaben der katholischen Nachrichtenagentur KNA: "Öffentliche Show-Darbietungen alternativer Sexualvorstellungen im öffentlichen Verkehrsraum bedürfen keiner bundesministeriellen Absicherung". Anlass für die Empörung: Leutheusser-Schnarrenberger hat die Schirmherrschaft des CSDs in Stuttgart übernommen (queer.de berichtete).

Nach Ansicht der evangelischen Christdemokraten müsse vielmehr geprüft werden, ob "die seit Jahren erfolgenden bewusst obszönen Provokationen mit dem Kinder- und Jugendschutz vereinbar sind". Die Schwaben und Badener fühlen sich offenbar besonders in ihrer regionalen Integrität von der Ministerin bedroht: Sie seien verwundert, dass "die in Bayern lebende und zur Zeit in Berlin arbeitende Politikerin Baden-Württemberg zum Schauplatz dieser politischen Selbstoffenbarung gemacht hat". Der Arbeitskreis fordert die Ministerin auf, sich Artikel 6 des Grundgesetzes zu Herzen zu nehmen: Darin ist der besondere Schutz von Ehe und Familie festgelegt.

Der CSD Stuttgart hat bereits in der Vergangenheit zu Irritationen in der CDU geführt – und kostete einen christdemokratischen Minister bereits seinen Job: So wurde 2006 der damalige baden-württembergische Sozialminister Andreas Renner zum Rücktritt gezwungen, nachdem er die Schirmherrschaft beim Stuttgarter CSD übernommen hatte (queer.de berichtete). Als Grund für den Rückzug wurde damals die angebliche Beleidigung des katholischen Bischofs Gebhard Fürst genannt.

Baden-Württemberg gilt als konservativster Landesverband der CDU. So hatte der jetzige Ministerpräsident Stefan Mappus den CSD als "abstoßend" bezeichnet (queer.de berichtete). Der Südweststaat ist zudem neben Thüringen das einzige Bundesland, das als Eintragungsort für Lebenspartnerschaften nicht automatisch das Standesamt vorsieht.

Der Evangelische Arbeitskreis ist eine Vertretung der Protestanten in CDU und CSU, die traditionell in diesem Parteien gegenüber den Katholiken unterrepräsentiert sind. Allein in Baden-Württemberg hat er 22.000 Mitglieder. (dk)



Justizministerin sympathisiert mit Olympia-Boykott

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat wegen des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" scharfe Kritik an der russischen Regierung geübt.
Gedenkakt für Rudolf Brazda: "Homophobie ist kein Phänomen von gestern"

Im Deutschen Nationaltheater in Weimar fand der erste Staatsakt für einen ehemaligen Rosa-Winkel-Häftling statt – eine würdevolle und kämpferische Veranstaltung.
Rio kämpft um seinen schwulen Ruf

Homophobe Gewalt am Rande des Gay Pride in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro bereitet der Community Sorgen.
Rekord-Pride in Taiwan: 30.000 kamen

Die schwule-lesbische Parade in Taiwan hat sich mit ihrer achten Ausgabe zum größten CSD Asiens entwickelt.
Der 10. Oktober 2010 - ein guter Tag für Serbien

Die erste öffentliche Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgendern in Belgrad war trotz der rechtsextremen Krawalle ein großer Erfolg. Ein Gastkommentar von Volker Beck.

35 Kommentare

#1 ObscenityAnonym
  • 29.01.2010, 16:08h
  • La Schnarre sollte sich von diesem bigotten und als "Christen" bezeichneten Evangelen nicht in ihre Parade fahren lassen! Obszön ist eben schön!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 VolumeProProfil
  • 29.01.2010, 16:12hMönchengladbach
  • Das diese dummen Leute immer behaupten, dass Schwule und Lesben etwas gegen Heteros hätten. Oder warum sabbeln die immer was von "Schutz der Ehe und Familie"?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GukleAnonym
  • 29.01.2010, 16:19h
  • Von der CDU kritisiert zu werden ist schon fast ein Lob - und wenn man von den schwäbischen Pietisten kritisiert wird, kommt das schon fast einem Ritterschlag gleich ..
  • Antworten » | Direktlink »
#4 eMANcipationAnonym
#5 Felix KölnAnonym
  • 29.01.2010, 16:38h
  • Auch wenn die FDP sowas natürlich nur macht, um

    a) von ihrem Versagen in der Homopolitik (die machen nur das, wozu das BVerfG eh die Regierung verdonnert hat)

    und

    b) dem Brechen ihrer Wahlversprechen ("Wir werden keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, der Schwule und Lesben nicht im Adoptionsrecht gleichstellt!")

    abzulenken, so ist mir natürlich dennoch jede Schirmherrschaft aus der Politik willkommen. Aber dass die CDU da wieder was dran rumzumosern hat, war ja klar. Die wollen doch zurück ins Mittelalter und schaffen es einfach nicht in der Moderne anzukommen....

    Dennoch sollten wir natürlich nicht vergessen, was von Seiten der FDP wirklich dahintersteckt. Das ist die gleiche Symbolik, die Politiker immer machen: man versichert irgendwelchen Leuten auf ihrer Seite zu sein, schadet ihnen dann doch. So machen die das mit allen möglichen Gruppen. Aber keiner lässt sich davon so gut einlullen, wie wir....
  • Antworten » | Direktlink »
#6 alexander
  • 29.01.2010, 16:38h
  • na GOTT SEI DANK nähern wir uns auch hier in der brd amerikanischen verhältnissen an !

    nicht auszudenken, wenn wir hier jetzt nicht auch noch evangelen hätten, die lauthals ihren GLAUBEN und ihre MORAL aus der toilette holten!

    ja, der angezettelte "kulturkampf" trägt langsam früchte, die einschläge kommen näher !

    armes, armes deutschland...................
    bald singen wir wieder : wenn die b(unten) fahnen wehen, trlali,trlala !
  • Antworten » | Direktlink »
#7 LouvreCologneProfil
  • 29.01.2010, 16:44hKöln
  • Sind Christen nicht die Menschen, die von Nächstenliebe und Toleranz sprechen oder sich darauf berufen? Wenn die mal nicht der Teufel holt
  • Antworten » | Direktlink »
#8 jollyjokerProfil
  • 29.01.2010, 16:52hKöln
  • Antwort auf #2 von VolumePro
  • In den Augen der GG-Artikel-6-Missversteher wird der Mechanismus wohl so aussehen, dass der wackere, anständige Familienvater beim Anblick einer Schwulenparade sofort Frau und Kinder sitzen lässt und sich dem gottlosen Treiben anschließt. Schon sind Ehe+Familie ruiniert, und die arme Hete kann nichts dazu. Und davor soll der Staat sie beschützen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 DonnyDAnonym
  • 29.01.2010, 17:10h
  • Was obszöneres als bigotte Religionsfundis (vor allem, wenn sie sich selbst auch noch als "christlich" und "demokratisch" bezeichnen) gibt´s eh nicht.

    Ich fühle mich mehr und mehr von der agressiven Zurschaustellung des religiösen Lebensstils im öffentlichen Raum belästigt. Können diese Leute ihren abartigen Neigungen nicht in ihren vier Wänden frönen? Müssen die sich überall in der Gesellschaft reindrängen?
    Ich hab´ ja grundsätzlich nix gegen die, sogar einige meiner....Bekannten sind religiös veranlagt. Aber so im direkten Umfeld will ich die lieber nicht haben. Könnten ja Kinder und unreife Erwachsene verführen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 VolumeProProfil