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Unter den Augen von Präsident Barack Obama entließ das US-Militär 2009 insgesamt 428 Soldaten wegen Homosexualität.

Diese Zahl wurde vom Servicemembers Legal Defense Network (SLDN) bekanntgegeben. Diese Gruppe kümmert sich um die Belange schwul-lesbischer Soldaten, agiert aber wegen des Homo-Verbots meist im Geheimen.

Der SLDN begrüßte, dass die Zahl der Entlassungen im Vergleich zum Jahr 2008 um etwa ein Drittel gesunken sei: "Es sind gute Nachrichten, dass die Entlassungen abgenommen haben, während wir zwei Kriege führen", erklärte SLDN-Chef Aubrey Sarvis. "Aber die 428 Fälle sind natürlich nicht akzeptabel. Diese Zahl muss auf Null sinken. Wir werden weiter an den Kongress und das Weiße Haus appellieren, ‚Don‘t ask, don‘t tell" zu stoppen".

Bis 1993 herrschte im US-Militär ein striktes Homo-Verbot, danach verabschiedete der Kongress das Militärgesetz "Don‘t ask, don‘t tell". Dieses eingeschränkte Homo-Verbot besagt, dass Schwule und Lesben nur dienen dürfen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung geheim halten. In der Realität hat dies zu einem Versteckspiel geführt, das die Betroffenen psychisch bis auf Äußerste belastet. Insgesamt hat das Militär aufgrund dieses Gesetzes über 13.000 Militärangehörige vor die Tür gesetzt.

Obama hatte bereits im Wahlkampf 2008 versprochen, diese Regelung abzuschaffen und Schwulen und Lesben die gleichen Rechte und Pflichten zuzugestehen wie heterosexuellen Soldaten. Zuletzt bekräftigte er dies in seiner Rede zur Lage der Nation Ende Januar (queer.de berichtete). Verteidigungsminister Robert Gates soll am Dienstagabend vor dem Verteidigungsausschuss des Senats die Position des Weißen Hauses erläutern und auf eine Gesetzesänderung drängen. Hohe Militärs haben in der Vergangenheit eine Aufhebung des Gesetzes abgelehnt, weil offen dienende Schwule und Lesben angeblich den "Zusammenhalt" der Truppe bedrohten. (dk)



#1 taxithiotis
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Right Wing GayAnonym
  • 02.02.2010, 18:28h
  • Antwort auf #1 von taxithiotis
  • Obambi brauch einfach nur nett in die Kamera lächeln und von "change" reden und schon ist alles vergessen. Obama hat schnon mehrere seine Versprechen gebrochen und wird auch hier nichts machen. Ich denke die Republikaner wären die bessere Wahl gewesen.
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#4 ZahnoptikerAnonym
#5 KT_77
  • 03.02.2010, 00:44h
  • Ich verstehe den Sinn dieses Verbots nicht. Soweit ich weiß, sind Frauen auch im US-Militär bereits in vielen Bereichen zugelassen, so dass mir die Begründung, Paar-Beziehungen würden den Zusammenhalt der Truppe gefährden, nicht länger haltbar erscheint.

    Wenn man hinzunimmt, dass diese Geheimniskrämerei erwiesenermaßen die Leute kaputt macht ... aber andererseits habe ich schon mehrfach erfolglos versucht, den Sinn hinter amerikanischer Rechtsprechung zu begreifen.

    13.000 Leute, die ihren Traumberuf hatten (muß er schließlich im Regelfall gewesen sein, sonst wären sie in Anbetracht der Situation in den Staaten nie hingegangen) und aufgeben mußten, weil sie die falsche Person geliebt haben ... unfaßbar. Welch ein Verlust für alle Beteiligten!
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