Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11729

Eine literarische Hommage der beiden schwulen Dichter-Urgesteine Christoph Klimke und Mario Wirz: "Nachrichten von den Geliebten".

Von Carsten Weidemann

Kindheit, Schulzeit, erotische Begegnungen, der Verlust von geliebten Menschen, aber auch Liebeserklärungen an eine Kneipe, einen streunenden Hund in Italien oder eine einsame Insel – davon handeln die "Nachrichten von den Geliebten". Die beiden schwulen Hauptstadt-Dichter Christoph Klimke und Mario Wirz gehen in einem gemeinsamen Band dem Thema Freundschaft literatisch auf den Grund.

Kein Wettbewerb um die beste Formulierung spornte sie an, sondern ihre eigene jahrelange Beziehung. "Nachrichten von den Geliebten" ist nicht nur eine persönliche Hommage auf die kreative Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Schriftsteller, sondern auch ein Zeitdokument, in dem sich die Erinnerungen der 1956 und 1959 geborenen Autoren an "Tanzstunden", "Himmel und Erde" und die erste Liebe mit den eigenen Erinnerungen verbünden.

Das Projekt der beiden Autoren, ihre subjektiven Sichtweisen in einem gemeinsamen Band vorzustellen, umfasst Eros und Thanatos – und natürlich den ganz "normalen Wahnsinn" dazwischen. Darüber hinaus sind die "Nachrichten von den Geliebten" Mitteilungen an jene Menschen, die auch nach ihrem Tod an unserer Seite bleiben – vor allem an den gemeinsamen Dichterfreund Detlev Meyer, der 1999 an den Folgen von Aids starb.

Mario Wirz hat in den achtziger Jahren in seinem Buch "Es ist spät, ich kann nicht atmen" als einer der ersten deutschen Schriftsteller offen über seine seine HIV-Infektion geschrieben, zuletzt erschien von ihm der Gedichtband "Sturm vor der Stille". Christoph Klimke ist neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit (zuletzt "Flügelschlag" und "Bernsternherz") auch als Dramaturg tätig.