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Lang ersehntes Comeback: Mit der starken CD "Soldier of Love" meldet sich die Sängerin gefühlvoll wie eh und je zurück.

Von Jan Gebauer

Sade ist zurück: Mit der CD "Soldier Of Love" endet eine fast zehnjährige musikalische Pause der britischen Band, deren charismatische Leadsängerin Helen Folasade "Sade" Adu stets den Mittelpunkt bildete. Mit Hits wie "Smooth Operater", "The Sweetest Tabu" und "No Ordinary Love" machte die Band ab 1984 Weltkarriere. Ähnlich wie ihre Kolleginnen Kate Bush oder Enya gehört Leadsängerin Sade zu jenen einsiedlerischen Künstlerinnen, die es sich leisten können, lange Auszeiten zu nehmen, ohne die Fans zu vergraulen: "Ich mache nur dann eine Platte, wenn ich denke, dass ich etwas zu sagen habe", so Adu im Interview. "Ich will mich nicht wiederholen", fügt sie hinzu und doch setzt sie trotz moderner Anstriche hauptsächlich auf Altbewertes.

Youtube | Die erste Single ''Soldier of Love''

So entstand das sechste Studio-Album "Soldier Of Love" der Grammy-Preisträgerin in gewohnter Konstellation mit dem langjährigen Produktionspartner Mike Pela in England. Generell dominiert die relaxte Atmosphäre aus Soul, Pop, Folk und Smooth Jazz, die man von Sade erwarten darf. Ihr unterkühltes wie tiefes Timbre verfügt über die alte Strahlkraft, die Lieder klingen vertraut wie alte Freunde. Das Sade-typische Tempo wird zwar nur unwesentlich variiert, die zehn Lieder auf "Soldier of Love" sind dennoch so wunderschön melancholisch, so ruhig, ernst und leidenschaftlich wie alles, was Sade mit ihrer dreiköpfigen Band seit einem Vierteljahrhundert veröffentlicht hat. Und nicht zuletzt die heutige Sängerinnenliga von Norah Jones bis Katie Melua beeinflusst hat.

Seit 1984 veröffentlichten Sade fünf Studioalben, von denen sich vier in den Top-5 der deutschen Charts platzieren konnten. Allein in Deutschland wurde die Band mit sechs Gold- und drei Platin-Awards ausgezeichnet. In den USA schafften alle fünf Studioalben den Sprung in die Top-10 der Billboard Charts. Insgesamt verkaufte die Band bis dato weltweit mehr als 50 Millionen Alben. In ihrer Karriere wurden die vier Musiker mit drei Grammys ausgezeichnet: als "Best New Artist" 1986, in der Rubrik "Best R&B Performance By A Duo Or Group" 1994 für die Hitsingle "No Ordinary Love" (unvergesslich das sinnliche Meerjungfrauen-Video) sowie in der Rubrik "Best Pop Vocal Album" für "Lovers Rock" im Jahre 2002.