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Das erste schwule Paar bei "Big Brother" ist getrennt: Harald ist als erster Kandidat in dieser Staffel von den Zuschauern aus dem Container herausgewählt worden.

Harald konnte sich im Zuschauer-Voting am Montagabend nicht gegen seine Kontrahentinnen Iris und Sabrina durchsetzen: 66,1 Prozent wollten den Lebenspartner von Carlos Fassanelli ("Das Supertalent") nach einem Monat im "Big Brother"-Haus nicht mehr sehen. Nach dem Auszug Haralds sah Carlos rot: "Alles nur wegen dieser Fotze", sagte er heulend mit Blick auf Iris, mit der das Paar stets im Clinch lag. Er wünschte sogar, dass deren behindertes Kind den Tod finden soll: "Ich hoffe, dass ihr Sohn stirbt! Dass er nie wieder sprechen kann!".

Von seinen teils geschockten Mitbewohnern ließ er sich nicht beruhigen und schmiss Gegenstände durch das Schlafzimmer. Er erklärte dazu, dass der Sender seiner Meinung nach Harald nicht richtig dargestellt hätte. Daraufhin kritisierte er die "Scheiß-Zuschauer" als "Arschlöcher". RTL II übertrug den Gefühlsausbruch live.

Youtube | Carlos in Rage - live bei RTL II

Spätere Entschuldigung

Später rief der große Bruder Harald zu sich, der sich darauf kleinlaut für seinen Ausbruch entschuldigte: "Ich habe Dinge gesagt, die ich sonst nie sagen würde. Dafür entschuldige ich mich!". Im Interview mit Moderatorin Aleksandra Bechtel bekräftigte sein ausgeschiedener Partner Harald aber noch einmal, "dass Iris im Haus scheiße war". Später erklärte er: "Bitte glaubt nicht alles, was - und vor allem wie - es gezeigt wird. Es kann sich niemand vorstellen, wie es im Haus an die Psyche geht." Manche Fans fordern nun auf Fanseiten die Disqualifikation von Carlos für seinen Ausbruch.

Iris hatte immer wieder Konflikte mit dem schwulen Paar. So mussten sie und Harald bereits gemeinsam bei der "Big Brother"-Psychologin antreten, die vermitteln wollte. Allerdings stichelte Iris auch danach gegen Harald weiter; so behauptete sie, dass Harald aus seiner HIV-Infektion Nutzen ziehen wollte.

Für RTL II war die dramatische Show ein Quotenerfolg. In der Zielgruppe erreichte die Sendung einen Marktanteil von 10,2 Prozent - und war damit die bisher erfolgreichste Liveshow der Staffel. Im Schnitt erreicht der Sender nur Marktanteile von sechs Prozent. (dk)



71 Kommentare

#1 HandoAnonym
  • 09.02.2010, 12:38h
  • Wenn queer.de so detailliert übers diese Leute berichtet, ist es auch nicht besser als RTL II. Wer will so etwas eigentlich lesen?
    Das Niveau von queer.de befindet sich im freien Fall...
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#2 Peter18Anonym
#3 eMANcipationAnonym
  • 09.02.2010, 13:02h
  • So funktioniert die Stigmatisierung und Lächerlichmachung von schwulen Männern in unserer massenmedial indoktrinierten Gesellschaft.

    Gleichzeitig werden im Internet riesige Apparate der sozialen Kontrolle namens "Facebook" etc. hochgezogen, in der sich schon jeder 14jährige gegenüber seinem gesamten engeren und weiteren sozialen Umfeld erklären und rechtfertigen muss (auch und gerade hinsichtlich seiner sexuellen Orientierung) und jede noch so kleine "Abweichung" umgehend registriert und sanktioniert wird.

    Wer sich da mal ein wenig umsieht, wird unzählige abfällige Bemerkungen gerade über Schwule und ein ständiges, manisch-krankhaftes Bedürfnis der Abgrenzung schon bei Pubertierenden feststellen. Da reicht es dann, dass jemand einen Link zum "Internationalen Schnitzel- und Blowjobtag" auf seine Pinnwand setzt, und schon macht ihn irgendeine dumme, beschränkte Zwangshete aus seiner Peer Group mit Worten wie "Igitt!!! Du bist doch jetzt nicht plötzlich schwul??" an. Was löst so etwas wohl in einem Betroffenen aus, der tatsächlich gerade homosexuelle Gefühle entdeckt???

    Wie sollen sich junge Menschen unter derart aggressiven heteronormativen / -sexistischen Herrschaftsbedingungen jemals frei entdecken und entfalten können??? Wer die gesellschaftlichen Realitäten in Sachen sexueller Freiheit und Gleichberechtigung empirisch ebenso eindrucksvoll wie erschreckend nachvollziehen will, der braucht sich nur diese "sozialen Netzwerke" im Internet anzusehen, dann sollte zweifelsfrei klar sein, was die Stunde geschlagen hat.

    Wenn wir uns diesem extrem wichtigen Feld nicht endlich zuwenden und ganz neue Ansätze und Strategien für neue Freiräume entwickeln, dann wird uns der bereits jetzt überall sichtbare, extreme Rollback schon in naher Zukunft überrollen!

    Die Vergleichserhebung der BZgA zur Jugendsexualität wird die zunehmende sexuelle Unfreiheit gerade unter jungen Männern in diesem Jahr höchstwahrscheinlich eindrucksvoll bestätigen.
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#4 DiscowarriorAnonym
#5 Tobias MAnonym
  • 09.02.2010, 13:54h
  • Hey leute mir würde es genauso gehen, iss nen scheiss gefühl getrenntzuwerden die beiden lieben sich sowas tut sehr sehr weh wen man sowas erlebt..
    Carlos, ich stehe hinterdir und euch.

    Die Zuschauer die Harald rausgeekelt(gewählt) haben sind homovob.

    Also Bitte mehr solidarität Zu den beiden.

    Mal beide tröst
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#6 GerdAnonym
  • 09.02.2010, 13:54h
  • Wer Big-Brother schaut ist selber Schuld an seiner eigenen minütlich wachsenden Verdummung ...

    Tiefstes Niveau kann ich da nur sagen und schaue lieber PHOENIX, ARTE, 3Sat und einige Sendungen bei TIMM (TIMMOUSINE; Nachrichtenblock, Home-Check, LGBT Stadtdokumentationen) sowie gute Comedysendungen bei RTL. Soaps schaue ich überhaupt nicht mehr.

    Big-Brother kann man allenfalls schauen, wenn man einfach nur Trash sehen will und gedanklich abschalten möchte...aber im Ernst es ist tiefstes Unterschichten-Niveau.
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#7 eMANcipationAnonym
  • 09.02.2010, 14:11h
  • Antwort auf #6 von Gerd
  • Was soll eigentlich diese ständige, widerliche Diffamierung der so genannten Unterschicht, teils mit christlich-nächstenliebendem Anstrich???

    Irgend jemand muss ja die Drecksarbeit der kapitalistischen Gesellschaft machen, damit die Schmarotzer der Eliten und "besseren" Schichten die Gewinne abschöpfen können!

    Wer sich derart asozial im wahrsten Sinne des Wortes gegenüber anderen Menschen äußert wie in diesem Forum immer wieder beobachtbar, hat jedes Recht verwirkt, als angeblicher Menschenrechtsverfechter Empörung über Diskriminierung zu heucheln!
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#8 CrazyForceProfil
  • 09.02.2010, 14:21hDortmund
  • Hey, die "heterosexuelle Allgemeinbevölkerung" muss uns garnicht als furchtbar darstellen, dass machen unsere Stellvertreter von ganz alleine.

    Die Aufgabe der "Community" ist es jetzt zu zeigen, dass wir nicht alle so sind. Das nur der eckelhafte Absatz der schwulen Gesellschaft Kindern den Tod wünscht - vernunftbegabte Menschen machen sowas nicht.

    Achso: Wenn sie eine Frau rausgewählt hätten, wären die Zuschauer dann Frauenfeindlich? Ist es so, dass sie nur dann nicht schwulenfeindlich sind, wenn die beiden bis zum Schluss übrig geblieben wären?
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#9 eMANcipationAnonym
  • 09.02.2010, 14:42h
  • Antwort auf #8 von CrazyForce
  • Ganz abgesehen davon, dass deine "heterosexuelle Allgemeinbevölkerung" eine soziale Konstruktion und sexualwissenschaftlich in dieser Form längst widerlegt ist:

    Seit wann haben Menschen es nötig, irgend jemandem etwas zu beweisen, nur weil sie eine bestimmte sexuelle Orientierung haben???

    Muss die "heterosexuelle Allgemeingeschellschaft" angesichts der zahllosen Heteros, die sich tagtäglich im Fernsehen und im Alltag wie die Axt im Walde benehmen (geh mal Freitag/Samstag Nacht in jede größere Innenstadt) irgend jemandem etwas "zeigen" oder beweisen???

    Und ich bleibe dabei: Es entsprang ganz und gar keiner "aufklärerischen" Intention, dass das erste schwule Paar, das in einer solchen Sendung vorkam, HIV-positiv sein "musste". Hier ging es von Anfang um ein gezieltes und perverses Spiel mit Vorurteilen sowohl gegenüber Schwulen als auch gegenüber Positiven.
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#10 herve64Profil
  • 09.02.2010, 15:02hMünchen
  • Antwort auf #9 von eMANcipation
  • Dein letzter Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Hier soll die Gleichung "Schwul sein=AIDS" krampfhaft aufrecht erhalten zu werden, um eine neue Rechtfertigung für das heterosexistische Feindbild "Schwule" zu haben. Und das ist nur ein Aspekt an diesem Format, das es zu beanstanden und gegen das es sich zu wehren gilt.

    Generell halte ich es für pervers, ein Format als "Unterhaltung" zu präsentieren, das nur sensationsgierige Meinungsnutten zeigt, die in einem Container eingepfercht sind, alltägliche Belanglosigkeiten von sich geben und auch sonst kein Format scheuen würden, um sich in den Mittelpunkt zu stellen.

    Diese Sendung bedient die niedrigsten Instinkte: wer so etwas sich freiwillig ansieht, der ist auch sonst ein alltäglicher Spanner, der in die Nachbarswohnung blickt sooft er nur kann oder Gaffer bei Autobahnunfällen, der durch sein Verhalten die Rettungsarbeiten behindert.

    Und wer noch immer nicht begriffen hat, dass durch Big Brother eine Totalobservation AUCH VON STAATSWEGEN bagatellisiert werden soll, der hat einfach kein Hirn.
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