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US-Medien haben über die Homosexualität von Richter Vaughn Walker berichtet, der als Vorsitzender Bundesrichter über "Proposition 8" entscheiden wird.

Homo-Aktivisten versuchen derzeit mit einer Klage, den Ende 2008 in einem Volksentscheid beschlossenen Entzug des Eherechts für Lesben und Schwule aufheben zu lassen (queer.de berichtete). In Kürze soll ein Bundesgericht in San Francisco darüber entscheiden, ob "Proposition 8" gegen die Bundesverfassung verstoßen hat.

Vorsitzender Richter ist dabei ein Schwuler: Der 65-jährige Vaughn Walker hat zwar nie öffentlich über seine Homosexualität gesprochen, diesen Umstand aber nicht verleugnet. In einem Bericht outete der "San Francisco Chronicle" den Richter und zitierte dabei einen anderen Bundesrichter anonym: "Er hat ein Privatleben und versteckt es nicht, aber es hat keinen Einfluss auf seine Entscheidungen."

Homo-Aktivisten nicht begeistert

Bislang galt Walker, der 1989 vom republikanischen Präsidenten George H.W. Bush ernannt wurde, als eher konservativer Richter. Homo-Aktivisten nahmen ihm vor allem übel, dass er 1982 als Anwalt das Nationale Olympische Komitee der USA im Kampf gegen die kleine Veranstaltung "Gay Olympics" vertreten hatte. Das NOK fürchtete, die "Gay Olympics" könnten mit den Olympischen Spielen in Los Angeles, die im Jahr 1984 stattfinden sollten, verwechselt werden. Walker gewann den Prozess, die Veranstaltung musste in "Gay Games" umbenannt werden.

Walker selbst antwortet auf Fragen über seine Homosexualität stets mit "Kein Kommentar". Auf den "Gay Games"-Prozess angesprochen, erklärte er unlängst schlicht: "Das Leben ist eben voller Ironie". Den "Proposition 8"-Fall selbst ausgesucht hat er sich nicht; in Kalifornien werden per Losverfahren die Prozesse auf die Richter verteilt.

Der Richter ist zwar bislang auf beiden Seiten unumstritten, Homo-Aktivisten fürchten aber, dass die Homo-Gegner bei einer Niederlage die sexuelle Orientierung des Richters als Grund anführen könnten. Der Fall wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin vor der nächsten Instanz, dem Obersten Gerichtshof in Washington D.C., verhandelt werden. Hier sind - nach bisheriger Erkenntnis - alle neun Richter heterosexuell. (dk)



Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.
#1 JustifyierAnonym
  • 09.02.2010, 17:39h
  • Hoffentlich entscheidet sich der Richter für die Wiedereinführung der Homoehe in Kalifornien! Die Gegner dürfen nicht triumphieren!
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#2 MarekAnonym
  • 09.02.2010, 17:47h
  • Was ich befürchte ist folgendes:
    ein Konservativer, der mit seiner eigenen Sexualität Probleme hat, will hier vielleicht nicht, dass man denkt, er hätte nur aus persönlicher Betroffenheit so entschieden. Vielleicht ist ein schwuler Richter dann am Ende noch schlechter für die Sache als ein Hetero-Richter.

    Und wenn er doch der Vernunft recht gibt, werden die Homohasser natürlich immer sagen, dass das nur so gekommen ist, weil ein schwuler Richter entschieden hat.

    So oder so bleibt ein bitterer Beigeschmack.
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