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Der baden-württembergische Landtag wählte Stefan Mappus (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten; der 43-Jährige gilt als Gegner von Homo-Rechten und bezeichnete den CSD als "abstoßend".

Auf den einzigen Kandidaten entfielen am Mittwoch 83 Stimmen, 51 Abgeordnete votierten gegen ihn. Damit erhielt der ehemalige CDU-Fraktionschef eine Stimme weniger als die Gesamtzahl der CDU- und FDP-Parlamentarier. Die beiden Parteien bilden seit 1996 durchgehend die Landesregierung im Südwesten. Mappus tritt die Nachfolge von Günther Oettinger (CDU) an, der künftig den Posten des EU-Energiekommissars übernimmt. Er ist derzeit der jüngste Regierungschef eines deutschen Bundeslandes.

Mappus ist in der Vergangenheit vor allem durch Fundamentalopposition beim Thema Homo-Rechte aufgefallen. So beschuldigte er die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), "Experimente" mit Kindern durchzuführen, weil sie sich für die Gleichstellung von Homo-Paaren beim Adoptionsrecht ausgesprochen hatte. Der erbitterte Gegner von Eingetragenen Partnerschaften bezeichnete zudem dem CSD als "abstoßend".

Baden-Württemberg ist unter den Bundesländern das Schlusslicht in Sachen Homo-Gleichstellung. Als einziges Land schreibt es nicht generell das Standesamt als Eintragungsort für Lebenspartnerschaften fest; in manchen Gemeinden mussten Schwule und Lesben daher in Kfz-Zulassungsstellen "heiraten". Sogar Bayern hatte die FDP zuletzt das Standesamt durchgesetzt (queer.de berichtete). Den Liberalen in Stuttgart liegt das Thema Gleichstellung aber offenbar nicht am Herzen.

Durch die Ernennung von Mappus fühlen sich konservative Kräfte in der CDU gestärkt. So kritisierte Ende Januar etwa der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Baden-Württemberg, dass Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) die Schirmherrschaft des CSDs in Stuttgart übernommen hatte (queer.de berichtete). Die Veranstaltung steht dieses Jahr unter dem Motto "Schön wär‘s" - und kreidet die noch existierende Ungleichbehandlung von Homo-Paaren an. Für die evangelischen CDU-Mitglieder handelt es sich dabei aber um "bewusst obszöne Provokationen"; es müsse geprüft werden, ob der CSD "mit dem Kinder- und Jugendschutz vereinbar" ist. (dk)



32 Kommentare

#1 remixbebAnonym
#2 Deutsch-SüdwestAnonym
  • 10.02.2010, 13:19h
  • Galgenfrist mal anders.

    Als Öttinger sich widerlich vor die schändlichen Todesurteile Filbingers stellte, stellte sich Mappus schützend vor Öttinger.
    Mittelalterliche Gefolgschfaft.

    Da stellt das Bundesverfassungsgericht fest, dass Millionen von Menschen in diesem unserem Lande unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben und keine 24 Stunden später fordern CDU-Politiker die weitere generelle Kürzung der Hartz-IV-Sätze.

    Gleichzeitig verteidigen sie die Raubritterburgen
    der Finanzgeflechte ihrer eigentlichen Herren wie
    Gollums.

    Nur weiter so.
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#3 Frankyboy
#4 Gaultier69Anonym
  • 10.02.2010, 14:50h
  • Also für mich sieht der sowiso aus wie ne Klemmschwester.. da kenn ich mich aus... ;-)
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#5 MaultierAnonym
#6 SebiAnonym
  • 10.02.2010, 15:22h
  • Es ist psychologisches Fakt, dass homophobe Menschen unter schwersten sexuellen Störungen leiden. Deshalb suchen sie sich vermeintlich noch Gestörtere (in ihren Augen Schwule) um nicht ganz unten auf der Skala zu stehen.

    Schlimm wird es nur, wenn solche Menschen dann auch noch Macht erlangen.

    Aber was will man schon von der CDU anderes erwarten...
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#7 MaultierAnonym
#8 puschelchenProfil
  • 10.02.2010, 16:07hirgendwo in nrw
  • komisch. immer, wenn ich auf queer.de blättere, hab ich nen kloß im hals.
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#9 orhanAnonym
#10 alexander
  • 10.02.2010, 16:24h
  • na dann hat ja das "kleine krokodil SCHNAPPI-MAPPI" wie er von seinen parteifreunden liebevoll genannt wird erstmal sein vorläufiges ziel erreicht !!!!!
    könnte ja in 4 jahren auch kanzler werden...............????????????
    die parteieninzucht wächst und gedeiht, hat der cdu-weise doch wirklich 3 jahre lebens-und arbeitserfahrung bei siemens gesammelt, 23 jahre war er nur mit seiner partei beschäftigt.
    immerhin sind die hamsterbäckchen auch schon dicker geworden, in den letzten 5 jahren.

    unser "politischer nachwuchs" treibt einem nur noch den angstschweiss auf die stirn !
    wenn man sich die parteienlandschaft so anschaut bekommt man das kalte grausen, bei soviel "profilierten und fähigen" mutationen der neuen generation !
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