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Die malawische Regierung hat Homo-Aktivisten aufgefordert, öffentlich zu protestieren - gleichzeitig drohte er ihnen mit Verhaftung.

Anlass für die Stellungnahme des Regierungssprechers Kingsley Namakhwa war das Auftauchen von Aufklebern in großen Städten des Landes, in denen die Gleichstellung von Homosexuellen gefordert wird. Malawi war zuvor international in die Kritik geraten, nachdem zwei Männer wegen Homosexualität verhaftet worden sind (queer.de berichtete).

Namakhwa forderte die Urheber der Kampagne nach Angaben der BBC auf, "in die Öffentlichkeit zu treten". Er drohte ihnen daraufhin aber Gefängnisstrafen an, da auch die Werbung für Homosexualität illegal sei.

Er glaube aber nicht, dass der Einfluss von Schwulen und Lesben gegenwärtig groß sei: "Für die malawische Regierung gibt es derzeit nur zwei Schwule im Land", so Namakhwa mit Blick auf das verhaftete Paar. Die Beiden sitzen seit zwei Monaten in Untersuchungshaft, da alle Kautionsanträge abgelehnt wurden. Ihr Prozess soll in Kürze beginnen. Für ihre angenommene sexuelle Orientierung droht den beiden Männern 14 Jahre Haft.

Eine Verurteilung konnte Namakhwa bereits vermelden: Ein 21-jähriger Mann ist in Blantyre wegen "Unruhestiftung" zu Sozialstunden verurteilt worden. Er hatte homofreundliche Aufkleber an Pfosten in der Innenstadt befestigt. Jetzt muss er 60 Tage lang die Räume im Amtsgericht säubern. Der "aufrührerische" Slogan auf den Aufkleber lautete: "Homo-Rechte sind Menschenrechte".

Malawi gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Erde. Das Bruttosozialprodukt des Landes entspricht dem Liechtensteins. Dabei leben dort mit 15,2 Millionen Einwohnern 430 Mal mehr Menschen als in dem europäischen Fürstentum.

Das Verbot von Homosexualität geht in Malawi auf die britischen Kolonialherren zurück. Die 1930 eingeführten Paragrafen 153 und 156 wurden auch nach der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1964 beibehalten. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 10.02.2010, 17:15h
  • Immer sind es die Staaten, die es sich am wenigsten leisten könnten, die am barbarischsten sind...
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#2 jochenProfil
#3 JaXXXterAnonym
  • 11.02.2010, 14:51h
  • Zustände sind das! Wenn ich Madonna wäre, dann würde ich aus diesem Land überhaupt kein Kind mehr adoptieren!
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#4 HaschinaschiAnonym
  • 11.02.2010, 14:52h
  • Viel besser wäre die nun folgende Schlagzeile

    "Homo-Aktivisten: Laßt Euch vernaschen!"

    gewesen!
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