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  • 17.02.2010           35      Teilen:   |

Berlin beschließt Programm gegen Homophobie

Der rot-rote Berliner Senat hat am Dienstag ein Programm gegen Homophobie beschlossen. Dafür wurden 2,1 Millionen Euro bis 2011 zur Verfügung gestellt.

Sozialsenatorin Carola Bluhm (Die Linke) begründete das Programm mit "erschütternden Gewaltvorfällen" gegen Schwule und Lesben. Allein im letzten Jahr seien rund 200 Übergriffe auf Homosexuelle gemeldet worden. Insgesamt sind 59 Einzelmaßnahmen aufgeführt. So sollen etwa Lehrer, Sozialarbeiter oder Polizisten für das Thema Homophobie in Weiterbildungen sensibilisiert werden. Zudem sollen insbesondere Migranten an Schulen über Homosexualität aufgeklärt werden, da in dieser Gruppe die Intoleranz und Bereitschaft zur Gewalt besonders groß ist. Auch Plakatkampagnen und Schreibwettbewerbe an Schulen sind geplant.

Das Programm trägt den Namen "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt". Der Senat setzt damit einen Beschluss des Abgeordnetenhauses aus dem April letzten Jahres um. Darin beschlossen die Parlamentarier einstimmig, dass die Stadt etwas gegen die zunehmende Homophobie unternehmen müsse.

Fortsetzung nach Anzeige


Die Übergriffe haben im vergangenen Jahr zu mehreren Gegen-Aktionen geführt: So protestierten im Mai 2.000 Aktivisten gegen den Inhaber einer italienischen Eisdiele, der regelmäßig schwule und lesbische Gäste beschimpft und beleidigt hatte (queer.de berichtete). Im Juni gingen dann 300 Demonstranten auf die Straße, um gegen den Besitzer eines Falafel-Restaurants zu protestieren. Dieser hatte Schwule wegen ihrer sexuellen Orientierung mit einer Eisenstange angegriffen (queer.de berichtete). Im September gründeten mehrere Verbände, Vereine und Firmen mit Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) das "Bündnis gegen Homophobie", das Gewalt gegen sexuelle Minderheiten bekämpfen will (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: berlin, homophobie
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Reaktionen zu "Berlin beschließt Programm gegen Homophobie"


 35 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

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Die ersten:   
#1
17.02.2010
15:19:56


(+9, 13 Votes)

Von Marek


Da sieht man wieder mal: es kann sich durchaus etwas tun, wenn nur die richtigen Parteien am Lenkrad sitzen.

Es zeigt sich immer wieder:
SPD, Grüne und Linkspartei tun was für uns.

CDU/CSU und FDP tun gar nichts (bzw. nur wozu sie gezwungen werden) oder schaden uns sogar massiv.


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#2
17.02.2010
15:57:15


(+13, 13 Votes)

Von Loren
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 02.11.2013


Sehr gut, Berlin!
Beispielhaft für alle Bundesländer.


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#3
17.02.2010
17:30:21


(+5, 7 Votes)

Von Mister_Jackpot
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Gefällt mir sehr gut. So sieht wirkliche Homorealpolitik aus. Hoffe, dass auch eine Wirkung erzielt wird. Grad Migranten Jugendliche aufklären ist sehr wichtig, denn meiner Erfahrung nach geht das sogar. Ich hab selbst schon mit jugendlichen Migranten zu tun gehabt und wenn man mit denen direkt und selbstbewusst über das Thema kommuniziert dann wirkt das oft wahre Wunder. Manche von denen haben nämlich ein ziemlich negativ behaftetes Bild von Schwulen als potentielle Opfer....dass es auch sehr männliche Schwule gibt und zwar überall und grad da wo die es nicht erwarten wissen die Jugendlichen oft gar nicht. Zum beispiel der schwule Boxer, der schwule Bulle (Polizist), der schwule Bodybuilder etc.....man muss denen erklären, dass überall auf der Strasse Schwule rumrennen und man diese nicht unbedingt erkennt....wenn man sich diesen Respekt bei den Jugendlichen verschafft und ihnen genau das klar macht ist schon viel erreicht. Ich find mit dem Geld sollte man z.B. mehr schwule Streetworker einsetzen, die bewusst (und nicht mit erhobenem Zeigefinger) auf diese Jugendlichen zugehen und sich dabei verhalten wie jeder andere heterosexuelle Typ halt auch. Man kann Jugendliche nur erreichen, wenn man sich auch ein wenig an ihre Lebensumstände anpasst, vielleicht auch an ihren Klamottenstil oder Sprachstil (nicht zu konservativ!). Das weiss jeder gute Streetworker aber sowieso. Es geht nicht darum, dass man sich heterosexuell verstellen soll, sondern einfach und natürlich rüberkommen soll.....wenn man den Jugendlichen dann noch ohne Vorurteile begegnet kann man ne Menge erreichen....


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#4
17.02.2010
17:33:15


(+5, 13 Votes)

Von R. S.
Antwort zu Kommentar #1 von Marek


also, ich kenne KEIN bundesland mit grüner regierungsbeteiligung, in der ein solches programm verwirklicht wurde oder wird.

das hat bis jetzt einzig und allein die rot-rote koalition in berlin zustandegebracht!

hervorzuheben wäre ganz besonders, dass nach dem verabschiedeten entwurf in JEDER schule ein verantwortlicher für fragen der sexuellen vielfalt benannt werden muss, der dann auch rechenschaftspflichtig ist.

letzten endes muss dann jeder einzelne lehrer in die verantwortung genommen und bei bedarf sanktioniert werden, wenn er sich nicht aktiv gegen sexuelle diskriminierung wendet. nur so kann sich wirklich etwas ändern!


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#5
17.02.2010
18:05:21


(-12, 14 Votes)

Von derBasti


So lobenswert ein solches Programm ist, so fragwürdig ist es angesichts der Haushaltslage von Berlin. Die Stadt steckt meilenweit in den roten Zahlen, Busse und Bahnen werden immer teurer. Die Tarifpolitik im öffentlichen Dienst und bei Beamten ist von einschnitten geprägt, es fehlt an allen Ecken und Enden (z.B. Lehrer). Kann man hier wirklich der Bevölkerung eine Antihomophobie Kampagne verkaufen? Oder schürt das vielleicht eher Antipathien?

Die Zahl von 200 Übergriffen in einer Großstadt wie Berlin ist meiner Meinung nach auch noch nicht die Welt - so schwer jeder Einzelfall auch zu bewerten ist. Aber Fakt ist, in Berlin leben über 4Mio Menschen und in Berlin leben überdurchschnittlich viele Schwule - genau wie Köln ist Berlin ein Zentrum für Schwule. Wieviele Übergriffe gab es dort eigentlich gegen Ausländer? Wäre eine Pro-Interkulti-Kampagne da nicht eher gerechtfertigt?

Ich denke Berlin hat im Moment andere Aufgaben als Mehmet und Springerstiefel-Sascha von der Notwendigkeit der Toleranz gegenüber alternativen Lebensweisen überzeugen zu wollen.

In einer so großen Vielschichtigen Stadt wird es immer Viertel geben, wo man als schwules Päärchen mal besser nicht händchenhaltend durchläuft - es gibt ja auch Viertel da läuft man besser nicht als Türke und andere da läuft man besser nicht als Deutscher durch. Ich denke die beiden Probleme (Fremdenhass auf der einen und Integration auf der anderen Seite) sollte eher mal angegangen werden.


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#6
17.02.2010
18:12:23


(-12, 12 Votes)

Von Right Wing Gay


---Zudem sollen insbesondere Migranten an Schulen über Homosexualität aufgeklärt werden, da in dieser Gruppe die Intoleranz besonders groß ist.---

homophoben Migranten die Heimreise ins Heimatland zu ermöglichen wäre kostengünstiger, effektiver und würde die Szene sicherer machen als so ein gutmenschliches Projekt.


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#7
17.02.2010
19:14:13


(+4, 4 Votes)

Von SeXXX-O-Matic
Antwort zu Kommentar #6 von Right Wing Gay


Jetzt gehen aber die Pferde mit Dir durch! Nicht alle sind so wie das abstoßende Beispiel Bushido!


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#8
17.02.2010
21:42:24


(+10, 10 Votes)

Von Liedel
Profil nur für angemeldete User sichtbar


zu #5 (derBasti)

"So lobenswert ein solches Programm ist, so fragwürdig ist es angesichts der Haushaltslage von Berlin. Die Stadt steckt meilenweit in den roten Zahlen. Busse und Bahnen werden immer teurer."

Das ist wohl bundesweit so... und was haben steigende Fahrpreise bei Bussen und Bahnen eigentlich mit homophober Gewalt zu tun?
Ach ja stimmt, ich vergaß, die Welt ist schlecht, alles ganz schlimm, wird immer schlimmer, und in Berlin natürlich ganz besonders...

"Die Tarifpolitik im öffentlichen Dienst und bei Beamten ist von Einschnitten geprägt, es fehlt an allen Ecken und Enden (z.B. Lehrer)"

Nicht wenige Lehrer wandern aus Berlin z.B. nach Hamburg oder Bayern ab, weil sie dort nach dem Referendariat sofort verbeamtet werden. Berlin muss sich in der Tat überlegen, wie es mit der Abwanderung von Lehrkräften, oder überhaupt von Akademikern in andere Bundesländer bzw. das Ausland umgeht. Auch dies ein gesamtdeutsches Phänomen!
Statt das aber mit der Frage nach dem Sinn einer Anti- Homophobie- Kampagne zu verquicken, solltest du besser danach fragen oder (schlimmstenfalls) eigene Vorschläge unterbreiten, wie die Kampagne z.B. in Schulen trotz Lehrermangel umgesetzt werden kann... (ist schwerer als meckern, ich weiss)

"Die Zahl von 200 Übergriffen in einer Großstadt wie Berlin ist meiner Meinung nach auch noch nicht die Welt - so schwer jeder Einzelfall auch zu bewerten ist."

Aha, was ist denn bitte „die Welt“?
Hättest du auch den Mumm, das einem Opfer homophober Gewalt ins Gesicht zu sagen, also außerhalb der virtuellen Welt? Wohl kaum...

„Aber Fakt ist, in Berlin leben über 4Mio Menschen (...)“

Berlin hat derzeit rund 3,4 Millionen Einwohner und ist damit die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands.
Wenn du hier 4 Millionen als „Fakt“ setzt, verfügst Du sicher über detaillierte Daten zu gemeldeten Zweitwohnsitzen in der Hauptstadt, gell?

„Ich denke Berlin hat im Moment andere Aufgaben als Mehmet und Springerstiefel-Sascha von der Notwendigkeit der Toleranz gegenüber alternativen Lebensweisen überzeugen zu wollen."

Und was ist mit Springerstiefel- Mehmet (solls auch geben) und Dierk-Ludwig-Horsti aus Marzahn, Spandau oder Steglitz, je nachdem was die Klischeekiste gerade hergibt?

Wenn du schon so leicht tolpatschig vom Bräunlichen zur „Mitte“ hüpfen willst, dann erwähne bitte auch die berühmte schwäbische Hausfrau, in diesem Fall mit höchster Wahrscheinlichkeit nach Prenzlauer Berg zugezogen


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#9
17.02.2010
23:43:19


(+7, 7 Votes)

Von Hardy Klag
Antwort zu Kommentar #1 von Marek


Ja da gibt es nur eines: Am besten die entsprechenden Parteien wählen, die uns unterstützen. Ich wähle generell Die Linke.


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#10
18.02.2010
00:01:52


(+7, 7 Votes)

Von QueenMargrethe
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Liedel


Vielen Dank!!


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