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Sie ist selbst schon fast eine Jazz-Legende: Dee Dee Bridgewater hat ein starkes Album zu Ehren Billie Holidays aufgenommen.

Von Jan Gebauer

Tribut-Alben sind Dee Dee Bridgewater (59) nicht fremd: Vor ihrer aktuellen Veröffentlichung zu Ehren Billie Holidays, "Eleanora Fagan - To Billie with Love", nahm sie CDs mit Liedern von Horace Silver ("Love and Peace"), Duke Ellington ("Prelude to a Kiss", 1996) und ihre Ella Fitzgerald ("Dear Ella", 1997). Für die Ella-Aufnahmen wurde sie mit dem Grammy ausgezeichnet. Die Lieder von Billie Holiday begleiten Bridgewater nicht erst seit ihrer Jugend, denn Mitte der 1980er Jahre spielte sie in dem Musical "Lady Day", verinnerlichte die Klassiker, die unendlich oft aufgenommen wurden. Rund 25 Jahre danach legte sie sich selbst eine hohe Messlatte um den Evergreens neues Leben einzuhauchen: Modern, originell und visionär, Bridgewater setzt teilweise auf waghalsige, ja, geradezu rasante Arrangements: "Billie verdient es, dass ihre Musik auch in anderes Licht gesetzt gehört wird. Sie imitieren zu wollen, wäre eine Beleidigung. Das tat ich definitiv nicht", erzählt sie im Interview.

Youtube | Ausschnitt aus ihrem Live-Programm

Als starke, schwarze Amerikanerin und resolute Persönlichkeit im internationalen Rampenlicht ist sich Bridgewater, die 1974 ihre erste LP "Afro Blue aufnahm, ihrer und Billies musikalischer und gesellschaftlicher Wurzeln in jeder Note bewusst – sie singt diese Songs nicht nur, sie lebt sie. Das Resultat lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen: Kunst statt Kitsch. Standards wie "Lady Sings The Blues", "Don’t Explain" oder das bittere "Strange Fruit" wurden ohne unnötiges Dramatisieren und Effekthaschereien zugunsten einer emotionalen Essenz aufgenommen, die uns ungeahnte, originelle Facetten an der Musik Billie Holidays offenbart. "Ich glaube nicht, dass ich singe", meinte Billie Holiday einmal. "Ich improvisiere mit meiner Stimme wie auf einem Instrument. Es kommt alles, wie ich es fühle." Bridgewater teilt diese Selbsteinschätzung. Wahrhaftig und künstlerisch im Hier und Jetzt huldigt eine Jazz-Legende der anderen.

Und da die Küstlerin live besonders grandios ist, empfehlen wir noch einen Blick auf ihre Tourdaten zu werfen:

27.02.2010, Luzern (CH) (Schweiz), KKL
02.03.2010, Düsseldorf (D), Robert-Schumann-Saal/Tonhalle
04.03.2010, Berlin (D), Philharmonie
10.03.2010, Heidelberg (D), Stadthalle
12.04.2010, Hamburg (D), Laeiszhalle
15.04.2010, Stuttgart (D), Liederhalle
26.04.2010, Frankfurt am Main (D), Alte Oper



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