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Aufregung in der australischen Szene: Beim Mardi Gras in Sydney soll das Möbelhaus Ikea heterosexuelle Schauspieler bezahlt haben, um auf dem CSD-Wagen des Unternehmens mitzufahren.

Wie "The Scavenger" berichtet, sind 2008 die Darsteller für einen Tag Arbeit 300 Dollar (rund 200 Euro) entschädigt worden. Dabei hatte eine Agentur per E-Mail nach Schauspielern gesucht. Diese müssten nicht schwul sei, hieß es darin, sollten aber "einen Sinn für Humor" haben. Außerdem müssten sie Enthusiasmus ausstrahlen und "die Begagbung mitbringen, bewundert zu werden".

Ikea bestreitet den Bericht nicht: "Eine auswärtige Firma hat den Wagen für uns organisiert. Wir sind nicht sicher, ob sie Schauspieler angeheuert haben. Wir wissen aber, dass 75 unserer Angestellten an der Veranstaltung teilgenommen haben", erklärte eine Konzernsprecherin. Inzwischen engagiere sich Ikea nicht mehr beim Mardi Gras. Ein CSD-Sprecher erklärte, es sei möglich, dass mehrere andere Sponsoren zu ähnlichen Mittel gegriffen haben könnten.

Homo-Aktivisten fordern nun den Rücktritt des CSD-Vorstands: "Ich war beim ersten Mardi Gras dabei, damals an einem kalten Abend im Juni 1978", erklärte Aktivist Gary Burns. "Ich kann Ihnen sagen, wir haben nicht dafür demonstriert, dass sich Schauspieler auf schwul trimmen und dafür bezahlen lassen, die Oxford Street hinunter zu tanzen".

Wie kommerziell darf ein CSD werden?

In den letzten Jahren gab es in Sydney Diskussionen darüber, ob der CSD zu kommerziell geworden ist. So wurde etwa kritisiert, dass dieses Jahr einer schwul-lesbischen Tierschutzorganisation nicht erlaubt wurde, mit einem Wagen am CSD teilzunehmen. Grund: Die Gruppe sei "nicht queer genug". Dagegen erhielten Ikea und eine australische Bank einen Wagen im Zug.

Auch in Deutschland gibt es immer wieder Streit darüber, wie viel Werbung auf CSDs zulässig ist. So kritisierten Aktivisten im vergangenen Jahr etwa den "Cologne Pride", weil dort erstmals Benimmregeln für Besucher eingeführt wurden. Es wurde gemutmaßt, dass sich die Kölner damit den Vorstellungen der Werbewirtschaft beugten (queer.de berichtete). (dk)



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#1 dukeAnonym
  • 22.02.2010, 16:15h
  • wird gerade auch in israel diskutiert. dort bekamen
    die letzten jahre angestellte mit "oben-ohne-empfehlung" den "rat" sich durch die staßen tel avivs truckern zu lassen.

    ein teil der community plant einen non-commercial
    gay pride
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#2 SeXXX-O-MaticAnonym
  • 22.02.2010, 16:52h
  • Da sieht man einmal, was Heten gegen Geld alles machen! Was hat sich IKEA nur dabei gedacht?
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#3 raj79Anonym
  • 22.02.2010, 18:03h
  • Warum sollen Gay-friendly Unternehmen, die wie IKEA bei den Traditionalisten mit homo-freundlicher Werbung anecken, nicht auf dem CSD werben dürfen?

    Wer von uns würde für einen werbefreien CSD viel Eintritt zahlen wollen oder wieder zurück zu 50-Mann Underground Veranstaltungen?

    Viele kommerzielle CSD Wägen heuern speziell für den CSD Personal an.
    Das man sich darüber aufregen kann, dass diese auch Hetero sein dürfen, finde ich total absurd... so what??
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#4 seb1983
  • 22.02.2010, 20:09h
  • CSD heißt heute nunmal Party und Feiern einer finanziell gut aufgestellten Zielgruppe. Ist doch klar, dass Unternehmen dieses Umfeld nutzen und ein paar durchtrainierte Typen oben ohne auf ihren Wagen da durchfahren, kostet nicht viel, bringt aber um so mehr in einer konsum- und markengeilen Szene zwischen Prosecco, Ikea und I-phone. Logisch auch, dass die Leute, die damit viel Geld verdienen, wie in Köln, ein werbefreundliches Umfeld schaffen wollen.
    Passend dazu gibts dann das rosa Ticket von der Bahn, den "schwulen" Flug von der Lufthansa und von Sixt den angeblich schwulen Mietwagen. Alles mit saftigen Preisaufschlägen natürlich, man ist ja was besonderes.

    Ein CSD im heutigen Ausmaß wie etwa in Köln als Karneval im Sommer ist anders aber auch nicht mehr zu finanzieren.
    Die Frage also ob bigger auch better ist, oder ob der Kern eben nicht doch in den 100 Leuten liegt die früher einmal für Rechte demonstriert haben.
    Dafür spalten sich inzwischen vielerorts "alternative CSD's" ab, eine Minderheit in der Minderheit, die die immer weitergehende Aufspaltung und Individualisierung in der Szene zeigt und neben der in der Gesellschaft vorherrschenden "Heteronormativität" die in der Szene durchgepeitschte "Homonormativität" ablehnt.

    Es wird spannend, mit oder ohne Ikea
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#5 bananasEhemaliges Profil
  • 22.02.2010, 21:15h
  • Wenn "BECK'S" den CSD sponsort, regt sich auch niemand mehr auf. Ich glaube, ohne Sponsoring ist ein CSD oder sämtliche ander Events nicht mehr möglich. Man kann davon halten, was man will. Und zum Thema, ich glaube, Jungschauspieler ohne Job, machen für Geld alles. Und für eine Agentur, ohne Aufwand aufzutreiben. Sind alle in einer Kartei (Ich auch ). Billiger als Casting. Und die Bemerkung" Außerdem müssten sie Enthusiasmus ausstrahlen und "die Begabung mitbringen, bewundert zu werden", finde ich als Kolmpliment.
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