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Statt zwei Frauen sollen zukünftig zwei Männer den Gewinner des Amsterdamer Fahrradrennens Giro d'Italia küssen – das wünschen sich zumindest die Grünen der niederländischen Grachtenstadt.

"In einer Stadt wie Amsterdam, die sich als schwul-lesbische Metropole begreift, sollten nicht zwei hübsche Mädels die Küsse übernehmen, sondern zwei hübsche Männer", erklärte Stadtrat Marco de Goede von der Partei Groenlinks. Derzeit wird diese traditionelle Aufgabe bei der Siegerehrung immer von zwei jungen Frauen übernommen. Die Grünen argumentieren, dass die Akzeptanz von Schwulen und Lesben im Sport erhöht werden müsse und es deshalb wichtig sei, Zeichen zu setzen. Immerhin sei auch einer von zehn Radsportlern homosexuell. "Es sollte auch für Schwule möglich sein, mit dem Gewinner zu feiern", so der grüne Stadtrat Fjodor Molenaar.

Nicht jeder ist von dieser Idee begeistert: Albert van der Meulen von der TV-Gruppe RTL Nederland, die das Rennen live übertragen wird, lehnt eine Änderung ab: "Ich denke nicht, dass die Teilnehmer an dem Rennen von Männern geküsst werden wollen", erklärte van der Meulen nach Angaben der Nachrichtenagentur AP. Sein Sender will am 5. März in einem Schönheitswettbewerb zwei Frauen auswählen, die den Gewinnerkuss übernehmen sollen. Van der Meulen bestätigte, dass sich bereits drei Männer für den Schönheitswettbewerb angemeldet hätten. Diese könnten wegen der strengen niederländischen Antidkiskriminierungsrichtlinien nicht von der Veranstaltung ausgeschlossen werden.

Ein Sprecher der Stadt hat bereits auf Anfrage von niederländischen Medien angekündigt, dass Amsterdam auch einen männlichen Sieger akzeptieren werde. Eine solche Wahl vertrage sich gut mit der homofreundlichen Tradition der Hauptstadt.

Homo-Gruppen haben ihre Unterstützung für einen mann-männlichen Siegerkuss angekündigt: "Es gibt verschleierte marokkanische Lesben, schwule Lehrer in christlichen Schulen und bisexuelle Fußballspieler. Warum können diese Galmour-Girls dann nicht durch Männer ersetzt werden?", fragt Philip Tijsma von der Nederlandse Vereniging voor Integratie van Homoseksualiteit (COC).

Die Giro d'Italia beginnt dieses Jahr am 8. Mai in Amsterdam. Das Radrennturnier gilt als das zweitwichtigste Etappenrennen nach der Tour de France. (dk)



18 Kommentare

#1 RadlmadlAnonym
  • 22.02.2010, 16:49h
  • Eine gute Idee, fragt sich nur, ob die Teilnehmer das auch mit sich machen lassen.
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#2 Heterror-NormAnonym
  • 22.02.2010, 16:57h
  • Jeder aufgeklärte Mensch sollte sich wünschen, dass endlich Schluss ist mit zwanghaften heterosexistischen Ritualen und der Unterstellung von Heterosexualität von Kindesbeinen an.
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#3 Krzyszek
#4 eMANcipationAnonym
#5 FloAnonym
  • 22.02.2010, 18:22h
  • Da viel über Symbolik in den Medien läuft, sicher eine gute Idee. Aber ich hätte eine noch bessere:

    Wieso nicht auf einer Seite ein Mann und auf der anderen eine Frau! Das wäre für die betreffenden Sportler passend, egal ob sie hetero, homo oder bi sind. Und nach außen würde echte Gleichstellung demonstriert. Das wäre viel besser als nur 2 Männer oder nur 2 Frauen.
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#6 remixbeb
  • 22.02.2010, 19:51h
  • Antwort auf #5 von Flo
  • sehr gute Idee! Finde ich auch. Generall finde ich die Sache nicht schlecht, auch wenn ich bezweifle, dass dann jemand diese Etappe überhaupt gewinnen möchte. Wahrscheinlich lassen sich dann alle 2m vor dem Ziel fallen! *lach*
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#7 eMANcipationAnonym
#8 BjoernX
  • 23.02.2010, 08:17h
  • Prima Idee.
    Die Chancen sind ja gar nicht schlecht, wenn die Männer nicht vom Wettbewerb ausgeschlossen werden können.
    Aber um dem Publikum etwas entgegen zu kommen, könnte man ja auch einen Mann und eine Frau auswählen.
    Dann hätten alle was davon und es würde noch mehr die Gleichwertigkeit unterstreichen.
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#9 Frankyboy
  • 23.02.2010, 09:40h
  • Gute Idee, auch wenn nichts dabei herumkommt, aber zumindest wurde mal drüber gesprochen...

    Amstedam ist einfach die geilste Stadt und sie wird mir immer sympathischer ;-)
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#10 جنّةAnonym