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1994 mussten drei schwule Abenteurer in "Priscilla – Königin der Wüste" das Outback noch erobern – heute ist im Northern Territory jeder willkommen, egal ob im Fummel oder ohne.

Von Carsten Weidemann

An kaum einem anderen Ort gibt es mehr Naturwunder als im australischen Northern Territory. Hier ist nichts so wie zu Hause: Mit mehr 1,3 Millionen Quadratkilometern ist das Territorium rund vier Mal so groß wie Deutschland – dafür leben hier lediglich so viele Menschen wie im verschlafenen Freiburg im Breisgau. Die unverbrauchte Schönheit, das warme Klima und die Anbindung an den internationalen Flugverkehr machen diese Region zum Urlauberparadies – auch für Schwule und Lesben.

"Das ist es was diesem Land noch gefehlt hat: Eine Tunte im Fummel auf dem Berg", schrie der kleine Adam bei "Priscilla" seine Reisegefährtin Bernadette im Watarrka-Nationalpark entgegen. Heute wirbt das Northern Territory gezielt um schwul-lesbische Touristen und stellt klar, dass die in dem Film gezeigte "Redneck"-Mentalität ein Relikt des letzten Jahrhunderts ist. Und tatsächlich: An den weiten Straßen haben sich in den letzten Jahren so einige schwul-lesbische Gästehäuser eröffnet, die Besucher aus aller Welt für ihr Outback gewinnen wollen.

Die meisten Gäste kommen in der Hauptstadt Darwin im Norden des Landes an – hier lebt mit 130.000 Einwohnern mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Northern Territory. Das multikulturelle Städtchen gilt als "Tor nach Asien" - daher buchen gerade schwule Touristen gerne einen Kombinationsurlaub: Feiern in einer asiatischen Metropole wie Bangkok, danach die atemberaubenden Landschaften des Outbacks genießen. Das heißt aber nicht, dass man in Darwin gar nicht feiern kann: So ist etwa der Throb Nightclub nicht von schlechten Eltern: An jedem Freitag und Samstag feiert hier die schwule Community bis in die Puppen. Besonders die Shows, die nachts um 1:30 Uhr beginnen, zeigen die erotische und humoristische Seite der Australier.

Darwin gilt als Ausgangspunkt für viele Touren. Gleich ob in einer Gruppe, im Privatwagen oder ganz sportlich im Geländewagen mit Vierradantrieb – jeder kann hier nach seiner Façon Urlaub machen. Auf dem Reiseplan sollte als Pflichtprogramm der 170 östlich der Stadt gelegene Kakadu-Nationalpark sein. Das rund 20.000 Quadratkilometer große Gebiet ist Teil des UNESCO-Naturerbes. Er besticht nicht nur durch seine rauen Sandsteinflanken, seine großen Wasserfälle oder beeindruckenden Flußläufe, sondern ist auch ein Zentrum der Aborigines-Kultur – der Park enthält eine schönsten und umfangreichsten Sammlungen an Felsmalereien in der Welt. Gerade für abenteuerlustige Wanderer gibt es hier immer Neues zu entdecken. Man braucht sich hier – wie in den anderen großräumigen Gebieten des Northern Territory – auch keine Sorgen zu machen, nur Touristen mit ihren Handkameras zu begegnen.

Viele Naturschönheiten befinden sich im Süden des Northern Territory. Als Ausgangspunkt eignet sich Alice Springs, ein kleines 25.000-Seelen-Städtchen, 1.500 Kilometer südlich von Darwin. Von hier aus können Trips zum Kings Canyon sowie zum Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark unternommen werden.

Der Kings Canyon liegt 330 Kilometer südlich von Alice Springs. Er ist Teil des Watarrka-Nationalparks und besticht durch seine spektakulären, 200 Meter hohen Wände. Sie sehen aus, als ob sie mit dem Messer abgeschnitten wurden. Noch etwas weiter westlich befindet sich der Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark, der wie der Kakadu-Park auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes Platz gefunden hat. Besonders populär ist hier der Ayers Rock, der sich mehrere Kilometer lang majestätisch 350 Meter über die Dünenlandschaft erhebt. Die Aborigines bezeichnen den beeindruckenden Inselberg aus Sandstein als Uluru; er gilt als eine heilige Stätte.

Übrigens: Es muss nicht immer Priscilla sein. Wem die Entfernungen zu groß sind für eine Abenteuerreise mit Auto und Bus, kann auch bequem zu den meisten Naturwundern mit dem Flugzeug gelangen. Autofahrten oder Wanderungen können nämlich gerade im australischen Sommer eine Tortur sein: In den tropischen Gefilden kann dann die Temperatur auf über 50 Grad Celsius anschwellen. Wasser, Benzin und ein wenig Essen sind also auf allen Reisen ins Outback ein Muss. Und wer noch den einen oder anderen Fummel mitbringt, fühlt sich im Northern Territory gleich wie zu Hause.

Der schwule Reiseanbieter Over The Rainbow ist ein Spezialist für Australien-Reisen – für Outback-Jungfrauen oder erfahrene Travel-Hasen stellen die Experten aus Berlin individuelle Programme zusammen.



#1 OutbackerAnonym
  • 28.02.2010, 19:24h
  • Auf den Spuren des Kultfilms "Priscilla" - einfach genial! Aber Vorsicht: Genug Gegengift im Gepäck, da es dort auch Giftschlangen gibt (ich meine aber nicht die auf zwei Beinen)!
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#2 tomAnonym
  • 28.02.2010, 22:28h
  • "Das ist es was diesem Land noch gefehlt hat: Eine Tunte im Fummel auf dem Berg", schrie der kleine Adam bei "Priscilla" seine Reisegefährtin Bernadette im Watarrka-Nationalpark entgegen.

    Bitte den Film auch mal gucken, das sagt Bernadette zu Tick.
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#3 tomAnonym
  • 28.02.2010, 22:36h
  • Hi, Australien hat Platz, der Kakadu Nationalpark hat 20.000 Quadrat-KILOMETER (200x100 km), nicht nur 20.000 Quadrat-METER.

    Danke für den Hinweis! Hatten wir beim Korrekturlesen übersehen und ist nun korrigiert
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