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Anglikanische Bischöfe wollen sich im britischen Oberhaus dafür einsetzen, dass Schwule und Lesben auch in Kirchen zukünftig eine Partnerschaft eingehen können.

Mehrere Bischöfe haben in einem Brief an die Tageszeitung "The Times" erklärt, dass sie einen Antrag im House of Lords unterstützen wollen, mit dem Kirchen die Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt werden soll. Bislang dürfen Religionseinrichtungen auf der Insel Hetero-Paare verheiraten, ohne dass diese ein Standesamt betreten müssen. Das Lebenspartnerschaftsgesetz aus dem Jahre 2004 verbietet eine Eintragung von Homo-Partnerschaften jedoch ausdrücklich. Baron Waheed Alli (Labour), ein offen schwuler Oberhausabgeordneter muslimischen Glaubens, will den Antrag Anfang März ins Parlament einbringen.

Unter anderem unterstützt der anglikanische Fraktionsvorsitzende im Oberhaus, Bischof Timothy Stevens aus Leicester, die Trauung von Schwulen und Lesben. Insgesamt stellen die Anglikaner 26 der 734 Oberhaussitze. In dem Brief begründen die Bischöfe die angestrebte Gesetzesänderung mit dem Gleichbehandlungsprinzip: "Heterosexuelle Paare haben die Wahl zwischen der Zivilehe und einer kirchlichen Trauung. Es ist diskriminierend, diese Wahl Gläubigen vorzuenthalten. Sie legen das wichtigste Versprechen ihres Lebens ab und sollten dies auch in ihrer Kirche und Synagoge tun dürfen, wenn diese dazu bereit ist."

Innerhalb der Church of England gibt es derzeit keine Einigkeit, ob sich gläubige Schwule und Lesben in einem Gottesdienst verpartnert werden sollten. Bei einer Gesetzesänderung wird erwartet, dass diese Entscheidung den jeweiligen Gemeinden freigestellt wird. Kirchen sollen aber weiterhin die Möglichkeit haben, die Eintragung von Partnerschaften abzulehnen.

Skeptiker befürchten, dass Homo-Trauungen in britischen Gotteshäusern die Kirchenspaltung innerhalb der anglikanischen Gemeinschaft vertiefen könnten. Afrikanische und asiatische Anglikaner kritisieren seit der Ernennung des ersten schwulen Bischofs vor sieben Jahren in den USA stets die Akzeptanz von Homosexualität unter westlichen Anglikanern. So bezeichnet etwa die Kirche in Uganda die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben als "europäischen Wert", der in Afrika keine Bedeutung habe (queer.de berichtete).

Lage in Deutschland recht traurig

Anders als in England müssen sich deutsche Heiratswillige immer im Standesamt trauen lassen, ansonsten wird ihre Ehe von den Behörden nicht anerkannt. Die meisten Kirchenvertreter lehnen hierzulande die Homo-Ehe kategorisch ab. Nur zehn der 22 evangelischen Landeskirchen bieten "Segnungen" von gleichgeschlechtlichen Paaren an. Dabei wird aber stets die Schlechterstellung von Homo-Paaren gegenüber Heteros betont. So hieß es in einem Beschluss der lutherischen Kirchen in Deutschland: "Die Kirchenleitung stellt fest, dass die Bedeutung der Ehe und der Trauung es nicht zulässt, den Eintritt in eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft mit einer öffentlichen gottesdienstlichen Handlung zu begleiten, die mit einer christlichen Trauung verwechselt werden könnte."

Die katholische Kirche lehnt jegliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren ab - und setzt diese Position innerkirchlich ohne Kompromisse durch. So wurde 2008 ein Dekan im Bistum Limburg (Hessen) gefeuert, weil er die Verbindung von zwei Männern gesegnet hatte (queer.de berichtete). Das Bistum erklärte daraufhin, dass die Schwulen nicht Teil von Gottes Plan seien. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 BridegroomkisserAnonym
#2 Liedel
  • 24.02.2010, 18:35h
  • Nee @ Bride

    Wenn der Herr Englisch da ist, gibts Lobhudel- Orgien auf den Papst.
    Und verdammt viele aus der Community werden vielleicht ahnen, warum der ausgerechnet Vatikan- Korrespondent geworden sein könnte
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#3 alexander
  • 24.02.2010, 23:18h
  • Antwort auf #2 von Liedel
  • wie recht du hast, muss mich erst mal von dem völlig hysterisch kreischenden, hyperventilierendem a. englisch erholen, wirklich personifiziertes bildzeitungskatholentum !!!!!!!

    unterm strich wurde genau das bestätigt, was jeder ansatzweise denkende mensch bei dieser kirche empfinden muss, ABSCHEU !!!
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#4 KatholenbasherAnonym
  • 25.02.2010, 11:02h
  • Antwort auf #3 von alexander
  • Ich habe mir gestern auch die Sendung "Hart aber fair" angeschaut und war von Herrn Englisch sehr angewidert. Wütend gemacht hat mich auch eine Frage eines Zuschauers, ob Herr Denef aus seinem Mißbrauch Profit schlagen will. Unverschämtheit! Vielleicht sollte der Schreiberling selbst einmal einem sexuellen Mißbrauch durch die Katholen ausgesetzt werden, dann denkt er völlig anders darüber! Mir tat Herr Denef leid!
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#5 MirkoAnonym
  • 26.02.2010, 18:51h
  • "Das Bistum erklärte daraufhin, dass die Schwulen nicht Teil von Gottes Plan seien. "

    Aha, Liebe ist als nicht Gottes Plan. Was denn sonst? Hass?

    Gott hat uns so gemacht, wie er uns haben wollte und offenbar fand er es gut, auch Schwule, Lesben, etc. zu erschaffen. Genauso wie bei den Tieren und Pflanzen wollte er es offenbar etwas bunter haben.

    Wenn die sich als Gottes Stellvertreter auf Erden ansehen, sollten die erstmal nicht Gottes Schöpfung infrage stellen und sich damit immer über Gott stellen.

    Wenn Liebe nicht zu Gottes Plan gehört, möchte ich wissen, was es sonst sein soll...

    Ich vermute eher, es passt nicht in deren Plan, der mit Liebe offenbar nicht viel am Hut hat...
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 15.05.2011, 11:35h
  • Mittlerweile sind eine ganze Reihe von protestantischen mainline Kirchen dazuübergegangen, homosexuelle Handlungen nicht als sündhaft zu werten, gleichgeschlechtliche Paarbeziehungen in der Kirche zu segnen und offen homosexuelle Pfarrer im Pfarrhaus zu erlauben.

    * United Church in Christ
    * Lutheran Church in America
    * Presbyterian Church (USA)
    * Evangelical Lutheran Church in America
    * Anglikanische Episcopalchurch in America
    * Reformed Church in USA

    --> Mächtig gekämpft wird um diese Entscheidung in den letzten Jahren bei den Methodisten (UMC).

    Und ebenso haben dies die lutherischen Kirchen in Schweden (Schwedische Kirche), in Island (Lutherische Kirche in Island), in Dänemark (Dänische Kirche) und in Norwegen (Norwegische Kirche) sowie die Protestantische Kirche der Niederlande und reformierte Kantonskirchen in der Schweiz (SEK) ermöglicht.

    Auf einen neuen Kurs schwenkt ebenso nach und nach die anglikanische Church of England ein.

    In Deutschland haben jetzt die Landeskirchen der EKD ein modernes einheitliches Pfarrdienstrecht, das in allen Landeskirchen offen homosexuelle verpartnerte Pfarrer erlaubt. Ebenso ist in vielen Landeskirchen derEKD eine Segnung möglich.

    ----

    Sehr interessant ist derzeit 2011 das Memorandum "Kirche 2011", woraus hervorgeht, dass auch Widerspruch unter katholischen Theologieprofessoren zum Kurs des Vatikans in der Sexualmorallehre gibt.
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