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Ein Nachwuchs-Schiri aus der dritten Liga erklärte jetzt, das angeblich heterosexuelle Missbrauchsopfer habe sich ihm im vergangenen Jahr in einem Hotel sexuell zu nähern versucht.

Von Carsten Weidemann

Die Affäre um Ex-Fußballbund-Funktionär Manfred Amerell und Schiedsrichter Michael Kempter nimmt immer absurdere Züge an: Während Kempter nach wie vor angibt, er sei von seinem Förderer Amerell sexuell belästigt worden, behauptet nun ein anderer Nachwuchs-Schiri, Kempter habe sich ihm in einem Hotel aktiv mit deutlichen Absichten zu nähern versucht.

Der nicht namentlich genannte Jung-Schiedsrichter, der unter anderem in der dritten Liga als Linienrichter aktiv sei, habe sich nach Informationen der Frankfurter Rundschau (FR) beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gemeldet. Der Mann berichtete demnach, dass Michael Kempter ihn am 13. Mai 2009 in einem Hotel offensiv angegraben habe. Pikant dabei: Kempter hatte noch letzte Woche behauptet, er sei heterosexuell (queer.de berichtete). Gegenüber der FR wies der 27-Jährige die Vorwürfe des anderen Schiedsrichters als "falsch" zurück.

Der DFB selbst wollte am Freitag weder bestätigen noch dementieren, dass sich jemand mit entsprechenden Infos beim Verband gemeldet hätte. In einer Presseerklärung des Fußballbunds heißt es jedoch: "Die Frage, ob Herr Kempter etwas mit einem Mann oder einer Frau hatte, ist für den DFB überhaupt nicht relevant, solange er seine Pflichten als Schiedsrichter nicht verletzt hat. Im Gegensatz zu Herrn Amerell, der in seiner Funktion zu den ihm anvertrauten Schiedsrichtern die nötige Distanz wahren musste, liegen dem DFB bei Herrn Kempter keine Hinweise auf eine Pflichtverletzung vor. Wie und mit wem ein Mitarbeiter sein Privatleben verbringt, ist für den DFB nicht zu bewerten."

Die Anmach-Vorwürfe gegen Kempter sind nicht die einzige neue Wendung, die an der Glaubwürdigkeit des jungen Schiedsrichters rütteln. Auch der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichterausschusses, Volker Roth, hat jetzt einer Aussage Michael Kempters öffentlich widersprochen. Roth wurde von dem Schiedsrichter am 17. Dezember erstmals über die angeblichen Missbrauchsversuche informiert.

Bei dem Gespräch habe er ihn darauf "aufmerksam gemacht, wie die Abläufe im Fall Amerell in meinem persönlichen Fall waren. Und ich habe ihm gesagt, dass es noch andere Fälle gibt, von denen ich inzwischen gehört hatte. Ich hatte detaillierte Informationen in der Hand", sagte Michael Kempter Mitte Februar aus. Gegenüber der FAZ meinte Roth nun jedoch: "Kempter hat nur über sich und Amerell gesprochen, nicht aber über andere, möglicherweise in Mitleidenschaft gezogene Schiedsrichter." Der Vorsitzendes des Schiedsrichterausschusses steht selbst unter Kritik, weil er DFB-Präsident Theo Zwanziger erst nach vier Wochen über das Gespräch informiert hat.

Weitere pikante Enthüllungen und Wendungen scheinen im Fall Amerell/Kempter/DFB indes nicht ausgeschlossen. Am kommenden Donnerstag wird die Angelegenheit vor dem Münchner Landgericht verhandelt': Amerell hat gegen den Fußballbund einen Verfügungsantrag auf zukünftige Unterlassung einzelner Behauptungen gestellt, die der DFB im Rahmen einer Pressemitteilung getätigt hatte. (cw)

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#1 Bash The Press!Anonym
  • 27.02.2010, 10:50h
  • Das wird ja immer verworrener! Will denn dieser Nachwuchsschiedsrichter nur mal in die Medien, weil er seinen Kollegen outet oder steckt da mehr dahinter? Nun ja, PR-Gags gibt es ja zuhauf!
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#2 Mister_Jackpot
  • 27.02.2010, 11:17h
  • Ganz einfache Lösung: Sie sind alle miteinander schwul und das wird nun (von unseren Steuergeldern bezahlt) auch noch vor Gericht verhandelt.
    Die sollten alle drei zusammen in die Kabine gehen und sich mal ordentlich gegenseitig besteigen...das würd die Spannungen vielleicht etwas abbauen! LOL
    Die Geschichte ansich ist mehr als lächerllich....
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#3 tatenwolkeAnonym
  • 27.02.2010, 11:36h
  • "..claudiasexuell.." *

    jetzt auch bald transalpin ?

    * Sexuelle Orientierung nach Definition Claudia Haiders (gerne auch durch Gerichtsbeschluß)
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#4 schwulenaktivist
  • 27.02.2010, 11:52h
  • Für gewisse Leute ist Homosexualität an sich schon ein Missbrauch. Gewisse Männer verstehen aber auch schon nur eine Anmache als Missbrauch, auch wenn sie das selber gegenüber Frauen normal finden...
    Wer hier überhaupt homosexuell ist, bleibe dahingestellt, denn es wird mehr Sex zwischen Männern praktiziert, die überhaupt nicht schwul sind, als unter Schwulen selbst.
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#5 BlubbalutschAnonym
#7 eMANcipationAnonym
  • 27.02.2010, 12:33h
  • Antwort auf #4 von schwulenaktivist
  • "denn es wird mehr Sex zwischen Männern praktiziert, die überhaupt nicht schwul sind..."

    Du meinst wohl: Männer, die nicht dazu stehen, dass sie schwul sind!

    Haben sich die beteiligten Herren, auch im hier diskutierten Fall, eigentlich ein einziges Mal überlegt, was sie mit ihren Versteckspielchen in der Wahrnehmung junger Männer anrichten???

    Männliche Homosexualität bleibt dank dieser verlogenen Herrschaften weiterhin etwas, das neben den üblichen, vorwiegend zur Stigmatisierung dienenden Klischees nur im Verborgenen stattfinden darf!

    Es ist den Betreffenden durchaus zu wünschen, dass sie mit dieser Selbstverleugnung auf ganzer Linie scheitern, damit klar wird:

    Zur Nachahmung auf keinen Fall empfohlen!!!

    Oder anders formuliert: Habt Sex mit Männern und liebt Männer, Jungs, und seid stolz darauf!!!
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#8 SchneeAnonym
  • 27.02.2010, 12:45h
  • Antwort auf #7 von eMANcipation
  • "denn es wird mehr Sex zwischen Männern praktiziert, die überhaupt nicht schwul sind..."

    "Du meinst wohl: Männer, die nicht dazu stehen, dass sie schwul sind!"

    Warum vergesst ihr in euren Diskussionen immer das es auch Bisexuelle gibt? Ich glaub es gibt mehr Menschen die bi sind als rein hetero oder schwul, nur wird der homosex. Anteil von den Bi´s oft unterdrückt oder nur heimlich ausgelebt
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#9 heartbreakerAnonym
#10 eMANcipationAnonym
  • 27.02.2010, 13:03h
  • Antwort auf #8 von Schnee
  • "nur wird der homosex. Anteil von den Bi´s oft unterdrückt oder nur heimlich ausgelebt"

    Und warum ist das so?

    Liegt das vielleicht an einer nach wie vor aggressiv heteronormativen Gesellschaft?

    Und woher willst du dann wissen, wer von denen tatsächlich "bi" und wer einfach nur gesellschaftskonditioniert "bi" ist - siehe Millionen schwuler Coming-Out-Biographien, die ebenfalls über das Label und die Vorstellung von "Bisexualität" führ(t)en.

    Nicht umsonst legen jüngere Studien nahe, dass die meisten männlichen "Bisexuellen" nicht gleichermaßen auf beide Geschlechter reagieren, sondern zum allergrößten Teil so wie schwule Männer.

    Aber diese Diskussion ist ebenso müßig wie unnötig: Schaffen wir endlich eine Gesellschaft ohne Zwangsheterosexualität, dann kann jeder Mensch genau so leben, wie es ihm entspricht - ganz ohne seine HOMOsexualität (denn nur diese betrifft das) verleugnen zu müssen!
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