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"Keep Calm and Carry On" erschien bereits Ende 2009 in Großbritannien. Der Erfolg blieb aus. Sieht es in Deutschland besser aus?

Du meinst also, du kennst Stereophonics und weißt, wie sie klingen? Ganz sicher? Denk lieber noch mal genau nach, denn das kürzlich veröffentliche Album "Keep Calm And Carry On" der Rocker aus Wales klingt vollkommen anders als die Vorgänger. Nachdem sie zuletzt von ihrem Greatest-Hits-Album gut 750.000 Einheiten verkaufen konnten, hat Kelly Jones, seines Zeichens Sänger, Gitarrist und Songwriter der Stereophonics, mit seiner Band dieses Mal eine vollkommen neue Richtung eingeschlagen: "Keep Calm And Carry On" klingt minimalistisch, komprimiert, kurz und bündig, poppig und gefühlvoll; anders gesagt: Es erzählt zwölf pointierte Geschichten, die mit perfekt durchdachten Melodien untermalt sind.

Youtube | Die Single der Stereophonics: ''Innocent''

"Mein Ziel war es, ein Album aufzunehmen, das sich wie ein Debüt anfühlt", sagt Kelly über die neue LP. "Natürlich schwebt der Name Stereophonics über uns und man erwartet daher einen gewissen Sound, auf den die Leute stehen, aber das alles wollte ich ganz bewusst wegdrücken und einfach mal für einen Moment vergessen. Stattdessen sollte es eine Platte werden, die auch ohne unsere Vorgeschichte für sich steht: Ein paar Songs, die man mit einer kleinen Band in irgendeiner x-beliebigen Bar spielen kann, und wenn sie gut genug sind, denken die Leute plötzlich gar nicht mehr an ihr Bier, drehen sich um und hören etwas genauer hin. So muss man sich das ungefähr vorstellen."

Nachdem die letzten fünf Studio-Alben allesamt auf Platz 1 der britischen Charts landeten, und auch die Compilation "Decade in the Sun: The Best of Stereophonics" (2008) noch Platz 2 schaffte, blieb "Keep Calm And Carry On" überraschend hinter den Erwartungen zurück und landete nur auf Platz 11. In Deutschland soll es nun positiver ausgehen. Den Stereophonics wäre es zu wünschen: "Keep Calm And Carry On" besticht mit einem gewaltigen Klangspektrum und extrem viel Tiefgang: Da wären die abgestuften Harmonien des bittersüßen Stücks "Innocent", das an die Beatles erinnert, der minimalistische Electro-Beat von "Beerbottle", bei dem Melancholie und stoischer Gleichmut mitschwingen, die hauchfeinen Gitarreneinwürfe des anmutigen "Could You Be The One", dreckige Riffs auf "Trouble", eine durchaus politische Hymne übrigens, und schließlich "Show Me How", jene überdimensionale Ballade, die das Album mit einer fragil-verwundbaren Klaviermelodie und Streichern ausklingen lässt. (cw/pm)



#1 gniwerjProfil
  • 09.03.2010, 00:04hdortmund
  • superband. find's gut, dass ihr hier jetzt auch rockbands rezensiert.:)
    die krönung wär etwas punk oder hardcore, um auch die leserInnen zu befriedigen, die sich jenseits des "mainstream" bewegen, wobei mit johnny cash ja schon 'n grundstein gelegt wäre. ist schließlich quasi der begründer des punk;D.
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