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  • 02. März 2010, noch kein Kommentar

Grammy-nominiert und stimmgewaltig: Mit ihrem zweiten Album für Verve, "Turn Me Loose", startet die RnB-Hoffnung auch in Deutschland durch.

Auf ihrem neuen Album wollte Ledisi unbedingt ein paar gewagte künstlerische Änderungen vornehmen. Aber gerade als sie sich auf ihr zweites Verve-Projekt "Turn Me Loose" stürzen wollte, lief sie vor eine Wand. Die Sängerin und Songschreiberin erlitt einen schweren Fall von Schreibblockade, der sich über sechs Monate hinzog. Ledisi war wie versteinert, als sie versuchte, Material für den Nachfolger ihres Verve-Debütalbums "Lost & Found" zu schreiben.

Das Album hatte exzellente Kritiken erhalten und war für zwei Grammys (darunter den für die beste neue Künstlerin) nominiert worden. "Nach all dem Erfolg mit 'Lost & Found' verspürte ich einen ungeheuen Druck und stellte mir selbst die Fragen: 'Wer bin ich? Wo steht Ledisi heute?'", erzählt die aus New Orleans stammende Künstlerin. "Früher fragte ich mich, ob die Leute mich verstanden. Jetzt war es eher so, dass sie sagten: 'Okay, wir kennen dich nun. Aber was kommt als nächstes?'"

Youtube | Live-Auftritt im amerikanischen Fernsehen: Ledisi und der Titelsong zum Album ''Turn Me Loose''

Ein Freund gab ihr ein Album, das sie sich anhören sollte. In der Hoffnung, dass dies ihre kreativen Säfte wieder in Wallung bringen würde. Es war der Soul-Rock-Klassiker "Them Changes", den Buddy Miles 1970 eingespielt hatte. "Ich hatte die Platte nie zuvor gehört", gesteht Ledisi. "Aber nachdem das geschehen war, nahm ich mir vor, auf dem neuen Album ähnlich frei vorzugehen. Auf dem letzten hatte ich mich ein wenig zurückgehalten. Ich sagte aber schon damals, dass ich bei meinem nächsten Projekt stimmlich die Ketten abstreifen wolle. Ich versprach, ehrlicher zu sein und Dinge anzusprechen, über die die Leute nicht gerne reden.

Mit von der Partie war wieder Produzent Rex Rideout, der schon den Sound von "Lost & Found" maßgeblich geprägt hatte. Aber bei "Turn Me Loose" wollte Ledisi nicht auf Nummer sicher gehen. Mit Hilfe von einigen anderen Produzenten (Ivan & Carvin, Chief Xcel, Chucky Thompson, Eric Krasno & Adam Deitch) flocht die Künstlerin glänzende Strähnen der verschiedenen Sounds ein, die sie liebte, als sie in Oakland/Kalifornien groß wurde. Rock, Blues, klassischer Soul, Funk und HipHop wurden auf dem gesamten Album miteinander fusioniert. Oft vermengt Ledisi das Alte mit dem Neuen. Das funky Titelstück greift beispielsweise die fetzigen Grooves alter Stax-Platten auf und bringt sie auf den neuesten Stand. (cw/pm)