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Berliner Mediensatire und tragikomische Lovestory in einem: Volker Surmanns Debütroman "Die Schwerelosigkeit der Flusspferde".

Von Carsten Weidemann

Yannick Herbst lebt natürlich in Berlin, der Stadt der kreativen Durchwurstler. Er ist Anfang 30 und ein mäßig erfolgreicher Stand-up-Comedian. "Früher hieß es Komiker", sagt seine Mutter, "aber da waren die Leute auch noch witzig." Yannick strauchelt zwischen neurotischen Comedy-Veranstaltern, provinziellen Kleinkunstvereinen und humorlosen TV-Produzenten hin und her. Seine Fantasie verlangt eine Auszeit, und bei seinen Auftritten stehlen ihm immer öfter Panikattacken die Show.

Immerhin bietet sich Yannick mit einem Mal die Chance, auf der Showtreppe des privaten Glücks ein paar Stufen gut zu machen. Er verliebt sich in den jungen Flusspferdpfleger Konrad, der nicht nur seine sexuelle, sondern auch seine kreative Fantasie beflügelt. Doch die ungewöhnliche schwule Beziehung entwickelt sich, nun ja, irgendwie komisch...

In seinem Debütroman schafft es Volker Surmann, einen satirischen Blick hinter die Kulissen des Comedy-Business zu werfen und dabei das Schicksal seines Antihelden ironisch, pointiert und dennoch lebensnah zu erzählen. Eine lustige Geschichte über die Härte des Lebens auf der Bühne.

Surmann, 1972 in Halle (Westfalen) geboren, lebt selbst als Kabarettist und Comedian in Berlin. Er trat wiederholt in Thomas Hermanns "Quatsch Comedy Club" auf, arbeitet als Autor u.a. das Satiremagazin "Titanic" sowie das Berliner Kabarett "Die Stachelschweine" und hat außerdem eine Kolumne im queeren Hauptstadt-Magazin "Siegessäule".

Volker Surmann: Die Schwerelosigkeit der Flusspferde, Roman, 256 Seiten, Querverlag, Berlin 2010, 14,90 €