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Sean Hayes, der in der Comedyserie den schwulen Jack spielte, ist auch im echten Leben nicht heterosexuell, sagt er entnervt in einem Interview.

Von Norbert Blech

Dass dem US-Schwulenmagazin "Advocate" ein Coup gelungen ist, besagt schon das Cover der neuesten Ausgabe: "Das Interview, das ihr schon seit 12 Jahren lesen wolltet". Damals, vor 12 Jahren, ist in den Vereinigten Staaten die Sitcom "Will & Grace" an den Start gegangen, mit einem Schwulen in der Hauptrolle und einem deutlich schwuleren Schwulen in einer Nebenrolle.

Nun hat sich Sean Hayes, der ebendiesen Jack in der Serie spielte, in dem ersten Interview mit dem Magazin selbst als schwul geoutet. Das mag ein offenes Geheimnis gewesen sein, in allen Interviews zuvor hatte er aber ausweichend zu seiner sexuellen Orientierung geantwortet. Er könne Heteros ebenso gut spielen wie Schwule, hatte er etwa oft gesagt.

Seine Befürchtung, begründete er diese Haltung jetzt in dem Magazin, sei es gewesen, für immer auf flamboyante, überdrehte Rollen festgelegt zu werden. Nach seiner Darstellung des Jack, die ihm einen Emmy sowie sechs weitere Emmy- und Golden-Globe-Nominierungen eingebracht hatte, wurde er nicht mehr in "männlichen" Hauptrollen eingesetzt - dabei hatte er seine Karriere in zahlreichen Werbespots begonnen, in denen er auch mal einen Nerd oder Ehemann spielte und nicht den überdrehten Schwulen. Hollywood mache das mit einem, kritisiert der Schauspieler: "Sie stecken Dich in diese Box bis du keine Wahl mehr hast außer der, so zu sein wie sie dich haben wollen."

"I am who I am"

Zum Serienfinale von "Will & Grace" vor vier Jahren hatte "The Advocate" bereits ein Interview mit Hayes veröffentlicht, in dem er sich outet - es war erfunden. Nun sagte der echte Hayes: "Ich hatte nie ein Problem damit, zu sagen, wer ich bin. Ich bin, wer ich bin. Ich war nie 'in', wie man sagt. Nie." Folglich ist er immer "out" gewesen, also offen schwul.

Er glaube, er habe "monumental" zu dem Erfolg der Schwulenbewegung in Amerika beigetragen, äußert er noch. Und ätzt: "Und wenn irgendwer darüber diskutieren möchte, bin ich dazu bereit. Dankeschön, 'Advocate'!" Das Magazin deutet, der Sarkasmus zeige seine authentische Verletzung durch die jahrelange Kritik in Homo-Medien, ob für seine oft als Klischee angesehene Darstellung des Jack oder für seine umwundenen Äußerungen zum eigenen Schwulsein. "Was mehr soll ich tun? Auf einem CSD-Wagen stehen? Und dann was? Es ist nie genug."

Der 39-jährige Schauspieler ist demnächst am New Yorker Broadway in dem Musical "Promises, Promises" zu sehen.



10 Kommentare

#1 Diz!Anonym
  • 10.03.2010, 06:57h
  • Was für eine schockierende Überaschung!
    Und nein, dankbar kann man ihm nicht sein für sein "Outing". Was erwartet er?
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#2 Popp-U-ListAnonym
#3 Frankyboy
  • 10.03.2010, 09:47h
  • Will & Grace ist wirklich eine gelungene Sitcom-Serie, die in Deutschland viel zu kurz kam (unmögliche Sendezeiten!).

    Und wir lieben doch alle Karen Walker, oder?
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#4 RabaukeAnonym
  • 10.03.2010, 10:22h
  • Was kratzt mich denn die Sexualität eines Schauspieler? Komisch? Ist es ein rein homsexuelles Denken, oder warum dreht sich immer alles um solch "ungelegte" Eier? Ich bewerte einen Künstler nach seinem Können. Nicht aber, was und mit wem er, in seinem Privatleben pennt, ißt oder ins Kino geht.

    PS:?!- Wo ist eigentlich der Bus mit den Leuten, die das interessiert?!-*g*
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#5 maaaartinAnonym
#6 XDAAnonym
#7 Diz!Anonym
#8 Popp-U-ListAnonym
#9 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 11.03.2010, 02:33h
  • Antwort auf #2 von Popp-U-List
  • Welch naives Verständnis von Schauspielerei! - Ja, meinst Du wirklich, man könne nur in einer Rolle "aufgehen", wenn man ist, wen man darstellt. - Du, wie wäre es, wenn Du bei solchem Thema erst den Mund aufmachst, wenn Du Dir Fritz Langs "M" angesehen hast. - Ja, meinst' wirklich, Peter Lorre, konnte als psychopatischer Mörder nur so in seiner Rolle aufgehend spielen, weil er Mörderveranlagung in sich verspürte??? - Tut mir leid, Dein Kommentar ist von (hoffentlich!!) seltener intellektueller Beschränktheit. Und außerdem: Warum muss der oder der schwul sein, weil D u schwul bist. - Ja, hebt Dir solches Dein Selbstwertgefühl? Wenn ja, tust Du mir herzlich leid. Mir ist es wurscht, ob der smarte Filmstar X oder der sexy TV-Star Y schwul sind, weil sie einen Schwulen darstellen. Ich schau drauf, was sie was auch immer darstellerisch rüberbringen, und zwar ALS AUSDRUCK IHRES KÜNSTLERISCHEN VERMÖGENS. Die Aussage: "Der spielt das Schwulsein so authentisch , der is'" garantiert schwul" das ist... na ja, der solches von sich gibt, sollt' lieber sehen, dass er mit sich ins Reine kommt, anstatt hier zu quaken. - Klemmschwester, benimm Dich. Mit Deinem Kommentar, auf den ich hier eingegangen bin, kann ich nur sagen: "Kriech aus dem Mauseloch Deiner Verklemmtheit."
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#10 Popp-U-ListAnonym
  • 11.03.2010, 23:58h
  • Antwort auf #9 von Prignitzer
  • Du nennst mich eine Klemmschwester? Das bin ich auf gar keinen Fall und eine Schrankschwester bin ich schon mal überhaupt nicht! Und überhaupt bin ich mit Leib und Seele schwul. Sollte es mal einen Test geben, wie das mal in der Wochenshow auf Sat.1 aufs Korn genommen wurde, dann würde der Teststreifen das dunkelste Magenta anzeigen, was es in der Farbgebung überhaupt gibt! Alsl schwuler Schauspieler (der ich nun mal nicht bin) würde ich in einer Schwulenrolle total aufgehen und deshalb die Hetenrolle ausschlagen! Aber vermeiden läßts sich nicht, da wir Schwule in vielen Situationen auf das "Straigt-Acting" angewiesen sind.
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