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Pilotprojekt in Dortmund: Der schwule Gesundheitsladen "Pudelwohl" will der Szene das Rauchen abgewöhnen.

Von Carsten Weidemann

Dass Rauchen die Spermien schädigt und die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigt, dürfte homosexuelle Männer kaum vom Griff zum Glimmstengel abhalten. Doch Nikotin lässt auch die Haut altern, macht impotent und schränkt die Lebenserwartung ein. Gründe genug für das Team des schwulen Gesundheitsladens "Pudelwohl" in Dortmund, zum ersten Mal einen Nichtraucherkurs für schwule und bisexuelle Männer zu starten. Beginn ist am 7. April 2010.

"Pudelwohl hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben der Prävention von HIV/Aids und anderen Geschlechtskrankheiten auch auf anderen Ebenen die Gesundheit zu fördern. Ein Nichtraucherkurs ist da der nächste Schritt", heißt es in einer Pressemitteilung des schwulen Gesundheitsladens - einem Gemeinschaftsprojekt des Homo-Zentrums KCR und der Dortmunder Aids-Hilfe in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt. Der Nichtraucherkurs erstreckt sich über insgesamt sieben Termine mit einer Dauer von jeweils zwei Stunden unter fachkundiger Anleitung. Die Teilnahme ist kostenlos.

"Ein solcher Kurs ist in Deutschland bisher einmalig", teilte Daniel Demant von Pudelwohl mit. Im gut 75 Kilometer entfernten Köln gibt Schauspieler Claus Vinçon ("Käthe" aus der "Lindenstraße") allerdings schon seit drei Jahren vergleichbare Kurse. So leitete er erst vor wenigen Monaten im schwulen Info- und Gesundheitsprojekt "Checkpoint" ein "Nichtraucherseminar für HIV-Positive und Interessierte".

Der schwule Schauspieler war selbst mehr als zwanzig Jahre Raucher und hatte sich über ein Seminar das Paffen abgewöhnt: "Ich habe es mit allem Möglichen versucht und es nicht geschafft. Durch das Seminar habe ich zum ersten Mal erfahren, warum ich eigentlich rauche", meinte Claus Vinçon. "Dadurch ist es mir spielend leicht gefallen, das Rauchen einfach zu lassen. Da ich nach dem Besuch des Seminars über das Ergebnis so begeistert war, beschloss ich, selber Nichtrauchertrainer werden."

Anmeldungen für den Kurs in Dortmund sind telefonisch unter (0231) 950 81 18 oder per Email an info@pudelwohl-dortmund.de möglich.



10 Kommentare

#1 SvenAnonym
#2 Smoky AzzzAnonym
#3 TBAnonym
  • 11.03.2010, 00:00h
  • Antwort auf #1 von Sven
  • Also beim ersten Video hab ich mich unglaublich geärgert (auch wenn ich die Argumentation verstehe), aber das zweite - obwohl und gerade weil Satire - hat mich wütend gemacht. SO werden sich Meinungen nie ändern, sei es über Homosexuelle oder über Raucher...
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#4 kokAnonym
  • 11.03.2010, 11:24h
  • Hach, es geht voran mit der Schwulenbewegung. Kann nicht mehr lange dauern, bis ich endlich meine Eier im ersten Discounter extra für Schwule kaufen kann. Bis dahin hungere ich einfach weiter, damit ich schön in meine Jeans extra für den schwulen Mann passe und hoffe darauf, dass mein letzter Heteronachbar auch noch die Wohnung aufgibt, weil er den rosa Flur mit der ersten Wandfarbe nur für Schwule nicht mehr ertragen kann ... Das Leben ist schwön!
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#5 Liedel
  • 11.03.2010, 12:49h
  • Langsam nervt sie mich, diese die Gesamtgesellschaft immer mehr durchdringende agressive Nichtrauchernorm!
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#6 BollerheteAnonym
#7 SvenAnonym
  • 11.03.2010, 13:04h
  • Antwort auf #3 von TB
  • Dass du dich beim ersten ärgerst kann ich ja noch nachvollziehen, aber das DADT-Video finde ich jetzt wirklich nicht schlimm...

    Übrigens ein paar der schwulen Amis hier in Kaiserslautern bzw. Ramstein haben über beide ziemlich lachen können...
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#8 alexander
#9 maaaartinAnonym
#10 kokAnonym
  • 14.03.2010, 15:16h
  • Antwort auf #6 von Bollerhete
  • Nun ja, kein Mensch ist wohl von Schubladendenken frei. Allerdings möchte ich meinen, dass Schwule, die es für nötig erachten, extra schwule Nichtraucherentwöhnung ins Leben zu rufen, weit kleinere Schubladen für sich basteln als ich, der dies für absolut sinnlos hält.

    Wie gesagt, da wo es Sinn macht ... Aber ich halte es für absolut falsch, wenn sich Schwule und Lesben wider ihren Toleranzwunsch selbst bei solch profanen Dingen wie Nichtraucherentwöhnung von der Gesellschaft ausgrenzen. Wer keine Grenzen will, der sollte auch keine Grenzen schaffen.

    Aktuelles Beispiel: Ich darf nicht mit einer Freundin in den Film "Precious" gehen, weil Cinemaxx den Streifen nur im Lesbenprogramm laufen lässt ... Ja, natürlich, es gibt ganz bestimmt Pro und Contra, aber meiner Meinung nach ist es absolut falsch, einen Film, der sich eben nicht nur an Lesben richtet, ausschließlich dieser Zielgruppe zur Verfügung zu stellen. Wo bitte ist da der Unterschied, wenn Heteros verlangen, dass Homos gewisse Filme nicht sehen dürfen?
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