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Knackige Kerle in leichter Bekleidung: der Sandalenfilm ist zurück. Trotz aller ablenkender Männer-Erotik wird eine spannende und intelligente Story erzählt.

Von Carsten Weidemann

Alexandria, im Jahr 391 nach Christus. An der berühmten Bibliothek lehrt die ebenso schöne wie kluge Philosophentochter Hypatia (Rachel Weisz) Mathematik und Astronomie. Bei ihren Schülern ist die selbstbewusste Wissenschaftlerin sehr beliebt, ihre männlichen Kollegen aber beobachten sie mit Argwohn. Nicht nur weil sie eine Frau ist, sondern auch weil sie äußerst moderne Thesen vertritt. Mit wachsender Leidenschaft widmet sich Hypatia den elementaren Fragen des Sonnensystems – und das lange vor Kopernikus und Galileo!

Mit ihren Erkenntnissen erntet sie jedoch nicht nur Respekt und Anerkennung, sondern zieht auch den Groll der erstarkenden Christen auf sich. Als es in der altägyptischen Weltstadt zwischen Heiden und Christentum zum Glaubenskrieg kommt, gerät Hypatia zwischen die Fronten. Und auch privat ist sie hin- und hergerissen zwischen dem Sklaven Davus (Max Minghella) und ihrem noblen Schüler Orestes (Oscar Isaac). Doch statt sich in die schützenden Arme der Liebe zu retten, stürzt sich Hypatia in ihren ganz persönlichen Glaubenskrieg und kämpft für das einzig gültige Prinzip ihrer Lehre: das Ideal der Wahrheit!

Youtube | Der Trailer zum Film

Der neue Film des Regisseurs von "The Others", ist ein überwältigender Trip durch Raum und Zeit, der verblüffende Parallelen zwischen einer längst vergangenen Epoche und unserer heutigen Welt aufzeigt. Die Zuschauer erleben in atemberaubenden Bildern ein realistisch anmutendes, antikes Alexandria und sehen dank innovativer Technik sogar den Himmel, wie er vor 1600 Jahren über dem Mittelmeer erstrahlte. Alejandro Amenábars ehrgeiziges Multimillionen-Euro-Epos avancierte 2009 in seinem Heimatland mit mehr als 3 Millionen Besuchern bereits zum erfolgreichsten spanischen Film des Jahres und gilt mit insgesamt 13 Goya-Nominierungen als absoluter Favorit bei der diesjährigen Verleihung des spanischen Filmpreises.



21 Kommentare

#1 goddamn. liberalAnonym
  • 11.03.2010, 21:44h
  • Tja, bis vor Kurzem gabs nur Sandalenfilme mit verfolgten Christen nicht mit verfolgenden Christen, die die Wurzeln unserer Kultur ausreißen, indem sie Bibliotheken mit griech. Klassikern anzünden und deppert Apollon-Tempel zerdeppern. Iran 1979 lässt grüßen. Die Spanier erinnern sich aber v. a. an die eigenen Katholibans , die mit dem Schlachtruf 'Es lebe der Tod' in den 30ern die Straßengräben mit Leichen füllten...

    Und dafür in der Gegenwart von Wojtyla und Ratzinger zur Ehre der Altäre erhoben werden...

    PS. Wann kommt ein Sandalenfilm über das homophobe Massaker von Thessaloniki 390 n. Chr.?
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#2 hwAnonym
  • 11.03.2010, 22:06h
  • Antwort auf #1 von goddamn. liberal
  • Bestimmt vor dem Film mit dem Massker der Kreuzzügler gegen Moslems, Juden und orthodoxe Christen in Jerusalem.

    "..Unsere Truppen schrecken nicht davor zurück, tote Türken und Sarazenen zu essen. Sie aßen sogar Hunde." (Albert von Aachen)

    Ein gewisser Raoul de Caen berichtet beispielsweise davon, wie Muslime gekocht und gegrillt wurden.

    (Die unbekannte Mitte der Welt, Tamim Ansary, S. 148)
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#3 eMANcipationAnonym
  • 11.03.2010, 23:22h
  • Ich bin gespannt, wann Homosexualität in der Antike endlich filmisch so dargestellt wird, wie sie in der Realität selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens war. Auf weitere groteske Akte der Geschichtsverfälschung à la "Alexander", dessen Homosexualität konsequent ausgeblendet wurde, können wir nämlich getrost verzichten. Aber wir sehen ihn ja überall: Den "liberalen" Zeitgeist...
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#4 SeXXX-O-MaticAnonym
  • 11.03.2010, 23:44h
  • Antwort auf #2 von hw
  • Kannibalismus hat es ja schon immer gegeben. Was ich aber an dem Film so vermisse, ist die schwule Komponente. Gerade bei einem Film mit so einem Titel sollte doch zumindest auch mal das eine oder andere Techtelmechtel zwischen den damaligen antiken Sahneteilchen. Immerhin gabs in der Zeit in Ägypten auch gelebte Homosexualität.
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#5 goddamn. liberalAnonym
#6 FilmfanAnonym
  • 12.03.2010, 01:28h
  • Antwort auf #2 von hw
  • Wie wäre es denn mit einem Film wo Deutsche Schwulen von muslimischen Strassengangs überfallen und ausgeraubt werden? Oder wie kürzlich das Massaker an Christen in Nigeria oder wo das war?
    Oder wenn es schon Mitteralter sein muss gäbe es da noch die Türkenkriege mit der Schlacht um Wien, die Reconquista, die Schlacht von Lepanto?
    Es ist ziemlich blöde zu behaupten Muslime sind immer die guten und Christen immer die bösen wie die üblichen Verdächtigen hier.
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#7 hwAnonym
  • 12.03.2010, 04:42h
  • Antwort auf #6 von Filmfan
  • Ich wandte mich mit meinem Beitrag an goddamned liberal, dem die ähnlichen Begleitumstände beider Massaker ebenso bekannt sind, wie die Techniken durch Google näheres über den Autor, des von mir angesprochenen Buches, zu erfahren.
    Könnte auch für Dich interessant sein.
    Es weitet den Blick und engt den Blök.
    Keine Angst, die Buchstaben sind normal groß.

    Der Autor hat einen Afghanen als Vater, eine finnisch-jüdische Mutter und ist u.a. regelmäßig beauftragt, Beiträge für us-amerikanische Schullehrbücher zu ertstellen, soweit sie das Thema Islam betreffen.

    Du kannst also transatlantik-technisch in Ruhe weiter dösen.Keine unmittelbare Gefahr im Verzug. Außer bei Keulenschwingern, die riechen immer Verschwörung, Unterwanderung und Verrat. Da gibt es immer mehr Keulen, die zum Einsatz kommen, in der Hoffnung,
    dass verschiedene Communitys in der Gesellschaft refelxartig reagieren.

    Bei Keulern, denen die leistungsfreie Überheblichkeit schon im Gesicht geschrieben steht, funktioniert das, wie man aktuell erlebt, allerdings nicht.
    Und das ist auch gut so. Hat die Evolution prima gemacht. So hat Bild vor Wort, als Erkennungstechnik genetisch verankert, doch auch was Gutes.

    Aber zurück zum Buch von Mekka/Medina/Mohamed bis 2010. Es ist wirklich auch für professionelle oder hobby-technische Islam-Basher ein "Sahne-Teilchen", ein Fundus, der das Potential in sicht hat, das bislang ziemlich dämliche I-Bashing kurzweilig und -schlüssig für Momente etwas aufzupusheln.
    Wär' doch was ?

    Firdausis Gönner war zum Beispiel einer der zahlreichen seldschukischen schlimmen Finger.

    Ansonsten stimme ich meinem alten Freund SeXXX-O-Matic zu.Immer das richtige Wort zur richtigen Zeit an richtiger Stelle !!!!!!!

    Schafft zwei, drei, vier
    Techtelmechtels & more !

    Apropos Seldschuken, also nicht ganz, europäischer Teil der Türkei:

    images.google.com/images?sourceid=chrome&q=kirkpinar&um=1&ie
    =UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wi


    So, nach der Fleischeinlage gestärkt:


    www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32141/1.html

    Für die Wahrnehmungs-Talibans noch eine alternative Filmwürdigung:

    www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32232/1.html

    Und für abgedrehte right-wing-gays noch was Praktisches für den Gampf:

    www.perlentaucher.de/buch/33068.html

    In China ist es jetzt 11:43
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#8 goddamn. liberalAnonym
  • 12.03.2010, 10:27h
  • Antwort auf #6 von Filmfan
  • Das Christentum besteht leider nicht nur aus Synesius von Kyrenes (Freund von Hypatia), Eva Brunnes, Maria Jepsens (hält die Festansprache beim Jubiläum des LSVD) und Nikolaus Schneiders (mein Präses) ...

    Ansonsten gilt:

    Pest oder Cholera?

    Khomenei oder Franco oder Pat Robertson?

    Mach doch mal den Überlebenstest im schönen Nigeria, ob Du bei den einen etwas länger überlebst als bei den anderen!
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#9 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 13.03.2010, 01:26h
  • Antwort auf #3 von eMANcipation
  • Also "selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens" war Homosexualität, ob wir's nun wahrhaben wollen, oder nicht, NIE. Es gibt keine verlässliche historische Quelle, die das Gegenteil belegt. Mehr als Mutmaßungen können wir nicht ins Feld führen. Und "natürlich" greifen wir jede Zeile Platons etc. auf, die uns den Rücken stärkt. - Nein, tut mir leid, gesellschaftsfähig war Homosexualität in der Gesellschaft nie, soweit man Historie bis heut übersehen kann. Ja, man übersah Homosexualität hier und da bei gewissen Persönlichkeiten, aber über's Alltagsleben dieser Zeit sagt das absolut nix aus. - Tut mir leid, aber definiere Dich nicht über die Historie, definiere Dich über Dich selbst. Und dann lass Dich ficken oder fick los, oder praktizier' beides. Aber teil mal hier allen die Quelle mit, die belegt, das Du solches in der "Antike" gesellschaftskonform hättest genießen können. - Ich bin mächtig gespannt, wo Du sie herholst... Aber bitte nicht aus dem Bauch!
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#10 goddamn. liberalAnonym
  • 13.03.2010, 15:03h
  • Antwort auf #9 von Prignitzer
  • Das stimmt nicht, Gleichgeschlechtlichkeit gehört zu unseren kulturellen Wurzeln wie Philosophie und Demokratie (wobei gerade die 'Gesetze' von Platon nicht gerade homosexualitätsfreundlich sind).

    Siehe z. B. Kenneth H. Dover: Homosexualität in der griech. Antike (Autor ist Hetero u. kein Aktivist!)

    Allgemein aber lässt sich sagen: Im griech. Teil der antiken Welt war Homosexualität (nicht nur Päderastie!) allgemein akzeptiert, im altröm.-ital. Bereich nicht (wobei die griech. Kultur die röm. dominierte). Beweise für Akzeptanz gibt es zuhauf: Die Statuen des Tyrannentöter-Paares Harmodius u. Aristogeiton in Athen und anderswo, die mytholog. Paare Apoll und Hyazinth und Apoll und Cyparissus. u. a. , die Elite-Regimenter aus schwulen Paaren in Theben und anderswo, denen auch Denkmäler gesetzt wurden
    (Siehe: 2001, n.º 19: 199-219
    'Prolegomena zur Erforschung der Bedeutung der
    Eliteeinheiten im archaischen und klassischen
    Griechenland*, VÍCTOR ALONSO
    Universidad de La Coruña,KLAUS FREITAG
    Universität Münster), die Verehrung des Antinous, des Lebensgefährten des Kaisers Hadrian, auch lange nach dem Tod des Kaisers. Die Christen hatten nur allerdings insofern relativ leichtes Spiel bei ihrer homophoben Mission, als sie gegen den fremdländ. hellenist. Einfluss und für altröm. Werte pläderien konnten. Zunächst allerdings gerade im griech. Teil des Reiches nicht erfolgreich, wie der Volksaufstand von Thessaloniki gegen die neue homophobe Gesetzgebung 390 n. Chr. belegt...
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