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Das Festnetz ist out – Neben dem Mobilfunk löst das Telefonieren über das Internet die alte Technik ab. Für wen lohnt sich VoIP?

Von Carsten Weidemann

Für 1 ct/min in das deutsche Festnetz telefonieren - rund um die Uhr, ohne Unterschied zwischen Haupt- und Nebenzeit, egal ob Orts- oder Ferngespräch. Darüber hinaus sind netzinterne Gespräche kostenlos. Mit diesen Tarifkonditionen werben die Internet-Telefonie-Provider um die Kunden der Festnetzanbieter. Mit Erfolg, denn aktuell kehren pro Quartal rund 500.000 Kunden dem alten Festnetzanschluss den Rücken, um künftig einen alternativen Anbieter zu nutzen.

Verbraucher sollten vorab jedoch prüfen, ob die Bedingungen für Internet-Telefonie erfüllt sind. Voraussetzung ist ein DSL- oder Kabel-Internet-Anschluss mit Flatrate. Bei den Telefoniergewohnheiten ist eine Unterscheidung nach folgenden Nutzertypen möglich: der Bequeme, der Teuer-Telefonierer, der Gewohnheitsmensch und der Mobile.

Trotz Preisbewusstseins telefoniert der Bequeme zu den Tarifen seines Festnetzanbieters und damit in der Regel zu teuer. Den günstigsten Call-by-Call-Anbieter zu ermitteln, ist ihm dennoch zu mühsam. Nach Erhalt der monatlichen Telefonrechnung nimmt er sich regelmäßig vor, künftig mehr auf die Kosten zu achten.

Der Teuer-Telefonierer wickelt auch zuhause fast alle Telefonate mit seinem Handy ab. Seine Telefonrechnungen beanspruchen deshalb einen zu hohen Anteil seines Einkommens.

Mit einem VoIP-Anbieter würden beide Nutzertypen besser fahren. Im Tarifvergleich sind die Festnetzbetreiber bis zu 70 Prozent teurer. Setzen Kunden zusätzlich auf einen reinen Breitbandanschluss, können sie dank Internet-Telefonie auch die Festnetz-Grundgebühr einsparen. Entsprechende Anschlüsse bieten zum Beispiel Kabelnetz-Betreiber an. Für den Teuer-Telefonierer wird mit einem Dual-Mode-Handy das häusliche WLAN-Netz zur Billigzone. Die neue Handy-Generation vereint GSM und VoIP via WLAN in einem Gerät. Zusätzlich sind Benutzer über das Dual-Mode-Handy unter ihrer Mobilfunknummer und der Ortsrufnummer des VoIP-Anschlusses erreichbar.

Auch bei Flatrate-Angeboten sind die VoIP-Anbieter auf dem Vormarsch. So führt der VoIP-Provider sipgate eine der aktuell günstigsten Europa-Flatrates im Angebot. Diese enthält für monatlich 8,90 Euro alle Festnetzgespräche innerhalb Deutschlands sowie in 14 europäische Länder wie unter anderem Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Für Telefonate in die deutschen Mobilfunknetze berechnet sipgate 16,90 ct/min. Das allerdings geht günstiger über einen der mobilen Billigprovider.

Der Gewohnheitsmensch führt täglich ausgiebige Gespräche mit seinem engeren Bekanntenkreis. Da die Kunden von VoIP-Anbietern untereinander zum Nulltarif telefonieren, lohnt es sich für alle Beteiligten, Internet-Telefonie einzusetzen. Im Umgang mit dem Telefon ändert sich dabei nichts. Mit Anschluss an einen VoIP-fähigen Router, zum Beispiel der FRITZ!Box Fon, wird das alte Festnetz-Telefon VoIP-fähig. Der Computer muss für Internet-Telefonie nicht eingeschaltet sein.

Der Mobile ist viel unterwegs, öfter auch im Ausland. Günstig zu telefonieren und umfassend erreichbar zu sein, ist ihm wichtig. Internet-Telefonie erfüllt beide Kriterien. Da Hotels in der Regel über Internet verfügen, kann der Mobile dort über ein Dual-Mode-Handy via Voice over IP telefonieren. Ist kein WLAN-Netz in Reichweite, können per Rufumleitung Anrufe zur Ortsrufnummer des VoIP-Anschlusses auf die Mobilfunknummer weitergeleitet werden. Eine Alternative dazu ist ein Notebook in Kombination mit einer Telefon-Software und einem Headset. Darüber hinaus erreichen Freunde und Bekannte den Mobilen über seinen VoIP-Anschluss weltweit zum Orts- oder Ferngesprächstarif, da dieser in Deutschland registriert ist.



11 Kommentare

#1 SeXXX-O-MaticAnonym
  • 13.03.2010, 09:50h
  • Schön, daß es jetzt für vieles eine Flatrate gibt. Und wann kommt die Fickflatrate für alle?
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#2 LasseAnonym
  • 13.03.2010, 14:58h
  • Viele Leute schauen ja immer nur auf den Preis und zahlen am Ende dann doch mehr, weil sie reingefallen sind.

    Ich kannte mal eine Nachbarin, die ging sich immer irgendwelche Billigschuhe für 20 DM (damals noch DM) kaufen. Weil Ihr die besseren Schuhe alle zu teuer waren. Nach 4 Wochen waren die Billigtreter dann durchgelaufen und es mussten wieder neue her. Bessere Schuhe hätten unterm Strich und auf die Zeit bezogen nur die Hälfte gekostet und wären auch noch gesünder und bequemer gewesen. Aber egal wie oft man versucht hat, es ihr zu erklären: sie hat es schlicht nicht kapiert und sobald wieder Schuhe kaputt waren kaufte sie sich das nächste Paar für 20 DM.

    Und da Voip eine relativ neue Technologie ist muss man da noch einiges aufklären:

    1. Die Verbindungs-Qualität ist oft miserabel.

    2. Wenn das Internet mal kaputt ist (jeder Anbieter hat ja schon mal stundenlange Ausfälle, was sich auch rein technisch gar nicht verhindern lässt), hat man gar kein Telefon mehr. Die Ausfallsicherheit normaler Telefonnetze ist technisch bedingt sehr viel höher. Würde Voip ähnlich sicher gemacht werden (wenn überhaupt in dem Maße machbar) würde es viel teurer als ein normales Netz, weil das enormer Aufwand wäre.

    3. Manchmal erlebt man auch unliebsame Überraschungen bei der Rechnung. Und das nicht nur bei Hackerangriffen, sondern auch aufgrund von Fehlern oder plötzlichen Tariferhöhungen, etc.

    4. etc. etc.

    Und vor allem:
    Das ist ein klassisches Beispiel für ein Lockangebot. Wenn etwas neu ist und die Leute skeptisch sind, macht man Preise unter Wert um möglichst schnell sehr viele Kunden zu bekommen (was dann natürlich auch Probleme gibt, weil oft die Technik nicht so schnell skaliert wie die Kundenzuwächse).

    Und sobald sich das Produkt dann ausreichend durchgesetzt hat oder sogar bessere Produkte (durch Dumpingpreise) vertrieben hat, kassiert man genauso viel (oder sogar noch mehr) wie vorher die (eigentlich bessere) Konkurrenz.

    So wird das immer wieder gemacht. Manchmal funktioniert es, manchmal nicht. Und am Ende wundern sich dann alle, warum sie unterm Strich heute mehr zahlen als früher und noch dazu schlechtere Qualität bekommen.

    Genau diese Kurzsichtigkeit und das Reinfallen auf solche Tricks sind die Anlässe dafür.

    Merke:
    "Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld. Das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."
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#3 gatopardo
  • 13.03.2010, 16:45h
  • Antwort auf #2 von Lasse
  • Dein Kommentar spricht mir aus der Seele. Weiterhin ist es z.B. für über 60jährige eine Tortur, sich im Internet den äusserst billigen SKYPE herunterzuladen und ihn dann anschliessend auch zu bedienen. Vor allem, wenn Verbindungen ständig abreissen, bekommt man den Billigtarif häufig als Bumerang zurück. Herkömmliches Festnetz mit Flat-Rate bei Internet-Anschluss und uneingeschränkten Telefonaten ist dann immer noch die beste Lösung, wenn nicht ins Ausland angerufen werden muss.
    Handy-Angebote sind in der Tat zu unüberschaubar, so dass man als etwas unsicherer Zeitgenosse zur Sicherheit lieber nur selten gegen horrende Gebühren eines bekannten Anbieters anruft.
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#4 PierreAnonym
  • 13.03.2010, 20:02h
  • Voip-Telefonie ist von der Qualität her nicht mir dem Festnetz zu vergleichen.
    Und es wird noch eine ganze Zeit ins Land gehen, bis ein technischer Gleichstand erreicht sein wird (wenn ünerhaupt).
    Ich kann nur jedem von VOIP abraten und empfehlen, beim Festnetz zu bleiben.
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#5 dummfugAnonym
  • 14.03.2010, 11:18h
  • Antwort auf #4 von Pierre
  • Auch bei VoIP gibt es deutliche Unterschiede.

    Skype benutzt ein eigenes, ungenormtes Protokoll und ist mit den anderen aktuellen VoIP-Anbietern auf keinen Fall vergleichbar. Guthaben verfällt nach einiger Zeit, MwSt. wird ungewohnt berechnet, fast nur per Software nutzbar und die Sprachqualität schwankt stärker als die Windstärke auf einer Kanalinsel.

    Das genormte Protokoll heißt SIP. Die Übertragungsqualität und Komprimierung ist einstellbar, so dass die Sprachqualität im Allgemeinen mit einem analogen Anschluss vergleichbar ist, wenn einige Voraussetzungen stimmen. Aber es kann zu Echoproblemen kommen, insbesondere wenn man einen sogenannten ATA, einen analogen Telefonadapter verwendet, was bei den Meisten Kunden der Fall ist, und ein billiges Telefon daran angeschlossen ist.

    Voraussetzungen und Nachteile:
    o Internetanschluss mit ständig gleichbleibender Anschlussqualität und einer ständig ausreichend hohen Datenrate
    o Gute Hardware
    o kurze Latenzzeiten (Ping)
    o (mehrere) VoIP-Provider mit günstigen Preisen
    - keine Vor-Vorwahlen mehr möglich
    - Ausfallsicherheit deutlich geringer als klassische Anschlüsse (da nur ein Glied in der Kette sofort alles stört)
    - Notrufmöglichkeit eingeschränkt
    - Preise oft unübersichtlich
    - Konfiguration oft umständlich und komplex

    Glücklicherweise gibt es auch Anbieter, wie der hier mit quasi per Schleichwerbung beworbene (siehe Bild), der seine Infrastruktur im Griff hat, Qualität anbietet und zwar nicht der billigste, aber dennoch ein günstiger ist.

    Ich persönlich setze weiter auf die Kombination und werde meinen klassischen ISDN-Anschluss nie kündigen, aber dafür telefoniere ich fast ausschließlich trotzdem per VoIP.
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#6 Liedel
  • 14.03.2010, 21:48h
  • Ick will die Rohrpost wiederhaben. Oder Brieftauben. Aber die sch...ja in den Städten alles voll. Also bleib ick bei Rauchzeichen Nix VoIP!
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#7 AxelAnonym
  • 15.03.2010, 16:01h
  • Also SKYPE funktioniert hervorrangend und bei mir bricht das ganze nicht ab.
    Alte und Technik die Wleten passen oft nicht zueinander.
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#8 TresenschlampeAnonym
#9 ZapfhahnAnonym
#10 keeperAnonym
  • 15.03.2010, 23:02h
  • Antwort auf #9 von Zapfhahn
  • Gerade per mail, erste Daten der brisanten Steuer-CD. Hier die pikantesten Passagen:

    01001011101010111011101111011000101010101111001011011010110110, 011101010000100111010101010100010110011001011010010100101 und 01001010101000101001000010010010100010101010000101011110100101.

    Klar ist, dass Guido seine Finger im Spiel hat. Aber wer sind die Komplizen: "1111..." ?
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