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Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, hat am Dienstag seinen Jahresbericht vorgestellt und deutliche Kritik am Zustand der Bundeswehr geübt. Ein Kritikpunkt: der Umgang mit schwulen und lesbischen Soldaten.

"In diesem Berichtsjahr erreichten mich erneut einige Eingaben, in denen die Diskriminierung einer Soldatin oder eines Soldaten wegen deren homosexuellen Orientierung eine Rolle spielte", schreibt Robbe. Zwar sei nach geltender Rechtslage jede Benachteiligung von homosexuellen Soldatinnen und Soldaten untersagt, eine "faktische Benachteiligung" könne aber "nicht absolut ausgeschlossen werden".

"Vor diesem Hintergrund kann nicht oft genug angemahnt werden, Benachteiligungen, diskriminierendes Verhalten oder unangemessenen Umgang Vorgesetzten zu melden", so Robbe weiter. Der "offene aber sensible Umgang mit eventuellen Problemen", die sich durch die sexuelle Orientierung eines Untergebenen ergeben, "sollte für Vorgesetzte selbstverständlich sein". In diesem Zusammenhang forderte Robbe, "Vorgesetzten Hilfestellung zu leisten und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie mit dem Thema souverän umgehen können. Nur so wird es auf Dauer möglich sein, ein Klima des kameradschaftlichen Umgangs, der Toleranz und der gebotenen Zurückhaltung zu schaffen."

Der Wehrbeauftragte bedankte sich beim Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr (AHsAB e.V.), der durch seine engagierte Arbeit eine wichtige Stütze für homosexuelle Soldatinnen und Soldaten sei. Seit dem "Sexualerlass" der Bundeswehr aus dem Jahr 2002 ist eine Diskriminierung von schwulen und lesbischen SoldatInnen verboten.

Der SPD-Politiker Robbe gibt im Mai sein Amt nach fünfjähriger Dienstzeit ab, seinen Nachfolger will die FDP bestimmen, obwohl Robbe gerne eine zweite Amtszeit hätte.

In seinem Bericht kritisierte er unter anderem auch, wieder ohne Zahlen zu nennen, Diskriminierungen gegen Frauen. Der Bundeswehr fehlten 600 Ärzte, auch ansonsten seien die Strukturen in miserablem Zustand. (nb)



40 Kommentare

#1 Soldier-GroupieAnonym
  • 16.03.2010, 23:00h
  • Das ist mal wieder typisch! Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in der Bundeswehr ist doch schon jahrzehntelang bekannt! Was wurde dagegen gemacht: NIXXX!!!
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#2 Dr. P.EnisAnonym
#4 BenAnonym
  • 17.03.2010, 01:46h
  • Die armen, armen, schwulen Soldaten! Können nicht mal in Ruhe Musels am Hindukusch töten, ohne dabei Arschficker genannt zu werden. Wo soll das noch hinführen?
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#6 Dr. P.EnisAnonym
#7 DenktAnonym
  • 17.03.2010, 04:32h
  • Währen die Gesellschaft dumm und doof bleibt, werden Diskriminierungen in den Leben von uns allen teilnehmen. Was ganz traurig ist, ist dass die Schwule offenbar diskriminiert werden und sehr wenige Menschen was dagegen machen.
    Es ist ein natürlicher Prozess, dass Diskriminierungen mit der moralischen Entwicklung der Menschen verschwinden. Sehe dir ein paar Jahre hinter. In den USA war es vor etwa 60 Jahren normal, Schwarzen offenbar zu diskriminieren. Heute, wenn man einen Schwarzen dort, sowie in Brasilien zum Beispiel, diskriminiert, wird man von allen "gehasst". So war auch der Fall der Juden. Wer heute Juden diskriminiert ist sofort Nazi und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Wie war das vor 70 Jahren in Deutschland? Und vor 300 in ganz Europa? Wie man sieht, Diskriminierungen, so wie andere Doofheiten der Menschen, verschwinden mit der Zeit. Was wenige heute machen, um diese Sexualität-orientierte Diskriminierung zu verhindern, wird in, was?, 30 Jahren eine Auswirkung haben und hoffentlich werden wir Homosexuelle von 2010 noch Leben, um das zu sehen.
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#8 HannesGastAnonym
  • 17.03.2010, 10:00h
  • Auch wenn es viele mir nicht glauben werden:

    Ich war beim Bund, war dort mutigerweise von anfang an offen schwul und hatte keinerlei Probleme mit meinen Heterokameraden. Noch dazu gab es in der Kaserne sogar eine schwule Clique. Wir waren auch super integriert und hatten mit ein paar Heterofreiwilligen eine Travestieshow bei der offiziellen Weihnachtsfeier aufgeführt.

    Sorry, wenn es bei anderen nicht geklappt hat aber für mich war der Bund die bisher schwulste Zeit meines Lebens.
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#9 axelAnonym
  • 17.03.2010, 10:03h
  • Antwort auf #2 von Dr. P.Enis
  • Also eine dermasen dummen antowort habe ich noch nicht gelesen wie deine.
    Dannsind nach deiner Aussage alle Saldaten rechts eingestellt, das nenne ich mal so, alle unter Generalverdacht stellen.

    Aber sich beschweren , wenn die Schwulen alle über einen kamm gezogen werden.

    Ich war auch bei der Bunderwehr, na und geht dehen was an ob ich jetz tSchwul oder nicht, muß ich das jedem auf die Nase binden.

    Gut bei mir ist es schon weilchen her und ich war noch 15 Monate beim Bund, nicht wie heute lasche 9 bww. bald nur noch 6 Monate.
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#10 Dr. P.EnisAnonym
  • 17.03.2010, 11:24h
  • Antwort auf #9 von axel
  • Lesen hilft! Ich habe nicht gesagt das "alle" Soldaten rechts sind sondern EHER rechts eingestellt s sind. Das hat nichts mit Generalverdacht zu tun sondern ist bloße Feststellung
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