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Das DFB-Schmierentheater nimmt kein Ende: Manfred Amerell hat eine Einstweilige Verfügung gegen Theo Zwanziger erwirkt – und Michael Kempter eine gegen Amerell

Von Carsten Weidemann

Kein Ende in Sicht in der Schlammschlacht um angeblich sexuell belästigte Schiedsrichter. Der ehemalige Fußballbund-Funktionär Manfred Amerell hat nun beim Landgericht Augsburg eine einstweilige Verfügung gegen DFB-Präsident Theo Zwanziger erwirkt.

Danach darf Zwanziger das Verhalten des 63-jährigen Amerells gegenüber dem 27-jährigen Referee Michael Kempter nicht mehr mit den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche vergleichen. Der DFB-Chef hatte zuvor erklärt: "Nur durch den Mut von Herrn Kempter konnten wir die Missstände aufdecken und können nun darauf reagieren. In anderen Bereichen dauert es bis zu 40 Jahre, ehe sich die Leute zu so etwas äußern."

Nach Ansicht des Gerichts verletzt Zwanzigers Äußerung Amerells allgemeines Persönlichkeitsrecht, da "eine Beziehung zweier Erwachsener" mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern gleichgestellt werde. "Das Landgericht Augsburg hat dem Kreuzzug des Präsidenten gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen eine Absage erteilt", begrüßte Amerells Rechtsanwalt Jürgen Langer das Urteil gegenüber queer.de. "Man darf vermuten, dass die bisherigen vollmundigen Äußerungen des Präsidenten im Kampf gegen die Homophobie im Fußball nur ein positives Image für den eigenen Machterhalt bezweckten.

Allerdings konnte auch Michael Kempter einen Teilerfolg in der Schiedsrichter-Affäre erzielen. Nachdem Amerell in der Talkshow "Kerner" angebliche E-Mails Kempters mit intimen Details an ihn vorgelesen hatte (queer.de berichtete), erwirkte Kempter nun eine einstweilige Verfügung gegen Amerell. Dem Ex-Funktionär wurde es unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro vom Landgericht Köln verboten, private Nachrichten von Kempter an ihn zu veröffentlichen, wie Kempters Anwalt Christian Schertz am Mittwoch gegenüber der Presse erklärte.

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Kempter siegt gegen Amerell

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Der Rosenkrieg zwischen dem ehemaligen Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell und seinem einstigen Zögling Michael Kempter geht in eine neue Runde.
#1 HannibalEhemaliges Profil
#2 DramolettenqueenAnonym
  • 18.03.2010, 08:18h
  • Da fällt einem wohl nichts mehr ein! Die Vorgänge in der Angelegenheit kann man mit verschiedenen Worten ausdrücken: Schmierentheater, peinliche Provinzposse, Intrigantenstadel, Dramödie (Drama und Komödie als Wortneuschöpfung), Zickenterror um nur einige zu nennen! Hannibals Aussage trifft das ganze auf den Punkt und dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen! Amerell und Kempter sind die Schande der LGBT-Community und mit ihrem Verhalten verhöhnen sie uns auch noch!
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#3 RoggeAnonym
#4 anonymusAnonym
  • 18.03.2010, 09:10h
  • Um das Schmierentheater zu beenden braucht es nur eines: Keine weiteren öffentlichen Debatten, keine weiteren Berichte mehr zu dem Thema.
    Solang die Presse und die Medien dieser Sache Aufmerksamkeit schenken wird sie natürlich auch beachtet. Hört einfach auf darüber zu berichten.
    Die Beíden sollen das unter sich ausmachen.
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#5 Ikaiko
  • 18.03.2010, 11:19h
  • Antwort auf #4 von anonymus
  • Sehe ich genauso. Das sind mir alles viel zu viele Informationen über Dinge, die ich gar nicht wissen will. Ihren Rosenkrieg und ihe Eifersüchteleien hätten die Beiden mal besser unter sich ausgemacht.

    Ich gebe Amerell recht wenn er sagt, dass Theo Zwanziger die Ehre zweier Menschen auf dem Altar der Öffentlichkeit geopfert hat, weil er nicht in der Lage und unfähig war, diese Dinge so zu ordnen und kanalisieren, wie es sich gehört.

    Der erste schwule Fußballspieler der sich gegenüber dem DFB outet, tut mir jetzt schon leid.
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#6 Heterror-NormAnonym
#7 MIZAnonym
  • 18.03.2010, 11:36h
  • Liebe Queer-Redaktion,
    bitte verschont uns doch mit weiteren Geschichten aus dieser Schmierenkomödie. Der Rosenkrieg der zwei Klemmschwestern interessiert mich nicht die Bohne.
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#8 eMANcipationAnonym
  • 18.03.2010, 11:45h
  • Antwort auf #4 von anonymus
  • Also, wenn ein DFB-Präsident, der sich bislang ein "Diversity"-Image verpassen wollte, eine homosexuelle Beziehung zwischen zwei Erwachsenen gleichsetzt mit sexuellem Missbrauch von Kindern, dann sollte man darüber nicht nur eine "Debatte" führen, sondern es sollte einen gesellschaftlichen Aufschrei geben gegen derart diffamierende und gefährliche Aussagen!

    Ich erinnere mich nur sehr gut daran, wie ich hier vor ein paar Monaten üblicherweise als "Fanatiker" etc. bezeichnet wurde, als ich meine erheblichen Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Anti-Homophobie-Engagements eines Herrn Zwanziger äußerte.

    Wie ich sehe, waren diese Zweifel mehr als berechtigt, denn das Verhalten von Herrn Zwanziger in diesem so genannten Skandal (ebenso natürlich aller anderen Beteiligten) hat den Kampf gegen Homophobie in diesem für junge Männer so wichtigen Bereich, in dem sie "Vorbilder" und Identifikationsfiguren suchen, dramatisch zurückgeworfen.
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#9 sajoAnonym
#10 Liedel
  • 18.03.2010, 14:27h
  • "Solang die Presse und die Medien dieser Sache Aufmerksamkeit schenken wird sie natürlich auch beachtet."

    Und solang es clevere Rechtsverdreher gibt, die damit ne Menge Kohle verdienen
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