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In der englischen Grafschaft Berkshire wurde einem homosexuelles Paar die Übernachtung in einer Pension verweigert. Es widerspreche ihren christlichen Überzeugungen, wenn zwei Männer ein Bett teilten, gab die Besitzerin als Begründung an.

Michael Black und John Morgan aus der Grafschaft Cambridgeshire hatten im Swiss B&B in der Terry's Lane in Cookham ein Doppelzimmer für Freitagnacht gebucht. Doch als sie einchecken wollten, stellte sich die Pensionsbesitzerin Susanne Wilkinson quer. "Frau Wilkinson sah uns, noch bevor wir aus dem Wagen ausstiegen, und verhielt sich sofort unfreundlich und abweisend, obwohl wir höflich blieben", sagte Black gegenüber der BBC. Die Inhaberin beschwerte sich zudem, dass das Paar bei der Buchung seine Homosexualität verschwiegen habe: "Dann hätten sie sich den Weg sparen können", so Wilkinson. Immerhin bekamen Black und Morgan anstandslos ihre Anzahlung zurück.

Das schwule Paar, das in Berkshire Freunde besuchen wollte, erstattete nach dem Vorfall Anzeige bei der Thames Valley Police. Nach dem "Equality Act 2006" ist die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung in Großbritannien verboten. "Das ist das erste Mal in unserem Leben, dass einem von uns Homophobie direkt widerfährt, und das obwohl wir 56 bzw. 62 Jahre alt sind. Wir sind schockiert und empört", so Michael Black.

Gegenüber BBC zeigte die Pensionschefin unterdessen keinerlei Reue: "Ich sehe keinen Grund, warum ich meine jahrelangen Überzeugungen nur deshalb ändern sollte, weil die Regierung mich dazu zwingen will", sagte Wilkinson: "Ich bin kein Hotel, sondern ein Gästehaus - und damit meine ich ein Privathaus." Ihre Ablehnung begründete sie mit der Bibel, die Homosexualität verbiete.

Nach den britischen Antidiskriminierunggesetzen hat das schwule Paar Anspruch auf eine Entschädigung. (cw)



23 Kommentare

#1 Georg2Anonym
  • 22.03.2010, 10:02h
  • Frage: Wenn das in Deutschland geschehen wäre, hätte dann das schwule Paar auch Anspruch auf eine Entschädigung?
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#2 JensiProfil
  • 22.03.2010, 10:14hFrankfurt
  • Ich hatte ähnliche Situationen schon mehrmals in Deutschland. Und das in keiner kleinen Grafschaft, sondern in der Großstadt. Hier wird nicht wirklich viel Aufsehen um sowas gemacht.
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#3 Anamurlu Kees.Anonym
  • 22.03.2010, 10:41h
  • Antwort auf #2 von Jensi
  • Mit meinem Partner war ich schon öfter in Deutschland, auch in Bayern. Auch haben wir übernachtet bei einem Bauernfamilie. Nie ein Problem gehabt.
    Seit 5 Jahre wohnen wir in der Türkei, nein kein Touristensiedlung, ein kleines Dorf am Meer, es gibt nur Türken hier.
    Auch hier sind wir viel herum gefahren und kein Hotel oder Pension hat Probleme gemacht.
    Meistens war´s dann auch noch ein Bett, auf Holländisch sagen wir "Doppelbett".
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#4 dummfugAnonym
  • 22.03.2010, 10:43h
  • Wir brauchen keine, nein wir dürfen keine 2-Klassen-Gesellschaft zulassen.

    In Deutschland stand früher mal an Geschäften: Wir verkaufen nicht an Juden.

    In Südafrika stand an Bänken und Toiletten: Nur für Weiße. In den USA früher übrigens auch.

    In der Schweiz durften Frauen lange nicht wählen.

    In vielen Kirchen dürfen Frauen keine Pfarrerin werden. (oh, ich habe das böse Wort Kirche erwähnt, das kostet mich wieder Bewertungspunkte...)

    Ja, der Mensch als Krone der Schöpfung hat den Tieren eins voraus: Er kennt die falsche Ideologie, nimmt Vorurteile gedankenlos auf und kann prima Hass verbreiten. Können wir nur hoffen, das sich die Entwicklung positiv fortsetzt.

    Vielleicht sollte die Pensionsbesitzerin das ja auf sämtliche Werbung schreiben: Der Besitzer dieses Hauses ist intolerant. Keine Schwarzen, Homos, Protestanten, keine Haustiere, Iren, Muslime oder Hindus. Frauen nur mit Rock. Männer nur ohne Bart. Die Benutzung dieser Absteige kann Spuren von Hass hinterlassen.
    Ach ja, und: Wir vermieten nicht an Juden.

    Natürlich darf diese Person Ihre Meinung haben. Aber Sie muss dann auch mit allen Konsequenzen rechnen. Diskriminierung darf auch bestraft werden. So wie das die natürliche Auslese auch bei Dummen macht...
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#5 Tobias EhlersAnonym
  • 22.03.2010, 10:56h
  • 1. Ich hoffe, sie klagen, damit die Faschisten wenigstens zahlen müssen und sich sowas in Zukunft zweimal überlegen.

    2. Ich finde immer wieder erschreckend, wie wenig Aufsehen sowas (außerhalb schwuler Medien) erlangt. Wären dort Farbige abgelehnt worden, wär das (zu Recht) in allen Nachrichten.

    3. Das zeigt wieder mal, wie wichtig Antidiskriminierungsgesetze sind. Auch wenn die FDP immer behauptet, sowas bräuchte man nicht. Und wäre das in Deutschland passiert, hätte es tatsächlich schlecht für das schwule Paar ausgesehen, weil genau die FDP sich weigert uns zu schützen und immer behauptet, das gäbe es nicht.
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#6 axelAnonym
  • 22.03.2010, 11:54h
  • Kurz und bündig.....Pech gehabt.

    Die Besitzerin hat doch das recht sich ihre Gäste auszusuchen oder?
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#7 gatopardo
  • 22.03.2010, 12:07h
  • Antwort auf #2 von Jensi
  • Da staune ich, denn Ende der 60er Jahren bin ich durch alle deutschen Hotels mit dem spanischen Lebenspartner im Doppelbett getingelt, ohne auch nur ein einziges Mal diskriminiert worden zu sein.
    1965 bin ich allerdings mit einem 19jährigen "valenciano"(ich war 24) abgewiesen worden, als wir im gleichen Bett buchen wollten, was uns unsagbar peinlich war. Geschehen im damals äusserst prüden Barcelona, als bei Verdacht auf Homosexualität schon mal die Polizei gerufen wurde.
    Der Vorfall in einer britischen Grafschaft ist mir unbegreiflich, zumal in England früher als in anderen Ländern eine sehr fortschrittliche Atmosphäre vorherrschte und wo wir ebenfalls nie Schwierigkeiten hatten. Kann es sein, dass die besagte "landlady" einer Sekte angehört ?
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#8 DramolettenqueenAnonym
  • 22.03.2010, 12:27h
  • Das glaub' ich jetzt nicht! Das ist ja wie in Ösiland, da sind wir auch nicht willkommen!
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#9 MarekAnonym
  • 22.03.2010, 12:28h
  • Antwort auf #6 von axel
  • Würdest Du das auch so sehen, wenn ein Hotel Gäste ablehnt, weil es Juden, Schwarze, oder was auch immer sind?

    Deine Argumentation ist genau die der FDP:

    Farbige, Angehörige von Religionen, etc. muss man vor Diskriminierung schützen, da ist es nicht okay, wenn sie diskriminiert werden.

    Aber Schwule und Lesben braucht man nicht vor Diskriminierung zu schützen, die darf man ruhig diskriminieren...

    Bigott!
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#10 bananasEhemaliges Profil
  • 22.03.2010, 13:41h
  • Das kann in BCN nicht passieren. Nachdem wir nach den ersten 2 Nächten, am Morgen, artig unsere 2 Einzelbetten an die Wand gerückt haben, haben nette Geister, unser Zimmer umgeräumt. Wir kamen gerade von einer Afterhour und im Zimmer stand ein großes Doppelbett. Die Putzfrau hat noch gegrinst.....Und das richtige Zimmer war es auch. Die Pension war nicht aus einem schwulen Reiseführer. Also total nette Leute.
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